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	<title>Logbuch der Kira von Celle</title>
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	<pubDate>Mon, 12 Mar 2012 02:55:43 +0000</pubDate>
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		<title>Impressionen aus Fiji – ein Inselarchipel voller Gegens&#228;tze</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Dec 2009 02:36:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KvC</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Logbuch]]></category>

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<p>Fiji liegt f&#252;r uns Weltenbummler, unterwegs mit unseren Segelyachten, auf der Route nach Neuseeland oder von Neuseeland nach Australien oder von Neuseeland nach Fiji und wieder retour. Die Inselwelten in S&#252;dwestpazifik sind so abwechselungsreich und Neuseeland als Basis so heimelig, dass wir beschlossen haben dieses Revier genauer unter die Lupe zu nehmen. Dazu ben&#246;tigen wir Zeit, die wir als Zeitmillion&#228;re, intensiv nutzen. Wo immer wir die M&#246;glichkeiten haben, pflegen wir die einheimischen Kontakte, um hinter die Kulissen zu schauen.</p>
<p>F&#252;r unsere Familien und Freunde in Deutschland liegt Fiji fernab von der Welt, irgendwo im S&#252;dwestpazifik: rund 1.200sm  n&#246;rdlich von Neuseeland, 1.500 sm &#246;stlich von Australien und circa 3000 sm s&#252;dwestlich von Hawai’i. Ethnisch liegt der Archipel auf der Grenzlinie zwischen Melanesien und Polynesien und jeder der hier herum segelt, kann das hautnah erleben. Die Besiedelung fand vermutlich vor 4000 Jahren statt. Nach Sch&#228;tzungen aus dem Jahr 2009 hat Fiji 931.741 Einwohner. Der Archipel besteht aus 332 Inseln mit einer Gesamtfl&#228;che von 18.333 Quadratkilometern, von denen 110 bewohnt sind.</p>
<p>Abel Tasman war es, der die Inseln 1643 als erster Europ&#228;er zu Gesicht bekam. In den 1770er Jahren folgte ihm James Cook, 1789 durchruderten der ber&#252;hmt-ber&#252;chtigte Captain Bligh und die Seinen die Gew&#228;sser. Nach der von Schiffsmaat Christian Fletcher angef&#252;hrten Meuterei auf der Bounty waren Bligh und 18 Begleiter auf H&#246;he der Tonga-Inseln in einem Beiboot ausgesetzt worden und nun nach Timor unterwegs. F&#252;r die landschaftlichen Sch&#246;nheiten, die wir genie&#223;en, hatten sie kein Auge. Sie wurden von Kannibalen gehetzt und ruderten um ihr nacktes Leben. Das Seegebiet n&#246;rdlich von Viti Levu ist noch heute als Bligh Water bekannt und f&#252;r uns als Segler wegen der Fijieffekte , das sind Windverst&#228;rkungen mit 10kn und mehr, und der vielen Riffe eine besondere Herausforderung.</p>
<p><strong>Sulus und Saris:</strong></p>
<p>Im Inselarchipel leben 944.720 Einwohner. (Sch&#228;tzung Juli 2009, CIA). Die melanesisch-polynesisch gepr&#228;gten und christlichen Fijianer haben einen Bev&#246;lkerungsanteil von 57,3 % die Inder durch st&#228;ndige Abwanderungen nur noch 37,6 %, die Rotumanen 1,2 %,  die Europ&#228;er, andere Pazifik-Insulaner und die Chinesen 3,9 %.  80% der Bev&#246;lkerung lebt auf den beiden Hauptinseln, Viti Levu und Vanua Levu – der Rest verteilt sich auf die bewohnten Inseln und Atollen.</p>
<p>Diese multikulturelle Bev&#246;lkerung hinterl&#228;sst ihre Spuren, denen wir 6 Monate gefolgt sind. Fijis indogene Bev&#246;lkerung hat Kraushaar, eine dunkler Hautfarbe und  mehrheitlich einen XXL K&#246;rperbau. Die Frauen tragen farbenfrohe Sulus und an den gro&#223;en F&#252;&#223;en zu klein geratene Flip Flops. Die Gesichter zeigen melanide Z&#252;ge, mit h&#228;ufig wulstigen Lippen und platten Nasen. Nicht selten sehen wir die hochgewachsenen M&#228;nner in R&#246;cken, wie in Tonga und Samoa. Nat&#252;rlich geht die Traditionspflege nicht so weit, dass man heute noch immer Rindenbaststoffe (tapa) als Bekleidung oder Ketten aus Walfischz&#228;hnen als Schmuck anlegt, aber der Sulu geh&#246;rt immer noch zum Stra&#223;enbild. .In den abseitigen D&#246;rfern und auf den Inseln ist dieses Keidungsst&#252;ck nach unseren Erfahrungen, bei den weiblichen Besuchern erw&#252;nscht. Die wenigsten leben heute in einer althergebrachte „Bure“, einer H&#252;tte aus pflanzlichem Material, die urspr&#252;nglich mit Palmwedeln gedeckt war. &#220;ber ganz normale H&#228;user hinaus hat bei den weniger Beg&#252;terten l&#228;ngst Wellblech als Dachdeckung seinen Siegeszug angetreten. Trotz aller Abgeschiedenheit liegt Fiji nicht hinter dem Mond. Handys, DVDs, und Video sind selbstverst&#228;ndlich.</p>
<p>Das kulturelle Leben ist in vielen Bereichen eng mit dem der Polynesier verbandelt und zeigt sich besonders ausgepr&#228;gt im Familienverband und in den Dorfgemeinschaften. Die sozialen Beziehungen der Menschen untereinander, aber auch die der Lebenden zu den Toten spielen eine gro&#223;e Rolle bei der Organisation der Gesellschaften. Sie beruhen zumeist auf verwandtschaftlichen Beziehungen, die sich durch Menschen, Ahnen, mythische Wesen, aber auch durch bestimmte Orte herleiten k&#246;nnen - sei es &#252;ber die Linie der Mutter, die des Vaters oder beider Linien.</p>
<p>Der sofort ins Auge stechende hohe Anteil von Indo-Fijianer, entweder von aus Indien eingewanderten bzw. angeworbenen oder bereits in Fiji geborenen Indern, ist markantestes Merkmal der Bev&#246;lkerungsstruktur. Die Frauen schlank, feingliedrig mit langen schwarzen Haaren und gepflegten Saris sind ein starker Kontrast  im Stra&#223;enbild. Auffallend ist, dass die Fiji Melanesier und die Fiji Inder selten in Gruppen zusammenstehen und quatschen, man scheint sich zu separieren. Im 19. Jahrhundert holten die englischen Kolonialherren indische M&#228;nner als Gastarbeiter ins Land. Dieses erschien notwendig, weil sich die Fijianer  nicht f&#252;r den Knochenjob auf den Zuckerrohrfeldern begeistern konnten. Viele der arbeitsamen und sehr gesch&#228;ftst&#252;chtigen Inder, sind im Land geblieben und wurden zum &#196;rger der Fijianer nicht nur wohlhabend sondern auch politisch immer einflussreicher.</p>
<p>Der hohe Anteil von Indo-Fijianern in allen Dienstleistungsgewerben und im Handel erkl&#228;rt sich aus der Tatsache, dass es den  Indo-Fijianer nicht m&#246;glich ist, Land zu erwerben, sondern nur zu pachten. Insofern ist es ihnen nicht m&#246;glich ausgedehnt Landwirtschaft zu betreiben und sie spezialisierten sich auf andere Branchen. Heute gibt es zahlreiche qualifizierte Berufe, die von Indo-Fijianern dominiert werden. Diese Branchen sind im Zuge der st&#228;rkeren Einbindung Fijis in den Weltmarkt jene, die h&#246;here Gewinne abwerfen, w&#228;hrend die landwirtschaftlichen Produkte der Fijianer immer geringere Preise erzielen. Dieses wirtschaftliche Ungleichgewicht wird von vielen indogenen Fijianern als Bedrohung empfunden.</p>
<p><strong>Zum Landrecht der Fiji Inseln</strong>:</p>
<p>Diese Aufteilung ist ein immer w&#228;hrender Konflikt zwischen den indogenen und der indischst&#228;mmigen Fiji - Bev&#246;lkerung und belastet die Beziehungen untereinander.<br />
Diese Aufteilung gestaltet sich wie folgt:</p>
<p>• Im Privatbesitz (sogenanntes „Freehold Land”) befinden sich 10% der gesamten Landfl&#228;che<br />
• Die britische Krone beansprucht immer noch rund 7% des Grund und Bodens<br />
• 83% geh&#246;rt  den Familienverb&#228;nden, den Mataqali, ist praktisch unverk&#228;uflich und darf nur verpachtet werden.</p>
<p>Als Fiji 1874 britische Kolonie wurde, war die Festschreibung der Landbesitzverh&#228;ltnisse einer der ersten Verwaltungsakte der Kolonialverwaltung. Erst dadurch wurden die Familienclans Treuh&#228;nder des Grundbesitzes, der offiziell als Gemeineigentum gilt. Noch heute garantiert dieses Landrecht zwar jedem Fijianer ein Anrecht auf ein St&#252;ck Land zur Subsistenzwirtschaft und bietet in Zeiten wirtschaftlicher Rezession eine gewisse soziale Absicherung. Vor allem profitieren von dem System aber die Chiefs der Clans und die B&#252;rokraten in Suva. So wehren sich die l&#228;ndlichen Eliten aus den Clans energisch gegen Ver&#228;nderungen im Bodenrecht und der Pachtverteilung, denn sie verdienen an dem komplizierten Pachtsystem am meisten.</p>
<p><strong>Das Pachtsystem</strong></p>
<p>Mehrere Mataqali bilden einen Yavusa-Verband und eine gr&#246;&#223;ere Anzahl Yavusas sind in einem Vanua zusammengeschlossen. Jedem dieser Einheiten steht ein Chief oder Headman vor, dessen Amt erblich ist. An dieser Einteilung spaltet sich die Fiji Gesellschaft, vor allem wenn es um die Aufteilung der Pachterl&#246;se geht. 25 Prozent der Pacht flie&#223;t an die National Land Trust Board (NLTB), eine quasi-staatliche Einrichtung, die im Namen der Clans deren Landeigentum treuh&#228;nderisch verwaltet. F&#252;nf Prozent der Pacht sind f&#252;r den Headman des Vanua bestimmt, 10 Prozent bekommt der Headman des Yavusa, 15 Prozent der F&#252;hrer des Mataqali und die verbleibenden 45 Prozent der Pacht werden unter den Mitgliedern des Mataqali verteilt. Die H&#228;uptlinge der Vanua, Yavusa und Mataqali beziehen so ein betr&#228;chtliches Einkommen, w&#228;hrend eine einzelne Familie nicht viel an Pacht einnimmt. Zu viele teilen sich die verbleibenden 45 Prozent. Ein weiteres Problem ist der langsame Niedergang der fijianischen Wirtschaft, auch bedingt durch eine politisch unterdr&#252;ckte, aber &#246;konomisch dominierende indischst&#228;mmige Bev&#246;lkerung.</p>
<p><strong>Das &#220;berleben der Traditionen </strong><br />
In den letzten Jahrzehnten hat der Tourismus richtig zugeschlagen und viele K&#252;stenorte wurden umgebaut, um den Bed&#252;rfnissen des modernen Touristen zu entsprechen. In den l&#228;ndlichen Gegenden allerdings h&#228;lt die indogene Bev&#246;lkerung immer noch eine Lebensart aufrecht, die die hierarchischen Muster widerspiegelt, wie sie lange vor der Ankunft der Europ&#228;er und der ins Land geholten indischen Arbeiter bestanden.</p>
<p>Der Brauch der gegenseitigen Hilfe zwischen Mitgliedern einer Familie, eines Dorfes oder eines Stammes hei&#223;t in Fiji Kerekere, spielt eine gro&#223;e Rolle in der Wertevorstellung der Bev&#246;lkerung und ist das soziale Netz der indogenen Fijianer. Was das bedeutet, hat uns in Lautoka der Chef der Einwanderungsbeh&#246;rde beim gemeinsamen Teetrinken erkl&#228;rt. Kerekere bedeutet „um etwas zu bitten“ und dieser Bitte wird dann ohne Auflagen entsprochen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Geld, Lebensmittel, Kleidung oder sonstige Dinge des t&#228;glichen Bedarfs handelt. Wir fragten ihn: „Was machst Du, wenn ein entfernter Verwandter Dich um 100 Fiji Dollar bittet?“ Die Antwort war eindeutig:“ Ich gebe sie ihm und ich erwarte nicht, dass er sie zur&#252;ckzahlt!“ Ein weiteres Beispiel aus dem t&#228;glichen Leben; eine Vorratshaltung wie wir sie planen und organisieren gibt es nicht, weil man immer damit rechnet, dass die Schr&#228;nke und K&#252;hltruhen sowieso leer ger&#228;umt werden. Wir beobachteten das Kerekere Prinzip selbst bei Kindern auf den Outer Islands. Temo, 7 Jahre alt, hat von seiner reichen Tante ein paar neue Schuhe bekommen. Da die alten weder kaputt noch zu klein waren, hat er beschlossen die neuen nur sonntags beim Kirchgang zu tragen. Schon beim ersten Tragen bat ihn ein anderer kleine Junge aus dem Dorf um die alten Schuhe. Wir waren auf Temos Reaktion gespannt. Kaum zur&#252;ck in der Familienh&#252;tte, schnappte er sich die alten Schuhe und &#252;berreichte sie mit einem strahlenden L&#228;cheln an den Jungen aus seinem Dorf.</p>
<p>Der Chef der Einwanderungsbeh&#246;rde erkl&#228;rte, dass durch dieses Kerekere Prinzip niemand hungern mu&#223; und dass die Familienmitglieder immer ein Dach &#252;ber dem Kopf haben. Wer es sich leisten kann, der gibt und erh&#246;ht gleichzeitig sein Ansehen. Je h&#228;ufiger man gibt und je weniger man um etwas bittet, desto h&#246;her ist das Ansehen und das gesprochene Wort in der indogenen Fiji - Gesellschaft. In der Praxis f&#228;ngt dieses Prinzip an zu br&#246;ckeln. Den jungen gut ausgebildeten Menschen mit Arbeitsvertrag, monatlichen Einnahmen und den zur Verf&#252;gung stehenden Informationen aus dem  world wide web, f&#228;llt es schon schwer, dieses Kerekere Prinzip zu leben. Sie verlassen ihre D&#246;rfer, kleinen St&#228;dte oder auch ihre geliebten Inseln und wandern aus.</p>
<p>Wir Segler und alle Palagis sind vom Kerekere ausgeschlossen, denn es gilt als unh&#246;flich, den Gast um etwas zu bitten. Die Fijianer sind hervorragende Gastgeber und die Kontaktaufnahme zu den geborenen Spa&#223;machern ist wirklich nicht schwierig. Wir als G&#228;ste haben die M&#246;glichkeit am t&#228;glichen Leben teilzunehmen. Zum H&#246;flichkeitsritual geh&#246;ren nat&#252;rlich Gastgeschenke. Im Logbuch der Kira von Celle klebt ein Wunschzettel, geschrieben von den Dorfbewohnern einer Insel in der Lau Group. Die Betonung liegt dabei auf Wunschzettel. Wir sind jederzeit eingeladen mit ihnen zu leben und gegenseitig von einander zu lernen. Der Austausch von Erfahrungen ist ihnen alle mal wichtiger, als die Mitbringsel. Trotzdem, f&#252;r alle Segler, die in Fiji hinter die Kulissen schauen m&#246;chten und nicht wissen, was sie als Gastgeschenk &#252;berreichen sollen, die Wunschliste:</p>
<p>Personals like combs, nail clippers [big and small], fabric wraps [cheap in fabric store in Suva], first aid spray or cream, insect and rash treatment cream, Q-tips, fly strips, pieces of cheap carpet [samples to wipe feet at doorways, cheap in Suva], hair clips and elastic bands for girls, small towels and wash cloths, plastic tubs of all sizes [they made kava is worn out tubs], kava straining cloths [where you get the kava], small gardening tools, cheap cooking tools and containers. They sleep on really worn out foam….any amount, 1-10, of compressed [for space] foam pads would be great, even small ones for kids.</p>
<p>Das traditionelle Gastgeschenk ist ein B&#252;ndel Yaqona (ausgesprochen Jangona)auch Kava genannt, f&#252;r den Chief des Dorfes. Wir bitten damit f&#246;rmlich um Erlaubnis in ihren Gew&#228;sser zu ankern, zu schnorcheln, zu tauchen oder auch zu fischen und um uns w&#228;hrend unseres Aufenthaltes an Land in ihren D&#246;rfern frei bewegen zu k&#246;nnen. Die Darbietung der Wurzeln und auch das B&#252;ndel Wurzeln selber nennen die Bewohner Sevu Sevu. Nach &#220;bergabe des Gastgeschenkes erfolgt die Kavazeremonie. Wir sitzen im Haus des Chiefs mit der Familie des Chiefs und einer Abordnung des Dorfes auf Bastmatten im Kreis. Die Kavawurzeln sind zu Pulver gestampft und in ein mehr oder weniger sauberes Tuch gewickelt.  Dieses B&#252;ndel wird in einer gro&#223;en Holzschale mit viel Wasser immer wieder ausgewrungen bis der gew&#252;nschte Geschmack erreicht ist. Serviert wird das Gebr&#228;u in halben Kokosschalen. Unser Gastgeber bietet die Schale mit beiden H&#228;nden an, wir klatschen 3x in die H&#228;nde und trinken die Schale auf ex aus und klatschen zum Abschlu&#223; noch einmal 3x. Alle Beteiligten freuen sich, dass wir das Ritual einhalten, obwohl unser H&#228;ndeklatschen nicht dumpf klingt  und wir dieses Gebr&#228;u nicht sonderlich m&#246;gen.</p>
<p>In Dalaconi auf Vanua Balavu lernen wir ein modifiziertes Ritual kennen, das uns pers&#246;nlich besser gefallen hat. Wir werden am Strand von Joeli, (der auf der Kira von Savu Savu mitgesegelt ist) abgeholt und zum Haus des Chiefs gef&#252;hrt. Hier sitzen wir kreisf&#246;rmig auf den Matten, werden vom Chief herzlich willkommen gehei&#223;en und &#252;bergeben unser Sevu Sevu. Die Kavawurzeln werden mit endlos langem Gemurmel entgegen genommen und mit dreimaligen Klatschen beiseite gelegt. Wir bekommen einen Nachmittagstee mit aufgerollten s&#252;&#223; gef&#252;llten Pfannuchen serviert und die Gespr&#228;che wollten kein Ende nehmen. Der dann folgende vierw&#246;chige Aufenthalt war f&#252;r uns spannend, lehrreich, kommunikativ und mit viel Spa&#223; verbunden. Wir haben mit den Einheimischen zusammen gelebt und einen tiefen Einblick in die Traditionen, Rituale, Sitten und Gebr&#228;uche und in die Arbeitswelt der fijianischen Dorfgemeinschaften bekommen.</p>
<p>Einf&#252;hrung in die Fijik&#252;che mit Kochkursen. Verarbeitung und Zubereitung von Taro-, Cassava und S&#252;&#223;kartoffeln. Die Wurzeln wurden gekocht, frittiert, gebraten oder zu Eint&#246;pfen verarbeitet. Aus den Bl&#228;ttern zauberten wir Beilagen in Kokosnu&#223;milch ged&#252;nstet und Salate, dazu gab es Fisch, Lobster und S&#252;&#223;wassergarnelen. Jede Hausgemeinschaft hat ein Lieblingsrezept, z. B. doppelt gebackene Spiegeleier in Kokoscreme, oder Palusami, das sind mit Kokoscreme gef&#252;llte Tarobl&#228;tter, die als kleine P&#228;ckchen serviert werden. Die gemeinsamen Essen waren ein Genu&#223;. Fische vom Dinghi zu angeln, nach Lobstern zu tauchen, Kokoskrabben zu jagen, immer waren die j&#252;ngeren Einheimischen dabei und haben mit ihren Revierkenntnissen die Fangerfolge gesichert.</p>
<p>In die Grundkenntnisse der Fijisprache f&#252;hrte uns die Direktorin der Grundschule in Dalaconi. Das Anlegen von Taroplantagen brachte uns der Dorfchief  bei. Die Frauen lehrten uns die Flechttechnik f&#252;r die Matten und K&#246;rbe. Mit den Kindern spielten wir diverse Ballspiele. Sie sind neugierig und aufgeschlossen, niemals fordernd. Kein Gejammer und Gemecker, wenn irgendetwas mal nicht geklappt hat. Die Menschen leben einen sehr einfachen Stil. Sie wohnen in Holzh&#252;tten mit Wellblechdach und holen ihr Essen aus dem Meer oder angelegten G&#228;rten. Die Erde ist auf Vanualabu sehr n&#228;hrstoffreich, es w&#228;chst alles. Wer sich die Arbeit macht, erntet Ananas, Limonen, Zitronen, Auberginen, Spinat, verschiedene Chillis, Mango, Papaya und vieles mehr. Aber die Arbeit macht sich nicht jeder und so begn&#252;gen sich viele mit den verschiedenen Wurzeln und mit der Kokosnu&#223;, das reicht ihnen zum satt werden.</p>
<p>Soviel zum &#220;berleben der Traditionen auf den Au&#223;eninseln, fernab vom Tourismus. Weiter geht es mit unserer politischen Einsch&#228;tzung zur Situation in Fiji. Kein Segler mu&#223; bef&#252;rchten in Fiji nicht Willkommen zu sein, sondern ganz im Gegenteil. Segelt nach Fiji und &#252;berzeugt euch selbst.</p>
<p><strong>BULA BULA</strong></p>
<p><strong>11. April 2009, 12:48 Uhr - F I J I -   </strong>Politisches Verwirrspiel in der S&#252;dsee:</p>
<p>Der greise Pr&#228;sident der Fiji -Inseln hat den Putschf&#252;hrer von 2006, Armeechef Voreqe Bainimarama, genannt Frank, zwei Tage nach dessen R&#252;cktritt wieder als Regierungschef eingesetzt. Zur&#252;ckgetreten war er, weil der Oberste Gerichtshof seine Putschregierung als verfassungswidrig erkl&#228;rt hatte. Pr&#228;sident Ratu Josefa Iloilo hatte zuvor die Verfassung au&#223;er Kraft gesetzt. Der Inselstaat war nach dem Staatsstreich von 2006 aus dem Staatenb&#252;ndnis ausgeschlossen worden. Nach dem Putsch war Bainimarama zum Regierungschef erkl&#228;rt worden. Seitdem dr&#228;ngen die Nachbarstaaten, allen voran die wichtigsten Handelspartner Australien und Neuseeland, die Fiji – Inseln  zu einer R&#252;ckkehr zur Demokratie.</p>
<p>Die aus mehr als 320 Inseln bestehende Republik Fiji hat seit ihrer Unabh&#228;ngigkeit von der britischen Kolonialherrschaft 1970, zahlreiche Staatsstreiche erlebt. Ursache waren vor allem ethnische Konflikte zwischen den Ureinwohnern und den Nachfahren indischer Vertragsarbeiter. Unter den 940.000 Einwohnern sind etwa 55 Prozent Ureinwohner und etwa 38 Prozent ethnische Inder. Die Fiji – Inseln  leben &#252;berwiegend vom Zuckerexport und vom Tourismus. Seit dem Abbruch vieler Handelsbeziehungen infolge des Putsches von 2006 ging es mit der Wirtschaft bergab. Unserer Meinung nach geht es aber bergauf mit der Vers&#246;hnung der ethnisch unterschiedlichen Bev&#246;lkerungsteile und vor allem mit der Staatsorganisation. Die angeblich demokratischen Regierungen, nur weil gew&#228;hlt, waren &#252;beraus korrupt und arbeiteten an der Unterdr&#252;ckung der indischen Bev&#246;lkerung. So kam es zu Rechtsbeugung bei Landvertr&#228;gen, ungerechtfertigten K&#252;ndigungen von Pachtvertr&#228;gen in der Landwirtschaft usw.. Den Indern sollte die Existenzgrundlage entzogen werden, ein lang gehegter Wunsch einiger Ureinwohner ist das v&#246;llige Verschwinden der Inder aus Fiji.  Bereits Ende der neunziger Jahre verlie&#223;en gro&#223;e Teile der indischen Intelligenz mangels beruflicher Aussichten  das Land, welches darauf in wirtschaftliche Schwierigkeiten geriet.</p>
<p>Frank Bainimarama verf&#252;gt mit Sicherheit &#252;ber keine reine Politikerweste, doch vertritt er energisch eine Politik des Ausgleichs und der Chancengleichheit zwischen den Bev&#246;lkerungsgruppen, k&#228;mpft mit harten Bandagen und gutem Erfolg gegen die beh&#246;rdliche und sonstige Korruption und tritt  f&#252;r Gleichberechtigung und Demokratie ein. Er m&#246;chte freie Wahlen auf den Weg bringen, mu&#223; aber vorher mit den vorherrschenden und entwicklungshemmenden Strukturen aufr&#228;umen.</p>
<p>So widerspr&#252;chlich es klingen mag, was aktuell unter der F&#252;hrung der Milit&#228;rregierung geschieht, ist vielleicht der fortschrittlichste Weg f&#252;r die langfristige Entwicklung Fijis. Wir empfehlen seine Charter: <strong>„Fiji -  Peoples Charter for Change, Peace and Progress“</strong>  vom August 2008 zu lesen. Der Regierungschef Frank Bainamarama ist ein eingeborener Fiji und seine gr&#246;&#223;ten Widersacher sind ebenfalls eingeborene Fiji´s. Seine Fans sind alle vernunftbegabten Einwohner, dazu z&#228;hlen praktisch alle Inder, alle Ausl&#228;nder und ein wachsender Teil der Ureinwohner, hier vor allem die kleinen Leute, sein R&#252;ckhalt ist das Milit&#228;r und sicher inzwischen auch wichtige Chiefs. Fiji kann ohne die Inder nicht existieren. Die Ureinwohner besetzen zwar alle wichtigen Positionen im Lande, bei allen Beh&#246;rden, und beim Milit&#228;r, in der Regierung und die Inder haben bei weitem nicht den politischen Einfluss, den die Ureinwohner haben, aber ohne die Inder g&#228;be es keinen Tourismus, keine Landwirtschaft, keinen Handel, also keine Waren, keine Medizin und keine h&#246;here Bildung also letztendlich kein Fiji. Frank wei&#223; das und er handelt danach.</p>
<p>Die Tsunamiwarnungen vom Oktober 2009 und der Cyclon Thomas vom 16. M&#228;rz 2010, zeigen das Fiji &#252;ber eine gute Katastrophenplanung und gute und schnelle M&#246;glichkeiten der Eigenhilfe verf&#252;gt. Rettungsmittel und Helfer insbesondere das Milit&#228;r standen bereit und griffen sinnvoll ein und es wurde mit der Ausgangssperre eine sinnvolle Ma&#223;nahme verh&#228;ngt, um Chaos zu vermeiden.  Kurzum eine korrupte Scheindemokratie, die das Land an den Abgrund gef&#252;hrt hatte, wurde durch eine Milit&#228;rregierung ersetzt, (die es nicht n&#246;tig hat auch nur einen Soldaten auf die Strasse zu schicken) die einen sehr guten Job macht f&#252;r die PEOPLE OF FIJI. Daf&#252;r wird sie gelobt und anerkannt, von den Fijianern. Nicht vom Westen, der sich jetzt zurecht  wohl beschuldigen lassen muss, auf Geheimdienstlicher Ebene ein Mordkomplott an Frank unterst&#252;tzt zu haben, da auch Neuseeland nicht bereit ist, die hier lebenden Drahtzieher auszuliefern, auch dann  nicht, wenn ihnen Beweise vorgelegt werden.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Mit der Yacht von Neuseeland nach Fiji</strong>19° S&#252;d und 179 West, diesen Punkt nimmt man zur Orientierung auf dem Weg von Neuseeland nach Savusavu Fiji. Dann geht’s auf 179° nach Norden bis etwa 17°50 S&#252;d und nach Steuerbord zwischen Batiki Island und dem Wakaya Riff hindurch. Anschlie&#223;end bleibt Cakau Momo und Koro an Steuerbord. Von Namena und seinem Barrier Riff h&#228;lt man sich gut frei. Alle wichtigen Inseln auf diesem Weg sind gut befeuert und der Tripp ist nachts kein Problem. Wer just in time morgens am Point Riff von Savusavu ankommen will, um ohne Overtime zwischen Montag und Freitag einzuklarieren, muss da ohnehin bei Dunkelheit durch. Alles sehr breit und &#252;bersichtlich. Die Point Passage vor Savusavu ist breit und tief, wir w&#252;rden sie heute mit unseren Tracks wohl auch nachts fahren. Sollte der GPS ausfallen hilft das Radar ausreichend weiter.</p>
<p>Beim ersten Mal sind wir, wie alle anderen Yachten auch, brav draussen geblieben und haben auf das erste Licht gewartet. Die Einfahrt f&#252;hrt am Costeau Resort vorbei, einem h&#252;bschen ruhigen Ankerplatz, den man aber unklariert meiden muss. Entlang dem Land an Steuerbord kommt man zur Commercial Wharf, bei der Einfahrt zum Mooringfeld mu&#223; die Festmachertonne der F&#228;hren beachtet werden. Morgens liegen &#246;fter F&#228;hren dort, aber es ist gen&#252;gend Platz sie zu passieren.</p>
<p><strong>Ankunft Savu Savu</strong></p>
<p>48 Stunden vor dem vermutlichen Eintreffen schicken wir eine Email an Customs <a href="mailto:yachtsreport@frca.org.fj">yachtsreport@frca.org.fj </a> geben unsere Ankunftszeit bekannt und senden die Daten, die im Formblatt C2 „FIJI ADVANCE INFORMATION OF ARRIVAL YACHTS/SMALL CRAFT“ gefordert werden. Nachzulesen unter <a href="http://www.frca.org.fj/">www.frca.org.fj</a>.</p>
<p>Schon kurz vor der Commercial Wharf nimmt man Kontakt auf VHF 16 auf mit der Copra Shed Marina, Email: <a href="mailto:coprashed@connect.com.fj">coprashed@connect.com.fj</a> oder der Waitui <a href="http://www.waituimarina.bebi-electronics.com/">www.waituimarina.bebi-electronics.com</a> , um eine Mooring zu reservieren. Bei Einfahrt wartet schon ein Mitarbeiter im Seababy auf die ankommende Yacht und bringt sie an die Mooring. Es gibt auch einige Pl&#228;tze „Stern to the Wharf“ mit Strom in der Copra Shed, vor eigenem Anker liegend. Um die Einklarierung muss man sich nicht k&#252;mmern, das &#252;bernehmen die Marinas. Man wartet an Bord, bis die Offiziellen kommen, das sind Immigration, Customs, Agriculture und Health. Zu bezahlen ist an Agriculture 20,00  Fiji Dollar und an Health ca. 33,00 aber nicht an Bord, sondern man muss die Tage drauf mit dem Taxi zum Krankenhaus fahren, dort bezahlen und die Ouittung auf dem R&#252;ckweg beim „Health“ B&#252;ro abgeben. Overtime wird f&#228;llig am Wochenende, an Feiertagen und nach 16.30 Uhr. Kommt man w&#228;hrend der Woche sp&#228;ter oder an einem Sonntagabend an, wird dies von den Marinas meist erst am n&#228;chsten Tag gemeldet, man ist gerade angekommen.</p>
<p>Der Empfang war &#252;beraus freundlich, man freut sich &#252;ber ein Glas Cola oder eine Zigarette. Die Kontrollen waren entweder lasch oder fanden &#252;berhaupt nicht statt. Wir hatten den Eindruck, dass sich Savusavu als Einklarierungshafen empfehlen m&#246;chte. Die Offiziellen werden von den Mitarbeitern der Marinas in deren Booten herangebracht, wof&#252;r man insgesamt 10,00 Fiji Dollar bezahlt. Die Mooringpreise liegen bei ca. 12,00 Fijis pro Tag. Sobald Immigration Custom und Health an Bord waren, kann man das Schiff verlassen. Agriculture kommt nur um den M&#252;ll abzuholen. Savu Savu ist nicht untypisch f&#252;r Fiji. Etwas &#228;rmlich und ohne Glanz, den gibt es erst in Suva und Nadi. Jede Menge kleiner Gesch&#228;fte und mehrere „Supermarkets“. Der Frischmarkt bietet Obst, Gem&#252;se und Fisch. Letzterer meist halbgefroren und aus geschlossenen K&#252;hltruhen, also fragen und anschauen. Die Pr&#228;sentation ist eher m&#228;&#223;ig, der Fisch aber meist frisch, besonders dann, wenn er noch nicht gefroren ist, also gerade angeliefert wurde. Fleisch ist mau. Die Fiji Schlachter w&#252;rde man in Europa wohl einsperren. Die guten St&#252;cke werden sowieso nicht angeboten, gehen wohl in die Hotels. Aber es gibt Fiji Meat, einen Ableger der feinen Schlachtereien aus Viti Levu. Die Auswahl ist nicht gro&#223;, alles ist tiefgek&#252;lt, sogar die Salami. Das Gesch&#228;ft befindet sich in der Waitui Marina.</p>
<p>Die Inder haben Stoffe bis zum Abwinken und die N&#228;hpreise sind extrem g&#252;nstig, also mal wieder einkleiden wie vor 50 Jahren. Es gibt eine Reihe von Restaurants auch mal im ersten Stock. Wir gehen zu Country Kitchen, vier kleine Tische auf 20qm inclusive K&#252;che, glaube ich und das Curry f&#252;r 5,00 Fijis pro Person inclusive Tischwasser, also 2 Euro umgerechnet. 2,6 Fijis gleich ein Euro. In der Copra Shed gibt es einen shipshandler im Handyformat, Leihwagen zwei Restaurants und eine Kneipe. In der werden die Informationen des Tages zur Happy Hour ausgetauscht<strong>.  </strong>F&#252;r alle, die Internet an Bord empfangen m&#246;chten empfehlen wir die TFL – Fiji Telecom - <a href="http://www.tfl.com.fj/">www.tfl.com.fj</a> . In  Savu Savu / Labasa hei&#223;t der Ansprechpartner: Mathew, Tel: 881 66 99 Mobil: 999 78 60. Die Internetverbindungen funktionierten auch auf den Outer Islands. Es gibt kaum Funkl&#246;cher, Fiji ist ausgezeichnet vernetzt. Ein paar Tage braucht man allerdings um in dieser Welt anzukommen.</p>
<p>Als n&#228;chstes k&#246;nnte eine Busreise nach Lambasa auf dem Programm stehen, der Bezirkshauptstadt von Vanau Levu (gro&#223;es Land). Der Markt dort ist viel gr&#246;&#223;er und noch preiswerter. Die Bustour billig und die Kontaktm&#246;glichkeiten gro&#223;. Die n&#228;chste Bustour k&#246;nnte dann &#252;ber den „Hybiscus Highway“ gehen, eine Tagestour in den klapprigsten Bussen &#252;ber die schlechtesten Strassen, es bleibt unverge&#223;lich. Besonders wenn das Gef&#228;hrt seinen Geist aufgibt und man irgendwie per Anhalter wieder zur&#252;ck muss, so geschehen w&#228;hrend unseres Aufenthaltes. Wenn uns so etwas passieren sollte, dann w&#252;rde wir uns das in Fiji w&#252;nschen, Einladungen zum Essen und &#220;bernachten bleiben nicht aus, wenn ein Palagi hilflos am Stra&#223;enrand steht. An das Schlafen auf Matten zusammen mit einigen Insekten wird man dabei auch gleich gew&#246;hnt. &#220;berhaupt konnten wir beobachten, dass auch engere Kontakte zur einheimischen Bev&#246;lkerung normal werden. Viele Yachties haben „Ihre“ Familie gefunden, gleich ob Melanesier oder Inder, und gegenseitige Einladungen zum Essen ausgesprochen.</p>
<p>Wir blieben 8 Wochen, um „unsere“  Insel Vanua Levu kennen zulernen. Sie ist l&#228;ndlich gepr&#228;gt mit ausgedehntem Regenwald im Landesinneren, Kokosplantagen an der S&#252;dk&#252;ste und Zuckerrohrplantagen im Norden. Sie hat nur eine asphaltierte Strasse von S&#252;d nach Nord quer durch das Landesinnere. Ein Besuch in Labasa  mit seinen ca. 24.000 Einwohnern, ca. 75km von Savu Savu entfernt, ist das reinste Abenteuer. Die angeblich asphaltierte Strasse hat soviel Schlagl&#246;cher, das der Bus f&#252;r eine Strecke 3 Stunden ben&#246;tigt. Die Strecke f&#252;hrt durch den Regenwald und sp&#228;ter vorbei an den Zuckerrohrfeldern. Landschaftlich sehr reizvoll und kaum besiedelt. Erst im Umkreis der Stadt Labasa treffen wir auf vereinzelte D&#246;rfer. Hier beherrschen die Zuckerrohrfelder nicht nur die Landschaft sondern auch die Menschen. Ohne Maschinen, nur mit Macheten wird das Zuckerrohr geschlagen, eine Knochenarbeit. Die Beladung der kleinen Transport-„LKW“s  h&#228;ufig mit einem Trecker als Zugmaschine wird von 10 M&#228;nnern nach Anweisungen vorgenommen. Jedes Zuckerrohr gleicher L&#228;nge wird neben- und aufeinander gestapelt bis die Ladefl&#228;che aufgef&#252;llt ist. Alles sehr akkurat. Bei der Zuckerrohrm&#252;hle konnten wir dann beobachten, warum sie beim Beladen so pingelig sind. Jeder nicht nach den Vorgaben beladene „LKW“ kann nicht entladen werden und wird von den M&#228;nnern der Zuckerrohrm&#252;hle nicht ber&#252;cksichtigt. &#220;brings, die Wartezeiten vor der Entladestation – 12 bis 48 Stunden. Die Fahrer kampieren dann auf dem Gel&#228;nde vor der M&#252;hle. Leider konnten wir nicht herausfinden, warum die Abfertigung so schleppend ist, aber es scheint zur Normalit&#228;t zu geh&#246;ren, denn kein Fahrer hat sich &#252;ber irgendetwas beschwert. Sie hocken ganz geduldig auf ihren B&#246;cken und warten.</p>
<p>Labasa ist eine von indischen Fijianern bewohnte Stadt. Hier tragen die Frauen farbenfrohe Saris und auf dem gr&#246;&#223;ten Markt der Insel beherrschen sie das Geschehen, ob als H&#228;ndlerin oder als Kundin und die nicht schulpflichtigen Kinder wuseln um die M&#252;tter herum. Wir haben &#252;berhaupt keine Schwierigkeiten ins Gespr&#228;ch zu kommen, denn Wei&#223;e sind hier die absolute Ausnahme und nat&#252;rlich gern gesehene Kunden. Handeln geh&#246;rt zum Spiel, man kauft nicht einfach ein. Schlie&#223;lich m&#246;chte man sich mit dem Fremden unterhalten. Wo kommst du her, was machst du, wie lebst du, sind beliebte Fragen, die beantwortet werden wollen. Im Gegenzug erz&#228;hlen sie aus ihrem Leben und preisen ihre Waren an. Es dauert so seine Zeit, bis die Ware den Preis hat, den die Einheimischen bezahlen. Dieses Ritual macht sehr viel Spa&#223; und ist au&#223;erdem sehr kommunikativ. Die Unterhaltung erfolgt in Englisch, oder so etwas &#228;hnlichem. Ist immer h&#246;flich und freundlich und mit dem einen oder anderen Lacher auf beiden Seiten gew&#252;rzt.</p>
<p>Luxus Pur im Jean-Michel Costeau – Tauchresort. Der Sohn des ber&#252;hmten Meeresforschers ist zwar nicht immer anwesend, aber die dienstbaren Geister halten die Ehre der Tauchlegende hoch. Als Nichtg&#228;ste des Resort bekommen wir eine nette engagierte Begleitung, die uns die Geschichte des Hauses l&#228;chelt erz&#228;hlt und uns durch den Haupttrakt mit Rezeption, Aufenthaltsraum, Restaurants, Bar und Boutique f&#252;hrt. Alles sehr geschmackvoll, eingerichtet mit nat&#252;rlichen Materialien, einfach zum Wohlf&#252;hlen. Die abseits, in einem tropisch angelegten Garten gelegen, Buren f&#252;r die G&#228;ste werden vor neugierigen Augen gesch&#252;tzt. Fotos k&#246;nnt ihr euch auf der website <a href="https://webmailerng.1und1.de/trinity-rms-web/redirect.html?goto=http%3A%2F%2Fwww.fijiresort.com%2F">www.fijiresort.com</a> anschauen. Eine Bure mit ocean view f&#252;r zwei Personen all inclusive, au&#223;er Tauchen, ab 1.200 Fiji Dollar pro Tag. F&#252;r einen Euro zahlt die Bank 2,85 Fiji Dollar. Ehe wir weiterziehen genie&#223;en an der Bar eine Vitaminbombe aus frischen Fr&#252;chten auf zerkleinertem Eis 9,50 Fiji$. Sp&#228;ter erfahren wir den Stundenlohn f&#252;r die unteren R&#228;nge, dazu z&#228;hlen auch die Servicekr&#228;fte und die Barkeeper – 1,50 Fiji $ pro Arbeitsstunde. Die Arbeitsvertr&#228;ge sind abh&#228;ngig von der Hotelbelegung und jederzeit k&#252;ndbar. Hoffen wir, dass das Management f&#252;r einen hohen Bekanntheitsgrad sorgt und die Nachfrage stabil bleibt.</p>
<p>In Savu Savu trennen sich aber die Wege auch wieder. Auch die zwischen den Yachten, die dort schon fast ausnahmslos einklarieren, weil von hier aus und nur von hier aus sich nun ganz Fiji bereisen l&#228;sst.</p>
<p><strong>Rund Vanua Levu</strong>.</p>
<p>Wir haben es geplant aber dann zugunsten eines Besuchs in der Lau Gruppe verschoben, trotzdem einige Hinweise. Die Karten zeigen eine abwechslungsreiche K&#252;ste. Der Westen ist bis in den hohen Norden  innerhalb eines Riffg&#252;rtels befahrbar, Teile des S&#252;dens auch, im Osten sch&#252;tzen Rabi Channel und Somosomo Strait vor dem Passat. Clockwise oder Anticlockwise. Wir w&#252;rden Clockwise fahren, um uns an die Riffe gew&#246;hnt zu haben, bis wir zu den schwierigen Stellen am Cape Udu Point und zur stromreichen Somosomo Passage gelangen. Hat man diese kurzen Passagen hinter sich, ist man sofort wieder auf der leichten Seite des Lebens.</p>
<p>Los geht es durch die Nasonisoni Passage, 15sm von Savusavu im Westen gelegen. Dort steht auf der Einfahrt der volle Passat, also nur bis 20 Knoten reinfahren. Die Wettervorhersage sollte dann von nur einem schwachen Passat um zehn Knoten berichten, weil hier schon die Fiji Effekte einsetzen. D&#252;seneffekte zwischen den Inseln Viti Levu und Vanua Levu und an den gro&#223;en Kaps. Diese Windverst&#228;rkungen machen sich im gesamten Gebiet von Blighwater und noch in den Yasawas bemerkbar. Die Riffe in Fiji sind l&#228;ngst nicht so komplett wie in franz. Polynesien, auch wird man die Wasserfarben nicht &#252;berall finden. Fiji hat viele Fl&#252;sse die Schwebstoffe einbringen und Str&#228;nde sind auch nicht gerade &#252;berall zu finden, weite K&#252;stenbereiche sind mit Mangroven bewachsen. Die Seekarten, auch die elektronischen stimmen nicht immer genau, aber die Betonnung ist gut und an der West- und Nordk&#252;ste sind weniger Wolken als auf der Passatseite der Inseln und somit ist auch die Sicht meistens ausreichend, um die Riffe deutlich zu sehen. Bis Mali oben an der Westseite schafft es sogar die Berufsschifffahrt, dort ist die gro&#223;e Verladestation f&#252;r Zucker und der abgefallenen Maische, die zur Papierherstellung nach Japan verschifft wird. Durch den Tilangita Pass geht es dann raus, wenn der Passat nicht zu stark ist und rund um das Cap nach Rabi. Taveuni auf dem Weg nach S&#252;den ist die drittgr&#246;&#223;te Insel Fijis. Am Rainbow Reef bei der Viani Bay geht es dann wieder nach Westen zur&#252;ck nach Savusavu.</p>
<p><strong>Nationale Einklarierung</strong></p>
<p>Wer das macht, hat zuvor in Savusavu national ausklariert, das ist nur eine kleine Notiz auf einem Zettel und dient der Information der Beh&#246;rden. So formlos geht es aber nur, wenn man in denjenigen der nationalen Einklarierungsh&#228;fen zur&#252;ckf&#228;hrt, aus dem man gekommen ist. Zu diesem Thema jetzt mehr. Fiji hat vier (f&#252;nf) Internationale Einklarierungsh&#228;fen, die gleichzeitig auch nationale Ein- und Ausklarierungsh&#228;fen sind. Es sind dies die Hauptstadt Suva, die westliche Bezirkshauptstadt Lautoka, die ehemalige Hauptstadt und heute unbedeutende Stadt Levuka auf der Insel Overlau, Viti Levu im Nordosten vorgelagert, und Savusavu auf Vanua Levu und nicht auf der &#252;blichen Reiseroute Oniafa auf der Insel Rotuma.</p>
<p>Ich muss jetzt etwas ausholen. Noch vor gut einem Jahr galt, das sich jede reisende Yacht nur von einem nationalen Port of Entry zum n&#228;chsten bewegen durfte, um sich dort das Permit f&#252;r die Bereisung des jeweiligen dem Port zugeteilten See- und K&#252;stengebietes einzuholen. Dann wurde gelockert und man konnte auf dem Weg von einem zum n&#228;chsten Port, die auf dem direkten Weg liegenden Ankerpl&#228;tze aufsuchen, alles aber noch sehr hinderlich f&#252;r freies Cruisen. In Savu Savu hei&#223;t es wie in Suva nun offiziell, Du kannst fahren wie, wohin und wie lange du willst, du musst nur angeben, welchen der vier Ports Du danach anlaufen wirst und etwa wann das sein wird.</p>
<p>Diese Regelung haben die Leute in Lautoka bis heute nicht begriffen, wie es in Levuka ist, wissen wir nicht. Auf jeden Fall stellen die Beh&#246;rden in Lautoka so ein Permit nicht aus und das tangiert uns &#252;blicherweise auch nicht. Angenommen man war rund Vanua Levu oder hat eine Reise von Savusavu nach Lau gemacht (da komme ich noch drauf), dann geht es z.B. im July, August September &#252;ber Blight Water nach Lautoka, mit Zwischenstopps soviel und solange man angegeben hat oder gleich in die Yasawas. So kommt man erst 2 Monate sp&#228;ter in Lautoka vorbei. Auch wenn so ein Permit in Lautoka Verwunderung hervorruft, ist es offiziell und wird selbstverst&#228;ndlich respektiert. Wir werden bei unserem n&#228;chsten Aufenthalt versuchen ein Permit nach Lautoka zu bekommen, das uns erm&#246;glicht erst Ende November dort aufzuschlagen, um dann gleich International auszuklarieren, wenn der Abfahrttermin fest steht.</p>
<p><strong>Richtung Viti Levu</strong></p>
<p>Ein anderer Weg mit vielen interessanten Entdeckungen, geht &#252;ber Levuka auf Overlau und dann &#252;ber die Nordk&#252;ste von Viti Levu, immer hinter den Riffen entlang. So erspart man sich Bligh Water, das man auch nicht bei mehr als 15 bis 20 angesagten Knoten Wind, &#252;berqueren soll. Es kann dann dort auch Boen mit 30 und mehr Knoten geben. Wir mussten bei unserer &#220;berfahrt zu unserem gro&#223;en Erstaunen den Niedergang wasserdicht schlie&#223;en. Eine kurze steile Windsee war teilweise von altem S&#252;dostschwell unterlagert und hatte genau das Format, st&#228;ndig in unser Mittelcockpit einzusteigen. Dr&#252;ben angekommen fanden wir das kleine Paradies Nananu I Thake. Herrliche Inseln und Str&#228;nde, aber abseits des gro&#223;en Touristenstroms. Wir empfehlen dort mehrere Tage zu verweilen und verschiedene Ankerpl&#228;tze zu nutzen. Bei ruhigem Wetter ankern wir am VoliVoli Point und fahren mit dem Dinghi an die Bar vom Volivoli Beach Resort. Ein einfaches Haus mit guter K&#252;che, Bier vom Fass und einem entz&#252;ckenden Swimmingpool, G&#228;ste willkommen, gehobene Backpackeratmosph&#228;re. <a href="http://www.volivoli.com/">www.volivoli.com</a> . Der weitere Weg f&#252;hrt dann &#252;ber Lautoka in die vier Dollar Bar, davon sp&#228;ter mehr.</p>
<p><strong>Lau Inseln – ein Paradies der Sonderklasse</strong></p>
<p>Wer von Savu Savu in die Lau Group segeln will, muss eine Nacht bei unter zehn Knoten gegenan motoren oder das Gl&#252;ck haben, einen seltenen Nordwind zu erhaschen. Wir besuchten Vanuabalavu, die gr&#246;&#223;te Insel der Lau, mit den umliegenden Exploring Islands.</p>
<p>Die Lau Gruppe zu bereisen braucht mehr als die bekannten Permits. Man ben&#246;tigt zus&#228;tzlich eine Genehmigung vom Lau Provincial Council mit Sitz in Suva und eine Einladung eines Landlords aus der Lau Gruppe. Die Einladung ist in der Regel kostenlos, die Geb&#252;hren f&#252;r das Permit k&#246;nnen schon mal 100,00 Fiji Dollar betragen und dann darf man sich &#252;ber 20,00 pro Boot und Tag nicht wundern. . Die notwendigen Einladungen bekamen wir von Toni Philp, dem Eigent&#252;mer der Copra Shed Marina und der Vuda Point Marina und von dem Chief von Dalaconi einem Ort im Norden von Vanua Balavu.</p>
<p>In 2009 haben nur sehr wenige Fahrtensegler ein Permit erhalten. Dank der ausgezeichneten Informationen unter den Seglern, ist es uns gelungen ein kostenloses Permit zu bekommen. Jens, Skipper der deutschen Yacht „ Moana“ segelte als erste Yacht in die Lau Group. Wir lie&#223;en unsere Beziehungen spielen und innerhalb von drei Tagen hatte Jens die notwendigen Papiere, transferierte 100 Fiji Dollar f&#252;r das Permit und 20Fiji Dollar pro Aufenthaltstag an den Chef des Lau Provincial Council, Mr. U. In den Gew&#228;ssern von Vanua Balavu wurde er von der Navy &#252;berpr&#252;ft und konnte nachweisen, dass er die Geb&#252;hren f&#252;r ein 14 Tage Cruising Permit an das Lau Provincial Council bezahlt hat. Im Gespr&#228;ch mit dem „Tourismus Beauftragten von Dalaconi“, Mr. Joeli, erfuhr Moana-Jens, dass die Bewohner keinen Cent von den Permitgeb&#252;hren sehen w&#252;rden, weil alles in die Taschen korrupter Politiker wandert. Er ermunterte Joeli sich beim Lau Counsil zu beschweren und wies daraufhin dass in Savu Savu mehrere Yachten auf die Genehmigungen warten. Mit dem  Permit der SY Moana und der Quittung f&#252;r get&#228;tigte Zahlungen besuchte Joeli den Chief des Lau Provincial Council in Suva. Drei Tage sp&#228;ter hatten die Kira von Celle und die La Gitana ein kostenloses Permit, ohne zeitliche Begrenzung! F&#252;nf Tage sp&#228;ter segelten wir mit Joeli und einem kleinen Jungen von Savu Savu nach Dalaconi und in die Qilaqila und brachten die Beiden nach Hause.</p>
<p>Die Lau Gruppe ist arm, viel &#228;rmer als alle anderen und mit dem Geld hilft man auch nicht, denn es wird ausschlie&#223;lich f&#252;r einen angenehmen Lebensstil der Oberen dieses Gremiums ausgegeben. Alle Versuche einzelner D&#246;rfer dies zu &#228;ndern, um auch in den Genuss Geschenke verteilender Segler zu kommen, sind gescheitert. Noch nie ist ein Dollar dort angekommen, wo er hingeh&#246;rt. Fast alle nationalen F&#252;hrer Fijis von gestern und heute haben ihre Stammeswurzeln in der Lau und die f&#252;hrenden Familien dort sind eng mit dem Tonganer Adel verbandelt. Eigentlich wird Fiji von Lau aus regiert. Aber die hohen Herren m&#246;gen nicht, wenn in ihrer zur&#252;ckgezogenen heilen Welt die armen Bewohner dort allzu viel &#252;ber die Welt und vor allem die Welt der Korruption und des Wohlstands erfahren. Au&#223;erdem l&#228;sst sich damit Geldverdienen, gibt es doch einen kleinen feinen Deal, die Lau wird auffallend oft von Mega Yachten der oberen Klasse besucht, wie wir sie in Fiji sonst noch nirgends gesehen haben. Feine Damen und Herren, die f&#252;r viel Geld etwas zu sehen bekommen, was den anderen verborgen bleiben soll. Lau ist nicht nur h&#246;chst arm sondern auch h&#246;chst exklusiv. Mel Gibson, Arnold Schwarzenegger, der japanische Schauspieler Yamagata, Dietrich Mateschitz, Eigent&#252;mer von Red Bull, und einige andere aus dieser Ecke besitzen eine oder gleich mehrere Inseln in der Lau, nat&#252;rlich mit eigenem Airstrip.</p>
<p>Die verzauberten Bay of Islands mit vielen kleinen Inselchen geh&#246;ren f&#252;r uns zu den Top 3 der bis jetzt besuchten Ankerpl&#228;tze zwischen Hamburg und Neuseeland. Faszinierend die &#8220;Mushroom Islands&#8221; (Inseln die bei Niedrigwasser wie Pilze im Wasser stehen), alles ohne Schwell und Wasserfarbspielen von k&#246;nigsblau bis t&#252;rkis. Dutzende von Mushroom Islands verbergen Caves und die kleine Steilk&#252;ste in der  rundum gesch&#252;tzten Bay bietet kleine aber lange Einschnitte, die mit dem Dinghi zu erkunden sind. Es ist einer der spannendsten und landschaftlich reizvollsten Ankerpl&#228;tze unserer Reise. Hier boomt das Gr&#252;n, bellen die Tauben und die Flughunde beeindrucken mit ihren wagehalsigen Flugman&#246;vern. Mit Michaela und Volker von der Segelyacht La Gitana waren wir die einzigen Segler im Revier. Wir haben die Landschaft, die Ruhe und die Entdeckungsfahrten sehr genossen.</p>
<p>Unser n&#228;chster Ankerplatz war dann die Nabavatu Plantation, ebenfalls ein hurricane hole. Hier waren wir 14 Tage und haben uns wieder in die Dorfgemeinschaft eingegliedert. Wir lernten wie in der &#214;lm&#252;hle die Kokosn&#252;sse zu „extra virgin Kokos&#246;l“ verarbeitet werden, wir kochten gemeinsam, holten Fisch und Lobster aus dem Meer und wurden in die n&#228;chtliche Kokoskrabbenjagd eingef&#252;hrt. Das Fleisch dieser Viecher ist wirklich k&#246;stlich, das Knacken der harten Schalen  ist allerdings nicht bordtauglich. Die schulpflichtigen Kinder brachten wir montags um 04:30 Uhr mit dem Motorboot nach Mawarna zur Schule und holten sie Freitag nachmittag wieder ab.  Innerhalb der Woche wohnen sie bei Verwandten. Wir lernten, wie hier die Schweine geschlachtet werden und haben gemeinsam mit der La Gitana, die gesamte Dorfgemeinschaft zum Schweineessen eingeladen. Ein 30kg Schwein wurde im Erdofen zubereitet und ein 15kg Schwein gegrillt. Einen ganzen Tag waren alle besch&#228;ftigt, Schweine einfangen, schlachten, s&#228;ubern, zubereiten. Als Beilagen gab es Wurzeln - Fijiart, den Reis, das Gem&#252;se, Ciabatta und als Dessert Kuchen, Kuchen, Kuchen (steuerten wir, die Palagis) bei). Endlich Schwein satt, der Kommentar von Detlev. Die Schweineparty, „The BPD“ (big pig dinner) fand im Dorfgemeinschaftshaus statt und alle waren aus dem H&#228;uschen.</p>
<p>Auf dem R&#252;ckweg nach Savu Savu haben wir wieder G&#228;ste an Bord, denn die F&#228;hrverbindungen sind selten und nicht zuverl&#228;&#223;lich. Es gibt auch Flugpl&#228;tze, aber keine Flugzeuge. Es gibt eine Eisfabrik aber keine Schiffe, die den gek&#252;hlten fangfrischen Fisch nach Suva oder Savu Savu bringt. Die Inseln sind nicht angebunden, warum auch immer. Also haben wir den Fischern einen Gefallen getan und zwei Container mit 250 kg Fisch plus Eis an Oberdeck verzurrt. Die &#220;berfahrt war rasant. Wind zwischen 20 – 25 Knoten, dazu Kreuzseen. Mit stark gerefften Segelen rauschte die Kira anfangs auf Halbwindkurs, dann ausgebaumt auf Vormwindkurs, ihrem Ziel entgegen. Die G&#228;ste Joeli und sein neunj&#228;hriger Sohn, seekrank,  wir im Kontrollwahn, die schwere Deckslast immer im Auge, denn die Kira war topplastig und schlingerte einige Male gewaltig hin und her. Nach dem Motto „Alles wird gut“ haben wir die 110sm in 18 Stunden abgesegelt. Joeli hat dann wie ein Weltmeister telefoniert und ab 08:00 Uhr wurde der Fisch entladen und sofort auf dem Markt verkauft. Das war ein Supergesch&#228;ft f&#252;r die Fischer von Vanua Balavu und nat&#252;rlich auch f&#252;r Joeli, der eine satte Pr&#228;mie erhalten hat. Drei Fische f&#252;r die KIRA, am liebsten h&#228;tte Joeli den ganzen K&#252;hlschrank vollgestopft, so gl&#252;cklich war er, das alles so gut geklappt hat.</p>
<p>Wir werden auch 2010 versuchen unsere Freunde zu besuchen, aber wir werden wie im letzten Jahr kein Schmiergeld bezahlen. Mal sehen was wir mit unseren Freunden dort aushecken k&#246;nnen und mal sehen, was der TC Tomas im Denken ver&#228;ndert hat. In Fiji ist alles im Umbruch und irgendwann hat Frank auch die Kraft und die Zeit sich mit diesem kleinen Nebenproblem zu besch&#228;ftigen und den ber&#252;chtigten Unterschlager Mister U. dorthin verbringen zu lassen, wo er hingeh&#246;rt, vor ein Gericht und in eine Zelle.</p>
<p><strong>Viti Levu</strong></p>
<p>Auf Vanua Levu ist es wie in der Lau und in den Yasawas absolut &#252;blich Sevusevu zu machen. In den Yasawas soll es D&#246;rfer geben, die Geld f&#252;r den Besuch, z.B. ankern, schwimmen usw. haben wollen, aber das kann sich wie gesagt alles auch sehr schnell &#228;ndern, z.B., wenn keine Yachten mehr kommen. Auf jeden Fall sollte man mehrere Kavastr&#228;u&#223;e und Geschenke mit sich f&#252;hren. In H&#228;usern ohne Anbindung an ein Dorf wird man in einsamen Buchten schon mal zu Essen eingeladen, aber es wird erwartet, das man etwas mitbringt, z.B. auch 5 Liter Gemisch f&#252;r den Generator, DVD gucken ist dann angesagt. Dieses Sevusevu gibt es auch an der Ostk&#252;ste von Viti Levu noch und nat&#252;rlich im Inland. Die S&#252;d und Westk&#252;ste ist touristisch gepr&#228;gt, es ist der wohlhabendste Teil von Fiji. Das Neue Zentrum hei&#223;t Denerau, Hotels und Hafen wie in Spanien, nur viel kleiner.</p>
<p>In der N&#228;he, zwischen Denerau und Lautoka ist die Vuda Point Marina <a href="http://www.vudamarina.com.fj/">www.vudamarina.com.fj</a> . Die Einfahrt durchs Riff ist mit Stangen markiert, auf  VHF16  rufen, findet man dort sichere Pl&#228;tze im kreisrunden Becken mit Wartemooring in der Mitte. Den Bug zur Wharf mit zwei Leinen am Heck, wird hier festgemacht, immer mit Hilfe des Personals. Kosten um die 20,00  pro Nacht. Um 10:45 Uhr geht der Bus nach Lautoka, ein Savusavu nur viel gr&#246;&#223;er. Gr&#246;&#223;er auch der Markt und die Anzahl der Gesch&#228;fte. Ein reges Treiben auf den Strassen, aber sicher, keine &#252;blen Gestalten auf der Strasse, nichts. Anschauen und einkaufen was das Zeug h&#228;lt und dann, …. Das Taxi zur&#252;ck kostet 15 Fiji Dollar und nicht mehr, weil es eigentlich nur 12,00 Fijis kostet. Die Fahrer sind Inder und zwei von ihnen, zwei Br&#252;der haben sich in der Vuda Point Marina eingenistet und verleihen auch Autos und sehen zu, dass sie deine Fahrt bekommen. Abdul 1 und Abdul 2 hei&#223;en sie, du kommst an denen einfach nicht vorbei. Etwa gleiche Entfernung nur in anderer Richtung ist Nadi, der Internationale Airport. Hier gibt es die besseren Gesch&#228;fte und vor allem den besten Schlachter der Inseln, <strong>YAQARA, South Pacific Butchering Company</strong>. Lot 7, Denerau Road, Narewa, Nadi, Telefon 670 3900, Fax 670 3800, mobil 9993 900 und 9222863. Bestellte Ware wird in die Vuda Point Marina geliefert.</p>
<p>In der Vunda Point Marina h&#228;lt man sich nicht zum Spa&#223; auf, sondern zum Einkaufen zum Empfangen von G&#228;sten oder wenn man eine Inselrundfahrt macht oder wenn man mit dem Bus nach Suva will oder zu Reparaturen. Der Besuch f&#252;hlt sich gleich wohl, ist doch ein Swimmingpool vorhanden, im Ressort nebenan, und zwei Restaurants gibt es auch.</p>
<p><strong>Mamanuca Islands </strong></p>
<p>Ansonsten geht es raus in die Mamanuca Islands, zuerst nach Malolo Lailai. Das ist wirklich ein besonderer Ort. Man stelle sich ein kleines Inselchen vor, zweieinhalb Kilometer lang und einen Kilometer breit. Einen Airstrip, einen Golfplatz, Strand ringsum und drei Resorts und eine Marina. Die Marina geh&#246;rt zu dem Ressort Musket Cove <a href="http://www.musketcovefiji.com/">www.musketcovefiji.com</a> und bietet sowohl Moorings wie auch Stegpl&#228;tze mit Wasser und Strom, alles eingebettet in das Ressort mit Pool und Restaurant, Spar und Massagen. Und eben jener „Vier Dollar Bar“, die n&#228;chstes Jahr wohl 5 Dollar Bar hei&#223;en wird und das ist der Preis f&#252;r jedes Getr&#228;nk, au&#223;er man will etwas Teureres. Dort bekommt man kostenlos, Teller Bestecke, Servietten, Gew&#252;rze, Ketchup und Holz, dann macht man sein eigenes BBQ auf einem der von Mauern eingefassten Roste.</p>
<p>Im Laden kann man alles daf&#252;r kaufen, muss aber nicht. Alles, das sind auch die Steaks von dem bereits erw&#228;hnten Schlachter. Sonntags ist „come together“, es geh&#246;rt zum Pflichtprogramm zum BBQ zu erscheinen. F&#252;r 2 Dollar wird man zuvor Mitglied auf Lebenszeit im Musket Cove Yachtclub und erh&#228;lt somit das Recht anschreiben zu lassen, wo und was man will. Ob Restaurant, Bar, Kajakverleih, Massage, Laden f&#252;r Lebensmittel. Was immer, am Monatsende wird’s sowieso von der Kreditkarte abgezogen. Die einzelnen Bel&#228;ge erh&#228;lt man zur Abrechnung, bei uns hat immer alles gestimmt. Auf der Insel kann man sich v&#246;llig frei bewegen und auch die anderen Ressorts betreten bzw. auf den langen Str&#228;nden laufen. Die Benutzung des Pools in Musket Cove ist kostenlos. Es gibt auch eine F&#228;hre nach Denerau. Yachties mit Mitgliedsausweis zahlen 30,00 f&#252;r beide Strecken also zum Erkunden, Einkaufen und Bummeln auf nach  Nadi. Der Flieger kostet um die 60,00 Dollar. Der Besuch verl&#228;sst das Paradies mit dem traumhaften Eindruck, den diese Welt von oben bietet. Es geht direkt nach Nadi, wo der Flieger nach Hause wartet. Die vermutlich nicht ungl&#252;cklichen Gastgeber brauchen nicht mal mehr mit zum Flugplatz. Dazwischen war man nat&#252;rlich in der Mamanutha Gruppe unterwegs oder ist gar bis in die Yasawas gesegelt.</p>
<p><strong>Ausklarieren</strong>:</p>
<p>Irgendwann ist es dann soweit, man merkt es, es liegt was in der Luft, die Rede ist immer h&#228;ufiger von Wetterfenstern. Zuvor das Prozedere: Ausklarieren findet in Lautoka statt, und zwar mit der Yacht auf der dortigen Anchorage. Die Regelung ist international nicht in Ordnung, denn Yachten haben in einem kommerziellen Hafen nichts zu suchen, vor allem wenn f&#252;r sie keine speziellen Einrichtungen zum Anlanden vorhanden sind. Aber wir sind in Fiji und es ist nun mal so. Es gibt auch die M&#246;glichkeit das Schiff in Vuda Point zu lassen.</p>
<p>Wird man beim Ausklarieren, was nicht selten ist, gefragt wo das Schiff ist und man l&#252;gt, geht das oft gut, weil keiner nachschaut, wird man erwischt, kann es &#220;bel werden. Wir haben die Kira in Vuda Point gelassen und sind nicht gefragt worden. H&#228;tte man uns gefragt, h&#228;tten wir die Wahrheit gesagt und 180,- Fijis gel&#246;hnt und zwar f&#252;r die Kosten der Schiffsbesichtigung, die auch f&#228;llig sind, wenn das Schiff nicht besichtigt wird, was beim Ausklarieren fast nie vorkommt. Das reizvolle an Vuda Point ist, das man das Dinghi schon gut verstaut hat und nicht noch einmal die 10 Meilen nach Norden muss, sondern gleich nach S&#252;den zur Riffdurchfahrt laufen kann, kein Anker mehr runter und rauf usw.. Wer ausklariert hat, muss sofort raus, kein Anker darf mehr geworfen werden. Wir halten uns daran, aber nicht alle tun das. Das Risiko mag gering sein, doch so etwas wird immer mal wieder entdeckt und wenn dann die Regeln versch&#228;rft werden, beschweren sich die Yachties gleich &#252;ber das ganze Land. Wir sind G&#228;ste und haben uns den Regeln des besuchten Landes zu unterwerfen, wem das nicht passt, der kann ja wegbleiben.</p>
<p><strong>Das Wetterfenster von Fiji nach Neuseeland</strong></p>
<p>Zur Abfahrt braucht man ein Hoch, das ideale Hoch ist fast kreisrund und hat zwischen 1024 und 1030 Hektopascal, aber nicht mehr, sonst wird der S&#252;dostpassat zu stramm. Weniger ist auch nicht gut, denn dann ist es ein labiles Hoch und die Gefahr, dass sich innerhalb des Systems Tr&#246;ge bilden oder ein Tiefdrucksystem entwickelt, recht hoch. Also geht es mit guten Winden aus S&#252;dost los, die eine Tendenz zu Ost entwickeln sollten. Kommt man dem Kern n&#228;her, geht der Motor an, s&#252;dlich des Kerns erwarten einen Nordwestliche bis zum Schluss S&#252;dwestliche Winde, dann sollte man aber schon in der Abdeckung der Nordinsel sein. Entwickelt sich ein Hoch abschw&#228;chend zu einer Br&#252;cke von Ost nach West und st&#246;&#223;t das folgende Hoch nach, wird man sehr viel mehr motoren m&#252;ssen und kann nur mit schwachen umlaufenden Winden rechnen. Aber dar&#252;ber wird man zu gegebener Zeit noch genug h&#246;ren.</p>
<p>Zur Wetterbeobachtung nutzen wir, solange wir Internetzugang haben die Wetterkarten von:</p>
<p><a href="http://www.met.gov.fj/">www.met.gov.fj</a>  - Fiji Meteorological Service</p>
<p><a href="http://www.metvuw.com/">www.metvuw.com</a> - Ocean Weather Forecasts - James McGregor, NZ – 7 Tage</p>
<p><a href="http://www.metservice.com/">www.metservice.com</a>  - Neuseeland, Marine</p>
<p><a href="http://www.weather.noaa.gov/fax/hawaii.shtml#WIND">www.weather.noaa.gov/fax/hawaii.shtml#WIND</a></p>
<p><a href="http://www.prh.noaa.gov/hnl/graphics/stream_00.gif">www.prh.noaa.gov/hnl/graphics/stream_00.gif</a></p>
<p><a href="http://www.wetterzentrale.de/topkarten/fswaveur.html">www.wetterzentrale.de/topkarten/fswaveur.html</a> - Australien</p>
<p><a href="http://www.weathergram.blogspot.com/">www.weathergram.blogspot.com</a> – Bob Mcdavitt</p>
<p>Unterwegs holen wir uns die Wetterkarten von  Sailmail via Kurzwelle. Die Wetterdaten basieren auf dem Rechnermodell GFS – Global Forecast System – die Darstellung erfolgt in Grib files. GRIB steht f&#252;r &#8220;gridded binary&#8221; und ist ein von der Weltorganisation f&#252;r Meteorologie eingef&#252;hrtes Format zum Austausch von Wetterdaten. Die Wetterkarten sind gut lesbar, haben aber den Nachteil, dass keine Fronten dargestellt sind. Die Nadi Fleets und die w&#246;chentlichen  WEATHERGRAMS des ber&#252;hmten neuseel&#228;ndischen – „Wettergurus&#8221; Bob Mcdavitt  k&#246;nnen wir ebenfalls &#252;ber Sailmail abrufen. Streamline Analysis, SW Pacific Satellite Image, Wind, Wave Analysis und Wind, Wave Forecast  erhalten von NOOA Honolulu.</p>
<p>Frequenzen 9.980.60kHz, 11.088.10kHz und 16.133.10kHz.</p>
<p>Sendezeiten in UTC:</p>
<p>0555 + 1755 – Streamline Analysis</p>
<p>1154 + 2354 – Streamline Analysis</p>
<p>0649 + 1849 – SW Pacific Satellite Image</p>
<p>1248 + 0048 – SW Pacific Satellite Image</p>
<p>0740 + 1940 – Wind, Wave Analysis</p>
<p>0753 + 1953 – Wind , Wave 24 Stunden Forecast.</p>
<p>Wir sind Ende November 2009 mit einem idealen Wetterfenster nach Neuseeland gesegelt und liegen nach einer langen und spannenden Reisesaison, startklar in Opua, f&#252;r eine weitere Segelsaison im S&#252;dwestpazifik. Wir w&#252;nschen allen Seglern „Fair winds &amp; Happy sailing!</p>
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		<title>DAS WETTER WURDE 69 JAHRE ALT!</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jan 2009 01:45:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KvC</dc:creator>
		
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<p><a href="http://www.kira-von-celle.de/Logbuch/wp-photos/20090126-024511-1.jpg"><img src="http://www.kira-von-celle.de/Logbuch/wp-photos/thumb.20090126-024511-1.jpg" alt="TOTreffen (Medium).jpg" /></a></p>
<p>&#8220;Anna Maria&#8221; auf 10090 kHz, gibt es eine Meldung vorab und wie komme ich durch?? Es ist 20.00UTC und es ist Zeit bei Winfried einzuchecken. Seit Jahren schon t&#228;glich das gleiche Ritual und dann gibt es Wetter: Die Gro&#223;wetterlage im Pazifik,  das Regionale von Australien, den Salomonen &#252;ber Vanuatu, Neukaledonien, Fidschi, Tonga bis nach Neuseeland, gerne auch noch franz&#246;sisch Polynesien, die Cooks und Samoa. F&#252;r diejenigen die unterwegs sind, ist auch noch ein Routing drin. T&#228;glich &#252;ber eine Stunde Funk auf der 10090, danach auf der 14770, der 6464, der 4140 und zur&#252;ck auf 10090.</p>
<p>Schon Stunden vorher hat Ute auf der Anna Maria die Daten auf den Computern  gesammelt. Es wird ausgewertet, interpretiert und gemittelt.  Kaum ein Segler der nicht auf Frequenz ist und auf die geballte Ladung Wetterinformationen verzichtet. Wer die Anna Maria  mal nicht h&#246;rt, findet immer ein Relais.</p>
<p>Am 7. Januar wurde der Geburtstag von TO-Mitglied Winfried gro&#223;  gefeiert. 40 G&#228;ste, &#252;berwiegend TO-Mitglieder  genossen den schon traditionellen Schweinebraten bei Klaus und Erika in Paihia, unserem TO St&#252;tzpunktleiterehepaar. Bei  Null/achtel  Bew&#246;lkung und sommerlichen Temperaturen startete das  Fest, begleitet von Country und Rock Live - Musik, um 18.00 Ortszeit und endete nach Tanz und vielen Gespr&#228;chen unter einem klaren Sternenhimmel tief in der Nacht. Da hat  wohl selbst das Wetter gratulieren wollen.  <strong>Die Liste der feiernden TO- Mitglieder liest sich so:</strong><br />
Klaus und Erika - TO-St&#252;tzpunktleiter<br />
Winfried und Ute - SY Annamaria<br />
Walter- SY Cinderella<br />
Peter - SY Dakota<br />
Edmund - SY Felicitas<br />
Wolfgang und Gertrude - SY Golden Tilla<br />
Beate und Detlev - SY Kira von Celle<br />
Doris und Albin- SY Kiwi Kiwi<br />
Vera und Ernesto  - SY LiberTee<br />
Volker und Evelyn - SY Loh<br />
Renate und Helmut - SY Nukualofa<br />
Renate und Hartmut - SY Renahara<br />
Evi und Wolfgang - SY Sleipnier<br />
Sylvia und Michael- SY Tanoa<br />
Maja und Axel - SY Tulivej<br />
Andrea - SY Vivaci<br />
G&#252;nter und Ute- SY Y-Not<br />
Wenn so viele TO-Mitglieder zusammenkommen, dann wird nat&#252;rlich auch &#252;ber den TO gesprochen. Einige diskutierten vor allem &#252;ber ein Schreiben unseres Vorsitzenden Herrn<br />
<!--[if gte mso 9]&amp;gt;     Normal   0   21         false   false   false                             --><!--[if gte mso 9]&amp;gt;     --> <!--  /* Font Definitions */  @font-face 	{font-family:Calibri; 	mso-font-alt:"Century Gothic"; 	mso-font-charset:0; 	mso-generic-font-family:swiss; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:-1610611985 1073750139 0 0 159 0;}  /* Style Definitions */  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-parent:""; 	margin-top:0cm; 	margin-right:0cm; 	margin-bottom:10.0pt; 	margin-left:0cm; 	line-height:115%; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:11.0pt; 	font-family:Calibri; 	mso-fareast-font-family:Calibri; 	mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-language:EN-US;} @page Section1 	{size:612.0pt 792.0pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:36.0pt; 	mso-footer-margin:36.0pt; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} --> <!--[if gte mso 10]&amp;gt;   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-ansi-language:#0400; 	mso-fareast-language:#0400; 	mso-bidi-language:#0400;}  -->Bernd Luetgebrune an die TO-St&#252;tzpunktleiter. Auch wir sind der Meinung,  dass es lohnt dar&#252;ber nachzudenken  und stellen den Text hier vor.  Unser Dank gilt vor allem Klaus und Erika die wieder einmal ihr traumhaftes Anwesen zur Verf&#252;gung stellten, um den TO-Mitgliedern und anderen G&#228;sten einen geeigneten Platz anzubieten, ohne den ein solch gelungenes Fest nicht zustande kommt.<br />
<strong>Der TO Vorsitzende schrieb am 11.Dez.2008</strong><br />
An die St&#252;tzpunkte<br />
Liebe St&#252;tzpunktleiterinnen, liebe St&#252;tzpunktleiter<br />
Verzeihen Sie mir zun&#228;chst, dass ich nicht jeden pers&#246;nlich anspreche, bei 190 St&#252;tzpunkten, die &#8220;Trans-Ocean&#8221; derzeit rund um die Weil hat, ist dies mit ehrenamtlicher Arbeit - von der Sie ja eine Menge verstehen - nicht machbar.<br />
Auch wenn wir Ihnen in diesem Jahr kein Pr&#228;sent &#252;bersenden k&#246;nnen, haben wir doch nicht vergessen, dass Sie ein ganz wesentliches Element des Vereins sind und wollen Ihnen auch auf diesem Wege Dank sagen f&#252;r Ihren Einsatz, Ihre Hilfsbereitschaft und Ihnen ein frohes besinnliches Weihnachtsfest und ein gl&#252;ckliches, erfolgreiches und insbesondere gesundes neues Jahr w&#252;nschen.</p>
<p>Ihr Erfolg ist dabei nat&#252;rlich immer ein Gewinn f&#252;r unsere Segler, die gro&#223;e Familie, die dem &#8220;Trans-Ocean&#8221; angeh&#246;ren!<br />
Ich m&#246;chte die Gelegenheit aber auch benutzen, Sie zu bitten, mit darauf zu achten, dass die Yachten und Besatzungen, die Ihre Hilfe als &#8220;TO&#8221;- St&#252;tzpunkt in Anspruch nehmen, auch zum Verein geh&#246;ren, also insbesondere einen TO-Standerschein vorweisen k&#246;nnen.<br />
Dies, um es Nichtmitgliedern zu erschweren, Ihre f&#252;r TO aufgewandte Zeit zu belegen, aber auch zu Ihrem ganz eigenen Schutz und in Ihrem eigenen Interesse: F&#252;r Hilfeleistungen, Dienstleistungen, die Sie gegen&#252;ber Vereinsangeh&#246;rigen als TO-Mitglieder erbringen, die also im Vereinsverband erfolgen, gilt ein anderer Haftungsma&#223;stab, als wenn die gleichen Leistungen Dritten gew&#228;hrt werden.<br />
Im Vereinsverband haftet jeder grunds&#228;tzlich nur f&#252;r die Sorgfalt, die er in eigenen Angelegenheiten zu beachten pflegt. (Diligentia quam in Suis), gegen&#252;ber Dritten gilt ein anderer, ein objektiver Haftungsma&#223;stab f&#252;r Sorgfaltspflichten.<br />
Ich wei&#223;, dass diese juristischen Hinweise Sie vielleicht &#252;berraschen, gerade in einer Weihnachts- und Neujahrsbotschaft, bin aber sicher, dass Sie diese Grundlagen kennen sollten, um Ihren segensreichen Einsatz f&#252;r den Verein und seine Mitglieder auch rechtlich f&#252;r Sie zum Erfolg und zur Freude werden lassen und Ihnen keinen Kummer bereitet.<br />
In diesem Sinne also noch einmal ein gutes, erfolgreichen neues Jahr 2009, viele Anl&#228;ufe von freundlichen dankbaren Yachten und Besatzungen des &#8220;Trans-Ocean&#8221; w&#252;nscht<br />
B. Luetgebrune</p>
<p><strong>Der obenstehende Bericht wurde dem Trans-ocean mit nachfolgendem Schreiben &#252;bermittelt:</strong></p>
<p><!--[if gte mso 9]&amp;gt;     Normal   0   21         false   false   false                             --><!--[if gte mso 9]&amp;gt;     --> <!--  /* Font Definitions */  @font-face 	{font-family:Calibri; 	mso-font-alt:"Century Gothic"; 	mso-font-charset:0; 	mso-generic-font-family:swiss; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:-1610611985 1073750139 0 0 159 0;}  /* Style Definitions */  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-parent:""; 	margin-top:0cm; 	margin-right:0cm; 	margin-bottom:10.0pt; 	margin-left:0cm; 	line-height:115%; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:11.0pt; 	font-family:Calibri; 	mso-fareast-font-family:Calibri; 	mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-language:EN-US;} @page Section1 	{size:612.0pt 792.0pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:36.0pt; 	mso-footer-margin:36.0pt; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} --> <!--[if gte mso 10]&amp;gt;   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-ansi-language:#0400; 	mso-fareast-language:#0400; 	mso-bidi-language:#0400;}  --></p>
<p>Lieber Helmut,</p>
<p>wir w&#252;nschen Dir ein frohes und gesundes Jahr 2009. Im April werden wir f&#252;r einige Wochen in Deutschland sein und w&#252;rden uns freuen Dich auf eine Tasse Kaffee besuchen zu d&#252;rfen. Schreibe uns doch bitte Deine Adresse und eine Telefonnummer. Der beiliegende Bericht liegt uns am Herzen, um die zu ehren, die auch ehrenamtlich mehr leisten als &#252;blich ist. Winfried ist mit seinem Wetternetz f&#252;r die Segler im westlichen Pazifik praktisch nicht zu ersetzen und Klaus tr&#228;gt auf seine Weise dazu bei unseren Zusammenhalt zu festigen.  Wir haben den Abend auch genutzt um &#252;ber das erw&#228;hnte Schreiben zu sprechen, das die Segler besonders zur Kenntnis genommen haben, denen auch das Vereinsleben des TO etwas bedeutet. Wir stehen mit einigen TO-St&#252;tzpunktleitern im nicht europ&#228;ischen Ausland in Verbindung und wagen daher zusammenzufassen, dass der Brief nicht in allen Einzelheiten verstanden wurde. Gerne w&#252;rden wir  Herrn Luetgebrune direkt ansprechen, doch dieser Weg ist vermutlich erfolglos, nachdem der Vorsitzende unser letztes mail g&#228;nzlich unbeantwortet gelassen hat und wir nicht einmal einen Eingangshinweis des Sekretariats bekamen.</p>
<p>Der Hinweis auf die besondere Haftungslage im Vereinsverband ist f&#252;r Deutschland sicherlich richtig und mag auch in Europa auf dem Wege der Vereinheitlichung sein. Dies gilt aber mit Sicherheit nicht f&#252;r das &#252;brige Ausland, insbesondere nicht f&#252;r die L&#228;nder der zweiten und dritten Welt. Das hie&#223;e, dass  der Vorsitzende stets von einem Gerichtsstand in Deutschland ausgeht, egal wo auf der Welt ein Problem zwischen einem TO St&#252;tzpunktleiter  und einem Mitglied zu verhandeln w&#228;re.  Es ist zur Kenntnis zu nehmen , dass viele &#252;berseeische L&#228;nder von einem so fein strukturierten Rechtssystem wie in Deutschland weit entfernt sind und wenn sie es h&#228;tten von Verbreitung und Anwendung keine Rede sein kann.  Hier ist jetzt mehr Aufkl&#228;rung n&#246;tig als vor dem Schreiben.</p>
<p>Der Hinweis an die TO-St&#252;tzpunktleiter, die Mitgliedschaft der sie kontaktierenden (TO) Yachten zu beachten, hat das Zeug heftige Reaktionen auszul&#246;sen. Es wird betont, dass vor allem der Standerschein die Mitgliedschaft dokumentiert. Unser Standerschein ist im August 2007 abgelaufen, wir waren seit dieser Zeit nicht in Deutschland um ihn zu erneuern. Wir sind auf Reisen und wollen uns nicht einengen lassen, indem wir irgendwo warten um einen neuen Standerschein der mit irgendeiner entweder teuren oder unzuverl&#228;ssigen Post vielleicht abgeschickt wird. Das gleiche Problem haben wir mit dem j&#228;hrlich neuen Nachweis zur Haftpflichtversicherung. Da lassen wir uns eine e-mail schicken, wenn notwendig. Den Eigentumsnachweis f&#252;r die Yacht liefern wir durch unseren Eintrag in das Seeschifffahrtsregister. Der TO bucht unseren Jahresbeitrag f&#252;r zwei Personen regelm&#228;&#223;ig ab und wenn die vor ca. 20 Jahren von Beate Schmandt begr&#252;ndete Mitgliedschaft nicht   bei der Einrichtung der EDV beim TO f&#252;r „verloren gegangen“ w&#228;re und neu beantragt werden musste, h&#228;tte sie fr&#252;her das Anrecht auf eine dieser Ehrennadeln.</p>
<p>Stattdessen d&#252;rfen wir uns jetzt erst mal nicht mehr als Mitglieder ansehen. D&#252;rfen wir dann noch f&#252;r den TO schreiben?  Polemik beiseite, das Thema Standerschein geh&#246;rt behandelt, aber sicher nicht so, auf diesem Weg gibt es keinen Erfolg, da sind wir sicher. In den Gespr&#228;chen mit TO Seglern wird klar, dass die engagierten unter ihnen beim Nachdenken &#252;ber diesen Hinweis Best&#252;rzung empfinden und  vielen TO-St&#252;tzpunktleitern  geht es wohl &#228;hnlich. Der Vorsitzende hat recht, wenn er den St&#252;tzpunktleitern freundliche und dankbare Yachten w&#252;nscht und so denken die  w i r k l i c h  ehrenamtlichen TO-St&#252;tzpunktleiter auch. Dann ist es aber f&#252;r die TO-St&#252;tzpunktleiter, um die es dem Vorsitzenden ja geht, vermutlich von geringer  Bedeutung, ob da nun ein g&#252;ltiger Standerschein vorhanden ist, oder nicht. Es gelingt  offensichtlich nicht die lange schon vorhandenen Unterschiede in der Vereinssicht zwischen Seglern und dem Vorstand abzubauen.  Wer sich auskennt, staunt &#252;ber die Art der Adressverwaltung, auf die der Vorsitzende in seinem ersten Satz Bezug nimmt. Es gibt  schlichte Programmierungen, die bei Serienbriefen f&#252;r die richtige Anrede und die Eingaben der Anschrift im Briefkopf sorgen, gesucht wird ein kundiger Anwender. Kann denn da nicht mal jemand helfen?</p>
<p>Viele liebe Gr&#252;&#223;e aus dem sonnigen Opua, Bay of Islands, Neuseeland.                                                                                                                                          Beate und Detlev Schmandt</p>
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		<title>SY Kira von Celle - unsere Besuche bei den Trans-ocean St&#252;tzpunktleitern</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Jan 2009 06:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
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Ausgel&#246;st durch das Weihnachtsschreiben unseres Vorsitzenden erinnern wir uns an unseren seit Jahren schwelenden Eindruck, dass wir, die Segler, die TO-St&#252;tzpunktleiter und der Vorstand unseres Vereins m&#246;glicherweise nicht genug voneinander wissen. Es gibt 190 St&#252;tzpunkte, schrieb der Vorsitzende, wir kennen nur einen Bruchteil davon und &#252;ber diese Begegnungen wollen wir berichten.  Zun&#228;chst ist ein [...]]]></description>
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<p>Ausgel&#246;st durch das Weihnachtsschreiben unseres Vorsitzenden erinnern wir uns an unseren seit Jahren schwelenden Eindruck, dass wir, die Segler, die TO-St&#252;tzpunktleiter und der Vorstand unseres Vereins m&#246;glicherweise nicht genug voneinander wissen. Es gibt 190 St&#252;tzpunkte, schrieb der Vorsitzende, wir kennen nur einen Bruchteil davon und &#252;ber diese Begegnungen wollen wir berichten.  Zun&#228;chst ist ein TO-St&#252;tzpunkt eine Adresse im TO-Heft. Wer und was sich dahinter verbirgt wird erst deutlich, liest man Reiseberichte im TO-Heft. Unterwegs erh&#228;lt man Informationen von anderen Seglern am Steg, am Funk, per mail. Besucht man dann die TO-St&#252;tzpunkte wird einem bewusst, das sie unterschiedlicher nicht sein koennten.</p>
<p>Da der St&#252;tzpunkt Porto Santo bedauerlicherweise nicht besetzt war, lernten wir auf Lanzarote als ersten TO-St&#252;tzpunktleiter Erhard Granicky kennen. Seine Einladung in der Vorweihnachtszeit 2004 zum Bratapfel mit Gl&#252;hwein in lustiger Seglerrunde werden wir nicht  vergessen. Wegen einer schweren Krankheit von Beate blieben wir 11 Monate in der Marina Rubicon. Wir haben uns &#246;fter am Steg zum Kloenen getroffen. Sein Mitgefuehl und das seiner Frau haben mir sehr geholfen, da Beate in Deutschland im Krankenhaus lag.  Erhard hat f&#252;r sein Engagement beim TO keinen geschaeftlichen Hintergrund, er ist TO-St&#252;tzpunktleiter und Segelkamerad von Herzen. Eine Dienstleistung haben wir meiner Erinnerung nach von ihm nicht erbeten, Marina und Serviceumfeld waren gut ausgepraegt.</p>
<p>Auf Gomera blieben wir ohne Kontakt zum TO-Stuetzpunkt.  Danach trafen wir Karl-Heinz Lange. Wir wollten nicht auf die Kapverden, nicht nach Sal. Es waren Segelfreunde vom TO, die uns per Funk baten unbedingt zu kommen und eine gr&#246;&#223;ere Menge Zahnkitt aus Gomera mitzubringen. Karl Heinz hatte darum gebeten,  der Zahnarzt der Insel brauchte das f&#252;r Bed&#252;rftige, die kein Geld hatten daf&#252;r zu bezahlen, und Karl-Heinz brauchte es dringend, hatte er doch seine Best&#228;nde l&#228;ngst verteilt. Es war eine gute Entscheidung das Zahnkitt nach Sal zu bringen. Wir lernten einen v&#246;llig  uneigennuetzig handelnden TO-St&#252;tzpunktleiter kennen der, selber nicht mit Reichtuemern gesegnet,  gab,  was er hatte und in der Dorfgemeinschaft wegen seines sozialen Engagements hoch angesehen ist. Er ist mit uns jeden Weg durch das Dorf gegangen, zum Einklarieren, zum Einkaufen, zum  Wasserholen. Sind wir mal an einem Laden vorbei gekommen, hielt er auch gerne an um mit uns einen Rumpunsch zu trinken.  Wir haben Kleidung, Verbandsmaterial und Medikamente gespendet und &#252;ber den TO und Intermar die Segler aufgerufen  Medikamente und vieles Andere  zum “Carlos” nach Sal zu schaffen.  Sein Haus war stets offen, klingeln und eintreten, und es war nie verkehrt eine Flasche Roten dabei zu haben. Ein Ort f&#252;r Seelen.</p>
<p>Henny Kusters ist St&#252;tzpunktleiter des TO auf Sao Nicolau. Auch er ist sozial engagiert. In seinem „Restaurant“ was auch sein Wohnzimmer ist, wird unter einem  Kronleuchter gro&#223; aufgetischt. Henny bildet junge M&#228;nner zu K&#246;chen, Kellnern und Reiseleitern aus. Wir haben mit ihm einen Tag verbracht, die Insel kennen gelernt, gut zu Mittag gegessen und am Abend ein f&#252;nf g&#228;ngiges Men&#252;  genossen. Es war hervorragend zubereitet und  stilvoll serviert. Henny ist f&#252;r uns ein Original, einer, den es nicht zweimal gibt. Er war bestens bekannt bei den Indios im Hochland, kannte vor allem die Flora  perfekt, und wo uns in den Sandalen die F&#252;&#223;e weh taten, lief Henny barfu&#223; herum.  Er hat auch die Besten Kontakte zu den Beh&#246;rden und ist bem&#252;ht den Hafen sauber zu halten von den Kinder-Gangs. Es war ein teurer Tag, aber wir wussten, dass er das Geld in sein Projekt steckt.  Zum Ausklang sa&#223;en wir auf seiner Terrasse direkt am Meer, einen guten Rum im Glas und h&#246;rten den Erz&#228;hlungen aus seinem Leben zu. &#220;ber den TO wurde nicht gesprochen.</p>
<p>In der Karibik haben wir die St&#252;tzpunkte  auf Martinique, St. Lucia, Union Islands, Grenada und Bequia nicht aufgesucht. Wir waren schnell unterwegs und kannten die Inseln von etlichen Chartert&#246;rns. Leider sahen wir damals keine M&#246;glichkeit als TO-Mitglieder den TO-Stander auf einem Charterschiff zu setzen, schade.</p>
<p>Sint Maarten war neu f&#252;r uns und wir brauchten technische Hilfe, ein Hol out, die Schraube musste verstellt werden, zu schwer waren wir inzwischen f&#252;r den alten Steigungswinkel. Michael  Glatz hat   den Kontakt zu einem Techniker hergestellt und zur Werft. Wir haben uns bei ihm wohlgef&#252;hlt, waren fast jeden Abend zur„Happy-hour“ und zum Dinner in seinem Lokal, haben unsere W&#228;sche in seinem Salon waschen lassen, und ein Auto von Ihm zum Sondertarif gemietet. Wir sind Ihm und er uns nichts schuldig geblieben.</p>
<p>Den Sommer des Jahres 2006 haben wir auf Trinidad in Chaguarama verbracht.  Trinidad zeigt dem Segler viele h&#246;chst unterschiedliche Gesichter. Ist man erst mal einklariert, wird man mit Informationen &#252;berhaeuft. Das „Boaters Directory“ ist ein umfangreicher  F&#252;hrer  zu allem, was den Skipper in Chaguaramas interessieren k&#246;nnte. Nat&#252;rlich gibt es jeden morgen ein VHF-Netz und zahlreiche Happy-hours am Abend, gespickt mit Informationen. Erst als wir nach einigen Tagen uns etwas auskannten, besuchten wir  den TO-St&#252;tzpunktleiter Andreas Kretzmar in seinem Gesch&#228;ft f&#252;r Electronic. Wir hatten einen Auftrag, den nur er erledigen konnte. Wir haben danach mehrmals  bei einem Drink nach Feierabend zusammengesessen und viel erfahren &#252;ber Trinidad und Tobago. Er ist ein exzellenter  Kenner der lokalen Probleme. Wir vertraten unterschiedliche Auffassungen zur Kriminalitaetslage. F&#252;r Andreas war vieles l&#228;ngst Normalit&#228;t, was auf uns Segler wie ein Schock wirkte. Durch diese Gespr&#228;che wurde aber unser Verst&#228;ndnis f&#252;r das Land und seine Probleme gest&#228;rkt.  Einige Statements der vergangenen Jahre, die Andreas im TO ver&#246;ffentlicht hat, kennen wir und sie sollten ernst genommen werden. Wir haben in seinem Stammlokal bei der Tropical Marina einmal einen Abend organisiert, an dem ca. 18 TO-Segler zusammenkamen, da war  auch  er ein wenig stolz darauf. Wir sind ihm und er uns nichts schuldig geblieben.</p>
<p>Cartagena darf man auf der Reise nach Westen nicht auslassen und Manfred Alwardt war da, bevor wir &#252;berhaupt angekommen waren.  Via sailmail haben wir ihm unsere Schiffs-und Personendaten &#252;bermittelt und die Einklarierung war vorbereitet. Manfred nimmt daf&#252;r Geld, er ist ein Agent. Seine Dienste stehen jedem Segler zur Verf&#252;gung, egal in welchem Verein und von welcher Nationalit&#228;t er ist. Wer seine Dienste nicht in Anspruch nehmen will  und einen Tag mit Beh&#246;rdeng&#228;ngen verleben will, den ber&#228;t er trotzdem und kostenlos. Wir haben seine Dienste auch anderweitig in Anspruch genommen. Er hat uns durch die Stadt gefahren auf der Suche nach Ersatzteilen. Wir waren mit Ihm beim Segelmacher, beim Schlosser und wohl auch an der Bar. Wenn wir mit Ihm im Yachtclub verabredet waren,  dann war P&#252;nktlichkeit  nicht  das oberste Ziel. Wir sind in einem fremden Land und  Manfred  ist dort zu Hause. Sein Rhythmus ist kolumbianisch und wir sind die G&#228;ste. Wir haben uns fair behandelt und sind als gute Bekannte auseinandergegangen.</p>
<p>Es sollte fast  1 1/2 Jahre dauern bis zum n&#228;chsten Kontakt, zum TO-St&#252;tzpunkt Panama. Wir haben Herrn Beume nie kennengelernt. Sein Lokal mit fr&#228;nkischer Kueche wird von einem Gesch&#228;ftsfuehrer geleitet, er soll nur noch selten anzutreffen sein. Wir haben uns einmal einen nicht ganz billigen Abend mit Bratkartoffeln, fr&#228;nkischer Wurst und deutschen Bieren geleistet, es war f&#252;r uns etwas Besonderes. Erst, als wir l&#228;ngst auf dem Weg zu den Gambier Islands  waren, hat uns Herr Beume  einen gro&#223;en Gefallen getan. Es gab ein Missverstaendnis  bez&#252;glich der Kaution f&#252;r die Kanalpassage. Herr Beume hat dies Dank seiner guten Verbindungen und seiner der Mentalit&#228;t des Landes angepassten Hartn&#228;ckigkeit kl&#228;ren k&#246;nnen.</p>
<p>Der bekannteste TO-St&#252;tzpunktleiter im Jahr 2008 im Pazifik, war Herr Johnny Romero. Kein Tag verging, an dem sein Name nicht auf dem Netz von G&#252;nter/Contadora fiel. Er ist auch ein Hafenagent, nur fair-play war nicht seine Sache. Wir haben ihn nie getroffen und er ist nicht mehr TO-St&#252;tzpunktleiter, beides ist gut.</p>
<p>Was wir jetzt &#252;ber Fritz Didier Schmack schreiben, den TO-St&#252;tzpunktleiter in Rikitea-Gambier, daf&#252;r haben wir sein Einverst&#228;ndnis.  Fritz Didier Schmack ist das, was wir kauzig  nennen, und er ist alkoholkrank und er ist sich dar&#252;ber voll bewusst. Beate hat &#252;ber drei Tage mit ihm zusammengesessen und seine Lebensschilderung  aufgeschrieben und darf dar&#252;ber schreiben. Fritz hat das sehr gerne getan, es war f&#252;r Ihn eine M&#246;glichkeit &#252;ber sein Leben zu sprechen, wir haben ihn ernst genommen, er hat das gesp&#252;rt. In den Nachkriegswirren begann seine Odyssee durch Deutschland und Frankreich, auf der Suche nach Familie und Halt. Beides hat er nicht gekannt und erst sehr sp&#228;t und nur f&#252;r kurze Zeit gefunden, als er in Rikitea eine Einheimische heiratete und mit ihr sechs Kinder zeugte. F&#252;nf leben noch, aber seine Frau ist gestorben und dar&#252;ber ist er bis heute nicht hinweggekommen.  Sein Leben wurde bestimmt von der franz&#246;sischen Fremdenlegion und die Zeiten waren rau. Es war die Legion, die die Infrastruktur f&#252;r die Atombombenatolle Frankreichs im Pazifik zu errichten hatte. Fritz ist dabei gewesen und h&#228;ngen geblieben. Heute lebt er von einer kleinen Pension, die er vor allem f&#252;r seine Krankheit ausgibt. Er wohnt in einem einfachen Holzhaus direkt am Meer. Er freut sich &#252;ber Besuch, vor allem am Vormittag, sp&#228;ter geht das oft nicht mehr. Segler waschen ihre W&#228;sche in seiner Waschmaschine, ein kleines, sehr kleines Gesch&#228;ft. Fritz ist in Rikitea sozial isoliert, er ist nicht beliebt. Nur ein paar Freunde aus alten Zeiten,  seit ca. 17 Jahren ist Fritz in Rikitea, besuchen  ihn noch. Und dann sind da ein paar Segler die sich Zeit f&#252;r Ihn nehmen, die anderen wollen nur mal schnell die W&#228;sche waschen und ein paar Pampelmusen und Zitronen aus seinem wilden Garten nehmen. Der Umgang mit ihm ist nicht leicht und er wei&#223; das. Sieht man ihn vor dem Hintergrund seiner Herkunft und seines Schicksals,  ist da der Mensch Fritz, einer wie DU und ich. Wir freuen uns, dass er beim TO ist, es macht ihn stolz. Wer dort hinsegelt, sollte ihm unbedingt eine CD mit alter deutscher Volksmusik  (Schunkellieder) mitbringen.</p>
<p>Ohne weitere Kontakte zu TO-St&#252;tzpunkten im Pazifik  ging es nach Opua, Bay of Islands, Neuseeland. Hier haben wir Klaus und Erika Wesche kennengelernt. Klaus backt Holzofenbrot, zweimal in der Woche kann man es zu &#252;blichen Preisen kaufen, nur das es viel besser ist,  als alles andere was hier Brot genannt wird. Er h&#228;lt gerne Kontakt zu den Seglern, die sich hier oft  sechs Monate im Sommer aufhalten. Seine Schweinebratenessen sind schon legend&#228;r und so einige Partys werden auf seinem Grundst&#252;ck gefeiert und Erika und Klaus feiern gerne mit. Wieder einmal brauchen wir einen TO St&#252;tzpunktleiter als Informanten eher selten. Alle verf&#252;gbaren Informationen sind vorhanden. Das &#252;bliche VHF Netz, Segler, die seit Jahren im S&#252;dwestpazifik unterwegs sind, das Internet. Rund um die Marina gibt es H&#228;ndler f&#252;r Bootszubeh&#246;r und alle Gewerke, die mit dem Sportboot zu tun haben, wir sind in Neuseeland. Aber ohne Erika und Klaus w&#252;rde uns etwas fehlen und nat&#252;rlich kann jedes TO- Mitglied (oder doch nicht jedes?) Post und Pakete nach Absprache an Klaus schicken. Es kommt nur nicht mehr so oft vor.</p>
<p>Es gab aber noch einen Kontakt zu einem Trans-ocean St&#252;tzpunkt. Wir erw&#228;hnen den erst an dieser Stelle, weil er eigentlich  ganz am Anfang gestanden h&#228;tte und seine Schatten auf unseren Bericht geworfen h&#228;tte. Es war der erste Kontakt unserer Reise und es war der TO-St&#252;tzpunkt Cuxhaven. Am 03.08.2004 haben wir  im Sekretariat unseren Standerschein abgeholt und uns f&#252;r die lange Reise verabschiedet, wir waren dort ca. 45 Minuten. Es hat gehei&#223;en, das sich noch jemand am Steg bei uns meldet um uns gute Fahrt zu w&#252;nschen. Dies geschah nicht. Im n&#228;chsten TO-Heft wurde ein kurzer Artikel &#252;ber unsere Reise ver&#246;ffentlicht, mit dem Hinweis das man seitens des TO entt&#228;uscht ist, das wir uns nicht auf der Gesch&#228;ftsstelle gemeldet h&#228;tten und man die Information &#252;ber unsere Abfahrt aus den Cuxhavener Nachrichten h&#228;tte entnehmen m&#252;ssen. Man schrieb, das es uns nicht Wert gewesen sei, den TO-St&#252;tzpunkt Cuxhaven zu besuchen.  Das kam f&#252;r uns einer &#246;ffentlichen Hinrichtung gleich. Wir haben unverz&#252;glich protestiert und um eine Gegendarstellung gebeten. Der nun eher kleinlaute Redakteur hat sich bei uns entschuldigt und uns gebeten  auf eine &#246;ffentliche Richtigstellung zu verzichten, da das dem Ansehen des Trans-ocean abtr&#228;glich sei. Wir haben  eingewilligt, glaubten wir doch zu der Zeit noch, unterm Teppich sein nichts los.</p>
<p>Wir m&#246;chten hier einmal die Anregung des Vorsitzenden Bernd Luetgebrune an die Trans-ocean St&#252;tzpunktleiter betrachten, auf das Vorhandensein einer Mitgliedschaft, insbesondere  eines  Standerschein,  zu  achten. Wir bekommen das in unsere Begegnungen nicht so recht eingebracht. Die Adressen der TO-St&#252;tzpunkte stehen im Internet, sind allgemein zug&#228;nglich. Die St&#252;tzpunktleiter werden sich die Entscheidung dar&#252;ber, wie sie mit Seglern umgehen nicht aus der Hand nehmen lassen, wo doch auch etliche wirtschaftlichen Nutzen aus den Begegnungen ziehen.  So nehmen wir an, dass der besagte Hinweis eher kontraproduktiv war und die Stimmung belastet. Es geh&#246;rt nach wie vor zum guten Ton, Mitglied im Trans-ocean zu sein. Fast alle Pazifiksegler auf dem Weg von Panama nach Westen zeigten im vergangenen  Jahr den TO-Stander.  Das ist gut und damit kann man die Sache auf sich beruhen lassen. F&#252;r zus&#228;tzliche Kontrollen fehlen schlicht die Voraussetzungen.</p>
<p>Der Vorsitzende Herr Bernd Luetgebrune betont in seinem Schreiben an die TO-St&#252;tzpunktleiter, das es ihm um deren Schutz und deren Interesse geht, wenn es  Nichtmitgliedern  erschwert wird ihre TO-Zeit zu besetzen. Dann geht es also nicht um die Sicherstellung von Einnahmen. Das ist erfreulich.</p>
<p>Nat&#252;rlich k&#246;nnen wir nicht wissen, ob es z.B. im Mittelmeer oder anderen Revieren Probleme zwischen Seglern, TO-St&#252;tzpunktleitern und dem Verein gibt.  W&#252;rde das dann auch im TO-Heft stehen?</p>
<p>Wir w&#252;rden uns &#252;ber weitere  Berichte freuen und hoffen nicht unfair gewesen zu sein.</p>
<p><strong>Der Trans-ocean Vorsitzende Herr Bernd Luetgebrune schrieb am 11.Dez.2008 folgenden Brief:</strong></p>
<p>An die St&#252;tzpunkte</p>
<p>Liebe St&#252;tzpunktleiterinnen, liebe St&#252;tzpunktleiter</p>
<p>verzeihen Sie mir zun&#228;chst, dass ich nicht jeden pers&#246;nlich anspreche, bei 190 St&#252;tzpunkten, die“Trans-Ocean“ derzeit rund um die Welt hat, ist dies mit ehrenamtlicher Arbeit – von der Sie ja eine Menge verstehen – nicht machbar.</p>
<p>Auch wenn wir Ihnen in diesem Jahr kein Pr&#228;sent &#252;bersenden k&#246;nnen, haben wir doch nicht vergessen, dass Sie ein ganz wesentliches Element des Vereins sind und wollen Ihnen auch auf diesem Wege Dank sagen f&#252;r Ihren Einsatz, Ihre Hilfsbereitschaft und Ihnen ein frohes besinnliches Weihnachtsfest und ein gl&#252;ckliches, erfolgreiches und insbesondere gesundes neues Jahr w&#252;nschen.</p>
<p>Ihr Erfolg ist dabei nat&#252;rlich immer ein Gewinn f&#252;r unsere Segler, die gro&#223;e Familie, die dem „Trans-Ocean“ angeh&#246;ren!</p>
<p>Ich m&#246;chte die Gelegenheit aber auch benutzen, Sie zu bitten, mit darauf zu achten, dass die Yachten und Besatzungen, die Ihre Hilfe als „TO“-St&#252;tzpunkt in Anspruch nehmen, auch zum Verein geh&#246;ren, also insbesondere einen TO-Standerschein vorweisen k&#246;nnen.</p>
<p>Dies, um es Nichtmitgliedern zu erschweren, Ihre f&#252;r TO aufgewandte Zeit zu belegen, aber auch zu Ihrem ganz eigenen Schutz und in Ihrem eigenen Interesse: F&#252;r Hilfeleistungen, Dienstleistungen, die Sie gegen&#252;ber Vereinsangeh&#246;rigen als TO-Mitglieder erbringen, die also im Vereinsverband erfolgen, gilt ein anderer Haftungsma&#223;stab, als wenn die gleichen Leistungen Dritten gew&#228;hrt werden.</p>
<p>Im Vereinsverband haftet jeder grunds&#228;tzlich nur f&#252;r die Sorgfalt, die er in eigenen Angelegenheiten zu beachten pflegt. (Diligentia quam in Suis), gegen&#252;ber Dritten gilt ein anderer, ein objektiver Haftungsma&#223;stab f&#252;r Sorgfaltspflichten.</p>
<p>Ich wei&#223;, dass diese juristischen Hinweise Sie vielleicht &#252;berraschen, gerade in einer Weihnachts- und Neujahrsbotschaft, bin aber sicher, dass Sie diese Grundlagen kennen sollten, um Ihren segensreichen Einsatz f&#252;r den Verein und seine Mitglieder auch rechtlich f&#252;r Sie zum Erfolg und zur Freude werden lassen und Ihnen keinen Kummer bereitet.</p>
<p>In diesem Sinne also noch einmal ein gutes, erfolgreichen neues Jahr 2009, viele Anl&#228;ufe von freundlichen dankbaren Yachten und Besatzungen des „Trans-Ocean“ w&#252;nscht</p>
<p>B. Luetgebrune</p>
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		<title>35 Grad 18 Minuten S&#252;d und 174 Grad 07 Minuten Ost !!!!</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Dec 2008 04:26:08 +0000</pubDate>
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		<title>9 Wochen Segelspa&#223; im K&#246;nigreich von Tonga</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Nov 2008 03:57:02 +0000</pubDate>
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		<title>Was bedeutet eigentlich Faa Samoa?</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Sep 2008 03:37:11 +0000</pubDate>
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		<title>Tahiti, Moorea, Huahine, Taaha &#38; Bora Bora – die Stars der Touristikmanager !</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Aug 2008 03:00:35 +0000</pubDate>
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		<title>Tuamaotus – S&#252;dseetr&#228;ume unterm Kreuz des S&#252;dens</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Jun 2008 03:45:11 +0000</pubDate>
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Die Tuamotus, auf dem &#220;bersegler sehen sie aus wie Stecknadelk&#246;pfe, sind winzige Atolle in den endlosen Weiten des Pazifiks. Wir haben gro&#223;en Respekt vor diesem Revier und haben intensiv die Pilotb&#252;cher und die nautische Literatur studiert. Diese Atolle sind im Ozean versunkene Vulkane, auf deren Kraterr&#228;ndern Korallen wachsen bis sie die Wasseroberfl&#228;che erreichen. Eine [...]]]></description>
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<p><a href="http://www.kira-von-celle.de/Logbuch/wp-photos/20081204-044511-1.jpg"><img src="http://www.kira-von-celle.de/Logbuch/wp-photos/thumb.20081204-044511-1.jpg" alt="Anse 0690.jpg" /></a></p>
<p>Die Tuamotus, auf dem &#220;bersegler sehen sie aus wie Stecknadelk&#246;pfe, sind winzige Atolle in den endlosen Weiten des Pazifiks. Wir haben gro&#223;en Respekt vor diesem Revier und haben intensiv die Pilotb&#252;cher und die nautische Literatur studiert. Diese Atolle sind im Ozean versunkene Vulkane, auf deren Kraterr&#228;ndern Korallen wachsen bis sie die Wasseroberfl&#228;che erreichen. Eine tolle Leistung der Natur. Sie erheben sich selten h&#246;her als ein paar Meter &#252;ber den Meeresspiegel und der Abstand betr&#228;gt nur wenige Meilen, bis man die brechenden Wellen der Riffkante erkennen kann. Die Wellen lagern den Korallensand an, auf dem sich Kokospalmen ansiedeln und flache Inseln bilden, diese Motus bilden aneinandergereiht das Riff. Hat dieses Bollwerk einen Pass kann man in die gesch&#252;tzte Lagune einlaufen. Ein spannendes Segelrevier, fr&#252;her von den Seefahrern gef&#252;rchtet, doch heute Dank GPS, Radar, elektronischen sowie Papierseekarten ein Gebiet, wo Fahrtenseglers S&#252;dseetr&#228;ume Realit&#228;t werden. 78 Atolle liegen zwischen den Gambier Inseln und Tahiti, da f&#228;llt die Entscheidung nicht leicht. Nachdem wir Pilotb&#252;cher und nautische Literatur gesichtet haben, steht unsere Route fest.</p>
<p><strong>1. Atoll - Amanu </strong>(17&#730;49&#8242;S., 140&#730;46&#8242;W.) is an atoll located 10 miles NNE of Hao; it is wooded on all sides. There are two passes on the W side of the atoll which lead into the lagoon; they are 4.5 and 5.5 miles N of the S extremity. The S pass has a width of 45m between the 5m lines. A spit, with a depth of 0.6m on its outer end, extends 0.1 mile S from the N side of the inner end of the pass. The pass 1 mile further NE is deeper but narrower and is not recommended. A village, with a church which is not overly visible, lies on the W side of the lagoon. A conspicuous white tower stands on the coast to the W of the village. <strong>Pilotage.—</strong>Pilotage is available and recommended as currents may reach 10 knots in the passes, causing violent eddies and overfalls.</p>
<p><strong>2. Atoll - Tahanea </strong>(16&#730;53&#8242;S., 145&#730;47&#8242;W.) is about 25 miles long E-W and up to 9 miles wide. It is wooded along its N side, but is bare on its S and SE sides. The lagoon is encumbered by coral heads, but there is deep water between them. Three passes lead into the lagoon from the NE side of the atoll. A green church is reported to be visible from the entrance of all three passes. Passe Otaho, the farthest E of the three passes, is for small vessels with local knowledge. Passe Teavatapu (Passe Manino), 1.5 miles W of Passe Otaho, is practicable for large vessels, but difficult for small craft. The pass is about 0.2 mile wide, with a depth of 13m; however, an 11m depth exists at the S end of the pass. There is a reef 0.6 mile S of the S extremity of the island that forms the W shore of Passe Teavatapu. There is anchorage W of the island; good anchorage can also be obtained 1.5 miles E of the visible reef located 0.6 mile SSW of Passe Teavatapu. Passe Motu Puapua, 1 mile NW of Passe Teavatapu, is dangerous.</p>
<p><strong>3. Atoll -Fakarava </strong>(16&#730;18&#8242;S., 145&#730;35&#8242;W.) is about 31 miles long NW and SE and about 14 miles wide; it is almost rectangular in shape. <strong>Aspect.—</strong>On the SW side of the atoll the reef is low-lying, and has some small islets on it; they stand about 1 mile from the outer edge of the reef. Only two or three of the islets can be seen simultaneously. The N and E coasts are wooded. There are several landmarks in Rotoava that are visible from seaward, including an unfinished light structure which has been abandoned. A conspicuous gray tower stands 0.3 mile N of Rotoava. A marker lighthouse 30m high, was erected 1.5 miles NE of Garuae Pass. <strong>Anchorage.— </strong>Large vessels anchor, in depths of 20 to 25m, with the flagstaff bearing 055&#730; and about 0.7 mile distant. Small vessels anchor about 0.4 mile W of the flagstaff. Both anchorages offer good holding ground, sand and coral, with shelter from winds of WSW through N to SSE. Winds of the SSE to WSW may raise a heavy swell here. <strong>Directions.— </strong>Two passes that may be used lead into the lagoon of Fakarava. Passe Tuamakohua is suitable for vessels drawing less than 2.6m and requires local knowledge. The pass intersects the atoll on the SE. Passe Garuae is entered 6 miles WSW of the N extremity of Fakarava. The pass is about 0.9 mile wide and it has been swept to a depth of 10m, over a width of 0.2 mile. Recife Pufana, marked by a lighted beacon, is located 0.9 mile ESE of the E entrance point of the pass. Vessels can enter the pass on a course of 147&#730;. When the lighted beacon on Recife Pufana bears less than 070&#730;,steer with the flagstaff at Rotoava ahead bearing 067&#730;.When about 2 miles from the village steer as necessary to the anchorage. The channel is marked by buoys and beacons, which have been reported to be unreliable. The outgoing tidal current follows the axis of the pass and is sometimes strong; a line of breakers appears to extend across the entrance; however, a vessel with a speed of over 8 knots can enter at anytime</p>
<p><strong>4. Atoll -Toau </strong>(15&#730;55&#8242;S., 146&#730;02&#8242;W.) is about 20 miles long in a SE-NW direction, and about 10 miles wide. The NW and NE sides are wooded, but the SE and SW sides are bare and dangerous. There are two passes into the lagoon on the E side. Passe Otungi (Passe Otugi), about 3.5 miles N of the atoll&#8217;s E extremity, is 350m wide and has a depth of 6m. The current in the pass is strong and causes eddies up to 2 miles outside the entrance. The best anchorage in the lagoon is about 1 mile S of the pass, about 0.2 mile W of a masonry tank, partially covered by vegetation, in a depth of 14m. Passe Nepo (Passe Fakatahuna), 1 mile NW of Passe Otungi, is about 150m wide, but is only practicable for small vessels with local knowledge and should be entered at slack water. Anse Amyot is a small inlet in the reef on the NW side of Toau that provides shelter for small vessels.</p>
<p>Schlag auf Schlag ein neues Paradies so die Planung. Von S&#252;dosten kommend entdecken wir am dritten Tag, in den fr&#252;hen Morgenstunden, unser erstes Atoll Pinaki und gleich darauf Nukutavake. Wir segeln im Abstand von 6sm vorbei und k&#246;nnen bei sehr guter Sicht nur die Palmenwedel ausmachen. Es ist ein gutes Gef&#252;hl die theoretischen Kenntnisse praktisch zu erleben. Traumsegeln, das Warten auf das richtige Wetterfenster zahlt sich nun aus. Tags&#252;ber Sonnenschein mit Passatbew&#246;lkung und nachts funkeln und glitzern unz&#228;hlbare Sterne im gro&#223;en Luftozean. Das Kreuz des S&#252;dens an Backbord und der gro&#223;e Wagen an Steuerbord, so segeln wir bei 10 bis 15kn Wind aus Ost durch die N&#228;chte. Am f&#252;nften Tag stehen wir nach 520sm um 10:30 Uhr vor Amanu und unserem ersten Pass, der Name Harokuma Pass. Der Pass ist eine Unterbrechung des Saumriffes und die Einfahrt in die Lagune. Die Kirche an der Einfahrt haben wir im Auge, die Einfahrt selber noch nicht. Im Abstand von 2sm sehen wir eine Unterbrechung der sich am Riff brechenden Wellen und h&#246;ren das Tosen der Brandung. Es sieht gigantisch aus, wenn sich die Wellen an Riffkante brechen. Die Passbreite mit 45 Meter angegeben, wirken aus der Entfernung reichlich eng. Wir packen die Segel ein und fahren unter Motor an den Pass heran. Theoretisch funktioniert ein Pass ganz einfach. Bei Flut flie&#223;t das Wasser des Meeres durch die Engstelle in die Lagune hinein und bei Ebbe aus der Lagune heraus. Setzen sich die Abermillionen Wassermolek&#252;le in Bewegung verursachen sie eine Str&#246;mung, die kann in diesem Pass bis zu 10 Knoten betragen. F&#252;r uns unm&#246;glich bei solchen Str&#246;mungsverh&#228;ltnissen einzufahren. Laut Handbuch hei&#223;t es bei Slackwater (Stillwasser) einzufahren. Das l&#228;sst sich an Hand der Tidentabellen berechnen. Das Ergebnis stimmt selten, denn die Windverh&#228;ltnisse k&#246;nnen alles durcheinander wirbeln. Stehen 20-25Kn auf dem Pass kann das Wasser nicht auslaufen, es werden die Wassermassen nur hineingedr&#252;ckt. Das ablaufende Wasser sucht sich bei zu hohem Wasserstand in der Lagune, einen Weg &#252;ber das Riff. Am einfachsten ist es, vor den Pass zu fahren und zu beobachtet was vor Ort passiert. Detlev im Mast und ich am Ruder so steckt die Kira den Bug in den Pass. Keine Welle aber kleine Stromwirbel zeigen die Str&#246;mung an. Die Logge zeigt 3,5 kn Fahrt durchs Wasser, der GPS 6,5 &#252;ber Grund, 3 Knoten Strom. Ich steuere die Kira im 5m Tiefenbereich nach Detlev´s Anweisungen per Augapfelnavigation. Am Ende (nach 600m) nochmals Achtung, liegt ein Riff und wir m&#252;ssen scharf nach rechts abbiegen. Aufatmen, wir haben das ruhige Gew&#228;sser der Lagune erreicht.</p>
<p>In der N&#228;he der Ortschaft Ikitake f&#228;llt nach abkreisen des Ankerplatzes der Anker, 17°50.993S - 140°51.152W, Wassertiefe 18m, traditionell. Das Ankern in den Lagunen hat hin und wieder auch seine T&#252;cken. Bereits in der ersten Nacht kommen wir bei schwachen Winden und wenig Welle kurzstag. Die Kette hatte sich bereits unter dem Schiff verhakt. Am n&#228;chsten Tag nahm der Wind weiter zu, wir gaben den Rest Kette und steckten noch 40 Meter Leine. So lagen wir zwar ruhig und sicher, aber ohne Ankerkette auf an Bord. Das haben wir noch nie gemacht. Am n&#228;chsten Morgen brauchten wir zu Dritt drei Stunden um den Anker zu bergen. Zun&#228;chst profitierten wir davon, das wir zwei 40 Meter Leinen drau&#223;en hatten. Die dicken Festmacher zur Sicherheit und eine d&#252;nnere Leine, die man um die Genuawinsch legen konnte. An der zogen wir uns ran, bekamen aber das Ende der Kette nicht an Bord, es fehlten drei Meter. Die Leine lief &#252;ber den Kettenweg, durch den Schotwagen auf die Winsch und wurde dicht geholt. Dann wurde das Man&#246;ver unter Motor gefahren. 2200 Umdrehungen voraus, bis der Bug der Yacht sich nach unten neigte, Gang raus und volle Kraft r&#252;ckw&#228;rts. Die Koralle gab nach, schnell wurde gewinscht bis wir wieder kurzstag waren und dann das Ganze noch einmal und noch einmal und die Kette war mit vier Metern an Bord. Jetzt wurde umger&#252;stet. Die Kette &#252;ber die Nuss und wieder im Ankerkasten gesichert, zwei Festmacher von den Mittelklampen bis unmittelbar vor die Winsch gef&#252;hrt, jeder mit einem Palstek. Eine kurze Leine verbindet die Festmacher und wird auf der Kette soweit vorne wie m&#246;glich aber auf dem Schiff belegt. Wir haben einen Kettenhaken genommen, weil der schnell zu l&#246;sen ist, und darauf kam es dann an. Die Motorman&#246;ver wiederholten sich, war der Erfolg mit Vorausfahrt nicht da, versuchten wir es nach Steuerbord oder Backbord. Der Erfolg trat zun&#228;chst immer nur bei R&#252;ckw&#228;rtsfahrt auf, nachdem die Yacht vorw&#228;rts eingeruckt war und dann nach hinten schoss und Kraft entwickelte, unterst&#252;tzt durch voll Zur&#252;ck der Maschine. Die Kette sprang frei. Alle waren im Cockpit, zwei liefen nach vorne, l&#246;sten den Kettenhaken und nahmen mit der Winsch die freie Kette an Bord bis sie wieder steif kam. Das ging alles mit der Winsch, das Schiff wurde nicht zus&#228;tzlich nach vorne bewegt, da sonst die Kette schnell wieder abgesunken und erneut verhakt w&#228;re. Rechts, links, geradeaus und immer wieder Einrucken und R&#252;ckw&#228;rts, die Beschl&#228;ge halten das aus, auch der Kettenhaken, nur keinen Druck auf die Winsch kommen lassen. Alles wird einfacher, wenn man so tief tauchen kann, dass man den Verlauf der Kette erkennen kann oder gleich ein Taucher vor Ort ist und hilft. Das ist hier nicht der Fall gewesen.</p>
<p>Nach diesen Erfahrungen sind wir zum Ballon-Ankern &#252;bergegangen. Liegt der Anker z.B. in 20 Meter Tiefe auf Korallengrund, dann ist der erste Fender bei 30 Meter, der zweite bei 40 Meter und der dritte bei 50 Meter gesetzt, 60 Meter Kette sind drau&#223;en. Der Anker wird mit 2200 Umdrehungen eingefahren, bzw. hinter eine Koralle gesetzt, der letzte Fender schwimmt bei Leichtwind noch auf, wird bei st&#228;rkeren Winden dann unter Wasser gezogen. Noch besser als Fender sind Ankerbojen, mit denen die Fischernetze gekennzeichnet sind. Die werden in den Tuamotus angeschwemmt und keiner k&#252;mmert sich darum. Erfahrene Korallen-Ankerlieger haben sie an Bord.</p>
<p>Amanu, abgelegen und vom organisierten Tourismus noch nicht erreicht und nur selten von Seglern besucht, nimmt uns mit offenen Armen auf. Die Kinder stehen lachend und winkend an der Einfahrt und die Fischer, grade vom Fischfang zur&#252;ckgekehrt, &#252;berreichen uns einen Tunfisch. Herzlich willkommen auf Amanu! Wir revanchieren uns mit Pampelmusen aus Rikitea. Die ersten Kontakte sind geschlossen und viele sollten folgen. Im kleinen Dorf Ikitake leben ungef&#228;hr 100 Menschen, ein Drittel sind Kinder. Auf unseren Dorfrundg&#228;ngen entdeckten wir die Grundschule, den Kindergarten, die Kirche, den Friedhof, die Ambulanz, das B&#252;rgermeisterhaus, einen kleinen Tante Emma Laden und ganz wichtig f&#252;r die Bewohner, das Generatorenhaus. Die Stromversorgung erfolgt mit Diesel- und Solarenergie, Wasser wird in gro&#223;en Regentonnen gesammelt. Regnet es nicht genug, haben sie hier ein Problem. Verlassene H&#228;user und verwilderte Grundst&#252;cke zeigen, dass nicht jeder Atollbewohner hier sein ganzes Leben verbringen will. Wir gewinnen den Eindruck, dass viele Familien von der Sozialhilfe leben. Einmal im Monat kommt ein Versorgungsschiff aus Tahiti und bringt Lebensmittel und alle die Dinge, die zum t&#228;glichen Leben ben&#246;tigt werden. Jede Familie wohnt im eigenen H&#228;uschen, einige Familien haben einen Fernseher, alle ein Radio, sie verf&#252;gen &#252;ber K&#252;hlschr&#228;nke und Handys. Kinder zeigen keine Scheu und begleiten uns bei den Dorfspazierg&#228;ngen. Von den &#228;lteren Erwachsenen sehen wir anfangs wenig, sie halten sich im Schatten ihrer H&#228;user auf. Mit den j&#252;ngeren treffen wir uns unter den Palmen am Pass. Sie k&#246;nnen nicht verstehen, warum wir freiwillig auf so einem kleinen Boot leben und nicht im Haus an Land. Ihr Traum hei&#223;t Papeete, aber daf&#252;r reichen weder das Geld noch die Ausbildung. Wer Familie gegr&#252;ndet hat, der f&#252;hlt sich wohl auf dem Atoll und zeigt das auch.</p>
<p>Geld wird auf Amanu mit Kokosn&#252;ssen verdient und wir sind eingeladen bei der Kokosnu&#223;ernte mithelfen. Die reifen Kokosn&#252;sse einsammeln, sch&#228;len, aufschlagen und in der Sonne trocknen. In S&#228;cke verpackt wird das getrocknete wei&#223;e Fleisch als Kopra nach &#220;bersee verkauft und zu &#214;l, Kosmetika und Kokosflocken verarbeitet. Fr&#252;her waren die Kokosnusspalmen die Haupteinnahmequelle und sie bedeuteten Reichtum f&#252;r die Bev&#246;lkerung. Heute wird die Arbeit von staatlicher Seite subventioniert. 50,00 US Dollar pro Sack ist der Weltmarktpreis und die Polynesier erhalten 110,00 US Dollar, damit sie weiter auf den Atollen leben und arbeiten. Beim Einsammeln von unbekannten Muscheln, Krabben, Seeigeln und Lobstern am Au&#223;enriff haben wir gerne die Rolle der Zuschauer &#252;bernommen, die Str&#246;mung hat uns die F&#252;&#223;e weggerissen und das Vertrauen zu den Riffhaien war noch nicht entwickelt. Mit den selbstgebauten Holzbooten, mit 25 PS Au&#223;enborder, zum Fischen aufs offene Meer zu fahren ein besonderes Erlebnis und immer erfolgreich. Unser polynesischer Freund Etienne holte mit der Angel gro&#223;e Tunfische, Golddoraden oder Waahoo Waahoo aus dem Meer. Der Fang wurde am Schulhaus ges&#228;ubert und portionsweise an die Familien verteilt. Ich kann euch sagen, der Yellowfin Tuna, mit seinem muskul&#246;sen Fleisch, ist das Beste was wir bislang an Fisch probiert haben.</p>
<p>Unser zweiter Ankerplatz 17°61.600 S - 140°51.353 W ein Traumplatz mit Blick auf den tintenblauen Pazifik und mit Blick in die Lagune mit ihren unterschiedlich schimmernden Blau- und mannigfaltigen T&#252;rkis-Schattierungen. Diese Lagune ist der magischste Moment unserer Reise. Vorher hatten wir h&#228;ufig das Gef&#252;hl, uns in der Weite Ozeaniens zu verlieren, im grenzenlosen Pazifik vollkommen bedeutungslos zu sein. Doch hier befinden wir uns pl&#246;tzlich in der Mitte eines ringf&#246;rmigen Universums. Blau der Himmel, wei&#223; bis sonnengelb die Str&#228;nde, gr&#252;n die Palmen, wir sind begeistert. Unter der glitzernden Oberfl&#228;che des glasklaren Wassers, liegen Korallenteppiche in Lila und Malve, mit gelben, roten, orangefarbenen, schwarzen und rosaroten Tupfer. In diesen Unterwasserg&#228;rten flitzen die vielen bunten tropischen Fische hin und her. Die Zeit verliert an Bedeutung, die Kira liegt fast bewegungslos vor Anker und wir genie&#223;en unsere kleine Kirawelt. Schwimmen unsere Bahnen rund ums Schiff, schnorcheln an den Riffen, beobachten immer noch ganz fasziniert die postkartenreifen Sonnenunterg&#228;nge und das grandiose Sternenmeer am schwarzblauen Nachthimmel, leisten Denkarbeit bei anspruchsvoller Literatur und haben viel Spa&#223; beim ausprobieren neuer Kochrezepte. Nachtwachen entfallen und wir k&#246;nnen die N&#228;chte durchschlafen, welch ein Luxus. Bei strengem Passat kann aus dem Traumplatz ein Alptraum werden, denn wir liegen auf Legerwall. Ein slippender Anker und die Yacht endet auf dem Riff. Sicher und gesch&#252;tzt ankert man dann auf der S&#252;dostseite vor einem kleinen Motu auf 17°52,9 S /140°47,2 W. Auch hier wunderbare Schnorchelriffe in unmittelbarer Umgebung, viele Trinkn&#252;sse und bei einer verlassenen Perlenfarm (Richtung SW) gibt es gutes Zisternenwasser f&#252;r W&#228;sche, Dusche, etc. Bei der Fahrt &#252;ber die Lagune guten Ausguck halten, es gibt viele Korallenk&#246;pfe, in dem kristallklaren Wasser alle gut sichtbar. Wer sich nicht zutraut &#252;ber die Lagune zu fahren, wendet sich an die Einheimischen, die kennen die Lagune wie ihre Westentasche und sind gerne bereit voraus zu fahren.</p>
<p>Drei Wochen vergehen wie im Flug und wir nutzen das n&#228;chste Wetterfenster und segeln weiter. Unsere Segelfreunde laufen von den Maquesas kommend die Atolle Kauehi, Fakarawa und Toau an, der Treffpunkt die Anse Amyot von Toau. Die Wetterverh&#228;ltnisse sind instabil, keine weiteren Segler f&#252;r die Weiterreise zu dem unbewohnten urspr&#252;nglichen Atoll Tahanea und auch keine ankernden Yachten vor Ort. Wir w&#228;gen ab und der Bordbeschluss lautet, bei den unsicheren Wetterbedingungen kein Risiko eingehen. Von Amanu setzen wir direkt Kurs auf die Anse Amyot Toau ab.</p>
<p><strong>Toau - Eine Muring mit Familienanschlu&#223;</strong><br />
Nach der Passdurchfahrt empf&#228;ngt uns ein Ostwind mit n&#246;rdlicher Komponente 15 bis 20 Kn. Mit Gro&#223; und Genua im 1. Reff segeln wir unserem Ziel entgegen. 372 sm liegen vor uns und wir hoffen, dass die angek&#252;ndigten Wetterverh&#228;ltnisse stabil bleiben. Nach 24 Stunden Windzunahme 25- 30 Kn, wir reffen weiter. Nach 48 Stunden zus&#228;tzliche Regenb&#246;en in regelm&#228;&#223;igen Abst&#228;nden, Welle geht auf 4m und wir werden kr&#228;ftig durchgeschaukelt. Um 03:30 Uhr des dritten Tages segeln wir im Abstand von 6 sm an der Luvseite von Fakarawa entlang. Um 06:00 Uhr morgens erreichen wir die nordwestliche Seite von Toau und m&#252;ssen zur Anse Amyot aufkreuzen. Wind 15 -20 kn auf die Nase und Welle 3,00m, 6/8tel Bew&#246;lkung und Regenschauer. Die Bekanntschaft mit dem gleichm&#228;&#223;igen S&#252;dostpassat mit 15 bis 20kn, dazu Passatbew&#246;lkung und Sonnenschein findet nicht statt. Entweder ist es schwachwindig max. 10kn oder es bl&#228;st, so &#252;ber 25kn. Wir geben die Hoffnung nicht auf, irgendwann wird er sich durchsetzen, der S&#252;dostpassat.</p>
<p>Toau und die Anse Amyot werden zwar in den offiziellen F&#252;hrern erw&#228;hnt, die n&#228;heren Umst&#228;nde aber nicht. Die Anse Amyot hat einen „Pseudo-Pass“ und liegt im Norden des Atolls. Man kann nur in den Pass, nicht aber in die Lagune, der Koralleng&#252;rtel hat keinen vollst&#228;ndigen Durchbruch. Die Einfahrt zum Paradies ist &#252;berdeutlich betonnt und es gibt sogar Richtbaken um den idealen Einfahrtswinkel zu sehen. Der Pass ist breit und da er an einer Sandbank endet hat er keine nennenswerte Str&#246;mung und ist jederzeit anzulaufen, sogar nachts, denn alles ist beleuchtet. Nachts ist zwar nicht ideal, aber man kommt in der Mitte der Einfahrt rasch auf 12 Meter und k&#246;nnte da Anker werfen. Die hier lebende Familie Taupiri hat 10 Murings f&#252;r die Segler ausgelegt und betreibt neben einem kleinen Restaurant auch eine Perlenfarm.</p>
<p>Wir rufen Matariva, auf VHF Kanal 16. Gaston kommt uns sofort mit seinem Motorboot entgegen und &#252;berreicht uns mit einem strahlenden L&#228;cheln eine Muring. Die Sonne scheint und wir bewundern die traumsch&#246;nen Wasserfarben und die vielen bunten Tropenfische, die um die Kira herumschwimmen. Wir liegen mitten in einem gro&#223;en Aquarium. Hier wollen wir 2 bis3 Tage verweilen, es werden 12 Tage. Am n&#228;chsten Tag lernen wir Valentine kennen, sie ist die Chefin des Familienclans. Strahlend begr&#252;&#223;t sie uns die stattlich gerundete Polynesierin und verteilt Tipps f&#252;r einen ausgedehnten Inselrundgang, nachdem sie alle Familienmitgliedern vorgestellt hat. Au&#223;er den Menschen wohnen hier Schweine, H&#252;hner, die Hunde Nicki und Baloo, der aus dem Nest gefallende Fregattjungvogel und direkt vor der Haust&#252;r der riesige Napoleonfisch, der sich auf Zuruf seine Mahlzeiten abholt. Matariva ist ein Motu mit einem Durchmesser von ungef&#228;hr 800 Meter. Es ist platt wie eine Flunder und bewaldet, vor allem mit ganz vielen Palmen. Auf der Westseite stehen sie in Reih und Glied, wie auf einer Plantage. Auf Nachfrage erfahren wir, dass die Familie fr&#252;her Kopra produziert hat, aber sich das Gesch&#228;ft nicht mehr lohnt. Gaston und Valentine und auch Schwester Elisa mit Familie verdienen ihr Geld als Gastgeber. Elaisa vermietet drei einfache H&#228;uschen an die Taucher direkt am Strand gelegen und Gaston und Valentine k&#252;mmern sich um die Segler. Ihr G&#228;stehaus ist ein kleines Restaurant mit einer kreativen K&#252;cheneinrichtung mit Blick in den Garten. Einem Terrassenanbau auf Pf&#228;hlen mit Traumblick auf die Lagune, das Dach aus Wellblech, die Seitenw&#228;nde aus geflochtenen Palmmatten, dekoriert mit Muschelschalen, und der Fu&#223;boden aus Holzbohlen. Abends geht es dann bunt zu. Lilian von der Schweizer Segelyacht Shiva feiert ihren 50. Geburtstag und alle Segler und die Familie feiern mit. Die zauberhaft eingedeckten Tische k&#246;nnen die vielen verschiedenen Speisen kaum aufnehmen. Valentine serviert: Poisson cru, (roher Fisch in W&#252;rfel geschnitten mit feingehackten Zwiebel und Limettensaft in Kokosmilch), frischgebackenes Kokosbrot, Sashimi vom roten Tunfisch, Papageienfischfilet in Kokosnussraspeln und Ei gebraten, gegrillten Tuna, Fischcurry mit Reis, gegrillte H&#252;hnerbr&#252;stchen mit verschiedenen S&#246;&#223;chen, Bananenkuchen und eine leckere Geburtstags - Kokostorte, dekoriert mit zwei Frangipanibl&#252;ten und zwei schwarzen Perlen. Ein gelungener Abend unter Freunden, der sicher nicht vergessen wird.</p>
<p>Valentine und Gaston und die weiteren Familienmitglieder lassen uns an ihrem Inselleben teilhaben. Tags&#252;ber ist die schattige Terrasse ein Treffpunkt zum Schw&#228;tzen und zur Schmuckherstellung. Aus kleinen Muscheln und schwarzen Perlen werden Ketten und Armb&#228;nder gezaubert und aus Haifischz&#228;hnen Anh&#228;nger gebastelt. Wer Lust hat, kann Valentine bei der Zubereitung des Abendessens helfen und dabei viel &#252;ber die polynesische Atollk&#252;che lernen. Wir sind schwer beeindruckt &#252;ber die Vielf&#228;ltigkeit der Gerichte bei so wenigen Zutaten. Mit Gaston geht es zum Fischen und zum Muscheltauchen. Wenn er mit Harpune ausger&#252;stet auf 10 bis 15 Meter abtaucht kommt er selten ohne Fang wieder an die Oberfl&#228;che. Wenn ihn das Jagdfieber packt, bewegt er sich selber wie die Fische und taucht nur mit Maske ab. F&#252;r den t&#228;glichen Fischbedarf sind Reusen ausgelegt, die &#252;ber einen abgesteckten Maschendrahtzaun vor Haien gesch&#252;tzt werden. Wir liegen in Rufweite und werden eines Morgens durch einen Urschrei geweckt. R&#228;uber in der Reuse haben den Fischbestand weggenascht. Drei 1,50m lange Grauspitzenhaie h&#228;ngen in der sich verj&#252;ngende Reuse fest und Gaston hat gro&#223;e M&#252;he die Fische zu t&#246;ten und in sein Beiboot zu katapultieren. Ein Haifischgebiss befindet sich nun auf der Kira. Fisch als Hauptgericht gibt es an diesem Tag nicht mehr, daf&#252;r wird ein Schwein oder besser gesagt ein Ferkel geschlachtet. Eigentlich sollte es auf den Grill, aber das Wetter spielt nicht mit. 25 bis 30kn Wind und dicke Regenschauer erfordern eine andere Zubereitung. So wandert es in mundgerechten St&#252;cken gut gew&#252;rzt in einen gro&#223;en Kochtopf und k&#246;chelt vor sich hin, polynesisches Schweinegulasch, dazu Reis und Nudeln aus Bordbest&#228;nden. Als Vorspeise genie&#223;en wir Pizza, Coconutcrabs sowie gratinierte Clam-Muscheln und einen kalorienreichen Kokos- Schokoladenkuchen als Dessert. Wir sind eingeladen und feiern ausgelassen den 11. Hochzeitstag von Valentine und Gaston mit Musik und Tanz. Wenn das Wetter es zul&#228;sst tanzt Gaston nachts barfu&#223; auf dem Riff. Auf dem R&#252;cken eine Kiepe, in der linken Hand eine starke Taschenlampe und mit der rechten sammelt er die aufgescheuchten Lobster ein, ihre Gr&#246;&#223;e Unterarml&#228;nge. Dieser Lobstertanz ist einmalig.</p>
<p>Helfende H&#228;nde bei der Arbeit auf der Perlenfarm werden nicht abgelehnt. Mit dem Motorboot geht es zu einem kleinen Motu mitten in der Lagune. An Bord vier Familienmitglieder, sechs Segler und jede Menge Taschen und Kisten mit allen Utensilien f&#252;r einen Tag unter freiem Himmel. Schon die Fahrt durch die blaut&#252;rkise Lagune ist ein Erlebnis. Vor Ort angekommen wird erst das Motu von Bl&#228;ttern und Baumfr&#252;chten befreit, ein Urwald ist hier unerw&#252;nscht. Dann sch&#252;ttet Gaston die gez&#252;chteten Perlenaustern auf den langen selbstgebauten Tisch. Wir s&#228;ubern die Schalen, sortieren nach Gr&#246;&#223;e, z&#228;hlen die gesunden und kranken Austern, f&#228;deln die gr&#246;&#223;eren Austern auf und packen sie zur&#252;ck in die Zuchtk&#228;sten. Dank guter Anweisungen von Gaston und Valentine k&#246;nnen alle Segler mit viel Spa&#223; und ohne Verletzungen mitarbeiten. Die geordneten Zuchtk&#228;sten wandern zur&#252;ck in die Lagune. Mama Violette k&#252;mmert sich derweil in der Freiluftk&#252;che um das leibliche Wohl: Vorspeise &#252;ber Kokosschalen ger&#228;ucherten Fisch, Hauptgericht Spagetti Carbonara aus den Bordbest&#228;nden der Segler, Dessert Mango und Papaya. Eine Gro&#223;familienidylle auf einem kleinen Motu, an so eine ausgelassene und fr&#246;hliche Atmosph&#228;re haben wir in unseren k&#252;hnsten Tr&#228;umen nicht gedacht. Am Nachmittag gibt es Unterricht zum Thema Perlenzucht. Stolz sitzt Valentine an ihrem Arbeitstisch, den die Crew der Risho Maru 2007 gebaut hat, und Gaston reicht ihr die aufgeschlitzten Austern zur weiteren Bearbeitung. Den Perlenzuchtvorgang habe ich ausf&#252;hrlich in meinem Bericht: Gambierinseln- Die Kinderstube der schwarzen Perlen, geschildert und m&#246;chte mich nicht wiederholen. Wir bewundern die gez&#252;chteten Perlen, die zwar alle nicht den h&#246;chsten Qualit&#228;tsanspr&#252;chen gen&#252;gen, aber wundersch&#246;n sind. Nebenbei erz&#228;hlt Valerie Geschichten. Die polynesischen Frauen und M&#228;dchen haben sich schon vor Urzeiten mit den schwarzen Naturperlen geschm&#252;ckt. Diese Perlen wurden als Geschenk der G&#246;tter gesehen. Die Bewohner wussten noch nicht, dass ein zuf&#228;llig eingedrungener Fremdk&#246;rper z.B. ein Sandkorn, in der schwarzlippigen Austernmuscheln, eine Perle hervorzaubert.</p>
<p>Auch der Sonntag ist auf Matariva ein unvergessliches Erlebnis. Valentine hat zum Gottesdienst eingeladen. Wir sind etwas perplex, aber nein sagen geht nicht, wenn man so viele gemeinsame fr&#246;hliche Stunden verbracht hat. Der Gottesdienst f&#252;r die Familienmitglieder findet in einer eigens gebauten kleinen Kirche statt. Sechs Segler/innen und die Familie lauschen den f&#252;r uns nicht ganz verst&#228;ndlichen Worten der Pfarrerin, Valentine. Diese Frau ist ein Allroundtalent – K&#246;chin, Perlenz&#252;chterin, liebenswerte Gastgeberin und Entertainerin im Restaurant und in der Kirche. Rudy von der SY Shiva verlas Bibeltexte in franz&#246;sischer und englischer Sprache und gemeinsam unterst&#252;tzen wir den Familienchor beim Singen. Die Pfarrerin war zufrieden.</p>
<p>Wir sind begeistert von diesem kleinen Paradies am falschen Pass und seinen fr&#246;hlichen, offenen und warmherzigen Bewohnern. Es gibt nur entspannte Gesichter auch bei B&#246;en &#252;ber 35 Knoten, die wir hier erlebten. Die Murings sind stark und kostenlos! Es wird erwartet, das man zum Essen kommt, aber nicht etwa jeden Tag, vielleicht ein oder zweimal und sie kochen auch nicht t&#228;glich. Alles hat sensationell geschmeckt und war &#252;berreichlich, der Preis mit CPF 2.500,00 pro Person. (119,33 CFP = 1,00 Euro) nicht billig aber angemessen. Wer auf Strecke ist, sollte bei Valentine und Gaston vorbei schauen und das Leben auf einem Atoll n&#228;her kennenlernen. Es lohnt sich. Wir verabschieden uns mit einem Schmankerl aus Valentines K&#252;che und setzen die Segel Richtung Tahiti.</p>
<p><strong>„Le Gateau Coco de Valentine“</strong></p>
<p>400 g               Mehl<br />
1 P&#228;ckchen      Backpulver<br />
200-300 g       Zucker<br />
1 P&#228;ckchen      Vanillezucker<br />
1 Schuss          Rum<br />
150 g               Butter<br />
3                      Eier<br />
1,25 Gl&#228;ser      Milch<br />
1 Glas              Cocosraspeln<br />
1 Glas              Bananen zerdr&#252;ckt</p>
<p>Zucker und folgende zutaten mischen; zum Schluss Mehl und Backpulver zuf&#252;gen!<br />
50 – 60 Minuten Backzeit, bei 200 Grad C<br />
Ist der Kuchen abgek&#252;hlt, wird er mit einer Kaffeecreme dekoriert.                                 2 EL                Zucker<br />
2 EL                Butter<br />
1 Tasse            Caro-Kaffee</p>
<p>Alles aufkochen und den erkalteten Kuchen damit bestreichen, Kokosraspeln dar&#252;ber streuen und mit einer Bl&#252;te dekorieren. Guten Appetit!</p>
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		<title>Gambier Inseln - Die Kinderstube der &#8221; Schwarzen Perlen&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 30 May 2008 01:45:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Logbuch]]></category>

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01.05.2008 wir sind im S&#252;dseewunderland angekommen, unser Ankerplatz 23°07.04 S - 134°58.04W, Ankertiefe 17m, Ankergrund Sand. Die Passeinfahrt, wir segelten durch den Westpass, ist betonnt, Betonnungssystem A, aber Achtung nicht alle Tonnen sind vorhanden. Wie vorgeschrieben haben wir die franz&#246;sische Flagge und die Q Flagge unterhalb der Steuerbordsailing gesetzt. Die sogenannte inoffizielle Einklarierung in [...]]]></description>
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<p><a href="http://www.kira-von-celle.de/Logbuch/wp-photos/20081006-034511-1.jpg"><img src="http://www.kira-von-celle.de/Logbuch/wp-photos/thumb.20081006-034511-1.jpg" alt="Ankerbucht.JPG" /></a></p>
<p>01.05.2008 wir sind im S&#252;dseewunderland angekommen, unser Ankerplatz 23°07.04 S - 134°58.04W, Ankertiefe 17m, Ankergrund Sand. Die Passeinfahrt, wir segelten durch den Westpass, ist betonnt, Betonnungssystem A, aber Achtung nicht alle Tonnen sind vorhanden. Wie vorgeschrieben haben wir die franz&#246;sische Flagge und die Q Flagge unterhalb der Steuerbordsailing gesetzt. Die sogenannte inoffizielle Einklarierung in Franz&#246;sisch Polynesien verl&#228;uft problemlos. Wir gehen in Rikitea auf der Insel Mangareva zur Gendamarie und melden uns bei Immigration und Customs. Nach einem sehr freundlichen Empfang f&#252;llen wir die Formulare aus und werden weitergeleitet zur Post. Hier tauschen wir Geld &#252;berreichen der Dame, mit Blumen im Haar und einem breiten L&#228;cheln im Gesicht die „arrival declaration“, zahlen 70Cent f&#252;r die Briefmarke und werden Herzlich Willkommen gehei&#223;en. Die Einklarierungspapiere gehen mit der Post nach Papeete und f&#252;r uns beginnt der Count down f&#252;r die n&#228;chsten 90 Tage. Alle EU B&#252;rger sowie Andorra, Austalien, Brasilien, Honkong, Liechtenstein, Macao, Malta, Monaco, Norwegen, San Marino und Schweiz ben&#246;tigen f&#252;r diesen Zeitraum kein Visum. Die Schweizer Yachten mussten trotz Schengener Abkommen einen Bond in H&#246;he von 2.300,00 US Dollar bei der Bank hinterlegen. Die Auszahlung erfolgt bei Ausklarierung aus Franz&#246;sisch Polynesien. Wer l&#228;nger als 90 Tage in Franz&#246;sisch Polynesien bleiben will,  wendet sich in Papeete an den Haute Commissaire (DRCL)und beantragt ein Visum (résidents temporaires). Adresse: rue Jeanne d`Arc, Tel. (689) 54 27 00, Fax (689) 43 63 91, Bearbeitungszeit vier Wochen, Bearbeitungskosten 150 US$.  &#220;ber Funk verfolgen wir die Einklarierung auf den Marquesas. Port of Entry sind: Taihae auf Nuku Hiva, Hakahau auf Ua Pou und Atuona auf Hiva Oa. Von Anfang Mai bis Mitte Juli patrolliert ein Zollboot aus Papeete auf den Marquesas. Wer ohne Einklarierungspapiere ankerte, es betraf in erster Linie die Yachten auf  Fatu Hiva, wurde zur Kasse (100 US$) gebeten, musste sofort die Bucht (Hanavave- Jungfrauenbucht) verlassen und umgehend einen Port of Entry anlaufen. Alle Yachten haben sich bei Ankunft in Papeete zuerst beim Zoll und dann bei der Immigration zu melden. Beide Beh&#246;rden befinden sich im Bureau de Yachts am Quai des Paquebots, ganz in der N&#228;he des Fremdenverkehrsb&#252;ros OPATI.</p>
<p>Wir bleiben 3 ½ Wochen auf den Gambier Inseln, die so gar nicht dem S&#252;dseeklischee entsprechen und nur von wenigen Yachten angelaufen werden. Die kleinen h&#252;geligen Berginseln und flachen Koralleninsel vulkanischen Ursprungs liegen emotional gesehen am Ende der Welt. Spektakul&#228;res gibt es hier nicht zu entdecken, daf&#252;r viel Authentisches und sehr ruhige schwellfreie Ankerpl&#228;tze. Uns gef&#228;llt es sehr gut hier, so abseits der Segelrouten und ohne touristische H&#246;hepunkte. Wir genie&#223;en die Urspr&#252;nglichkeit, die Beschaulichkeit und die fr&#246;hlichen Kontakte zur einheimischen Bev&#246;lkerung. Schnell stellen wir fest, das wir sehr gute Sichtverh&#228;ltnisse ben&#246;tigen, um die Ankerpl&#228;tze auf den Inseln und Inselchens – Aukena, Akamaru, Mekiro,<em> </em>Kamaka, Totegie, anzulaufen. Die Lagune ist mit Riffen und Korallenb&#228;nken gespickt und erfordert die entsprechende Navigation, am Besten ist immer einer im Mast.  Der Ankerplatz auf Ile Mekiro ist nur f&#252;r Yachten mit geringem Tiefgang geeignet. Die flachste Stelle, 1m, liegt in H&#246;he der Einfahrt zur Lagune. Totegie ist ein langgestrecktes Motu mit der Landebahn f&#252;r kleine Flugzeuge und Ruinen der ehemaligen Milit&#228;rbasis, einem wundersch&#246;nem wei&#223;en Sandstrand, vielen Kokosnu&#223;palmen und guten Schnorchelm&#246;glichkeiten am Au&#223;enriff. Akamau ist eine h&#252;gelige bewohnte Vulkaninsel. Die Familien leben von der Landwirtschaft. Es werden Papaya und Bananen angebaut und Kopra erzeugt. Auch hier ist die schneewei&#223;e aus Korallenstein gebaute katholische Kirche, mit dem gepflegten, palmenges&#228;umten Weg, der Treffpunkt der Bewohner. Die Insel Aukena ebenfalls eine Vulkaninsel mit gesch&#252;tzten Ankerpl&#228;tzen bei Passat, geh&#246;rt zur H&#228;lfte dem Perlenk&#246;nig Robert Wan und seiner Famile. Von hier aus hat man einen sagenhaften Blick auf die Lagune und auf den rautenf&#246;rmigen Riffg&#252;rtel der alle Inseln umgibt.  Wer die Gambier Inseln anlaufen m&#246;chte, kann sich einen super &#220;berblick bei Google earth verschaffen.</p>
<p>Rikitea, das Verwaltungszentrum, ist sehr &#252;bersichtlich. Gemeindehaus, Polizei und Immigration, Krankenstation, zwei Schulen, Sportpl&#228;tze und eine handvoll Tante-Emma-L&#228;den, fast alle in chinesischer Hand, ein Restaurant, die Wetterstation von Meteo France und der Hafen. Die imposante 1848 erbaute Kathedrale Saint Michel ist wegen Einsturzgefahr geschlossen und die gro&#223;e Sporthalle umfunktioniert zur Kirche.  Das Leben verl&#228;uft hier ganz langsam, so langsam wie eine Schildkr&#246;te und auch wir entdecken die Langsamkeit. Die gelassenen Polynesier machen es uns vor. Nach Holzh&#252;tten mit Pandanusbl&#228;ttern geflochtenen W&#228;nden und mit Palmenwedeln gedeckten D&#228;chern suchen wir  vergeblich. Die meisten Einfamilienh&#228;user zeigen einen modernen Baustil mit europ&#228;ischem Touch, aber dem Klima angepasst, keine dicken Steinmauern, keine isolierte Fenster. Einige wenige alte Steinh&#228;user, teilweise blau-wei&#223; gestrichen erinnern an die Provence. Die angelegten G&#228;rten quellen &#252;ber vor bunten Blumen und die Tiare-, Frangipani- und Hibiskusbl&#252;ten verstr&#246;men einen bet&#246;renden Duft. Blumen spielen eine wichtige Rolle in der S&#252;dsee-Kultur, denn sie sind ein Symbol f&#252;r die Lebensfreude. &#220;berall wachsen all die leckeren Fr&#252;chte, Pampelmusen, Bananen, Mangos, Papaya und Zitronen f&#252;r die wir in Deutschland viel Geld bezahlen m&#252;ssen. T&#228;glich bekommen wir eine Vitaminbombe geschenkt. In der Lagune werden mit dem ersten Licht die Pirogen zu Wasser gelassen. Es wird vor und nach der Arbeit flei&#223;ig trainiert. In Einer-, Zweier-, Vierer- und Achterauslegerkanus bereiten sich die Freizeitsportler auf die Wettfahrten zur Heiva in Papeete vor. Sehr schnell und synchron paddeln sie mehrere Meilen durch die Gew&#228;sser, egal ob es regnet, stark windet oder die Sonne scheint. Ab 17:00 ert&#246;nen die Pahus (Trommeln), die Ukulele und tahitianische Melodien, es ist Feierabend und die Freizeitgestaltung beginnt. Unter den gro&#223;en alten B&#228;umen rechts und links der Dorfstrasse spielen die Kinder mit Glasmurmeln und die alten M&#228;nner Boule. In der Sporthalle &#252;bt der Kirchenchor, auf dem Sportplatz wird Fu&#223;ball gespielt, die jungen M&#228;dchen flanieren durch den Ort und &#252;berall steigen Rauchschwaden auf. Das gemeinsame Abendessen liegt auf dem Grill, die beliebteste Art der Essenszubereitung in der Trockenzeit. Sonntags treffen sich fast alle Inselbewohner festlich gekleidet und mit Bl&#252;ten geschm&#252;ckt in der gro&#223;en Sporthalle zum katholischem Gottesdienst. Der kraftvolle mehrstimmige Gesang weht &#252;ber die Lagune und wir genie&#223;en das Konzert beim Sonntagsfr&#252;hst&#252;ck mit R&#252;hreiern und Speck im Cockpit.  </p>
<p>Einen Flughafen f&#252;r kleine Maschinen gibt es auch. Er befindet sich auf der Insel Totegegie. Tahiti Air fliegt die Gambiers 1x pro Woche und bei Bedarf an. Fremde aus aller Welt begegnen uns nur auf den Ankerpl&#228;tzen. Es sind vor allem die Patagonien Segler, die hier ihren Segelt&#246;rn durch Franz&#246;sisch Polynesien beginnen. Acht Yachten (Kanada 1, Neuseeland 1, USA 1, Schweden 1, Frankreich 2, und wir) ankerten in den Buchten der Inseln und die Gemeinschaft war erstklassig. Fritz Didier Schmack, pensonierter Fremdenlegion&#228;r, Seglerfreund und Transocean - St&#252;tzpunktleiter, war unser Mann f&#252;r alle F&#228;lle. Fritz lebt schon seit 1975 auf Mangareva, spricht perfekt franz&#246;sisch und kennt sich aus mit den hiesigen Sitten und Gebr&#228;uchen. Sein H&#228;uschen, gekennzeichnet mit einem Fahnenmast, ist vom Ankerplatz vor Rikitea gut auszumachen. Ein gut gek&#252;hltes Bier, die Waschmaschine, die W&#228;scheleine, die Dusche ein Segen f&#252;r die Segler, der runde Tisch das Kommunikationszentrum und der t&#228;gliche Treffpunkt. Ob Inselrundfahrt, Besuch bei den Perlenfarmern, Kontakte zur einheimischen Bev&#246;lkerung, Inselwanderungen, Proviant einkaufen, Fitz hatte immer einen guten Tipp parat. Lieber Fritz herzlichen Dank f&#252;r deine Gastfreundschaft. Bleib gesund, damit noch viele Segler vorbei schauen k&#246;nnen. Ein Hinweis f&#252;r die Segler, die die Gambier Inseln anlaufen: Fritz liebt deutsche Volksmusik und den deutschen Schlager. Nichts Modernes sondern Altes, so richtig zum Mitsingen, gebrannt auf CD. Mit Heino ist er ausreichend versorgt, also lasst euch was einfallen.</p>
<p>Einmal die Woche soll hier ein Versorgungsschiff aus Tahiti anlegen und die Inselbev&#246;lkerung  mit allen Dingen des t&#228;glichen Lebens versorgen. Klappt aber nicht immer und so kann es sein, dass 14 Tage kein Schiff einl&#228;uft und dann in der dritten Woche kurz hinter einander  zwei Frachter einlaufen. Wir konnten dieses Szenario aus n&#228;chster N&#228;he beobachten und waren h&#246;chst erstaunt, was alles so ausgeladen wurde. Baumaschinen, Baumaterialien, Autos, Motorroller, Fernseher, Waschmaschinen, Tiefk&#252;hltruhen, M&#246;bel, Fahrr&#228;der, Kinderspielzeug, Lebensmittel, ja selbst das Baguette wird Kistenweise aus Papeete angeliefert. Der ganze Ort versammelt sich auf dem Hafengel&#228;nde, ein Stelldichein f&#252;r Jung und Alt. Die Tante-Emma-L&#228;den haben dann geschlossen, denn die Besitzer stehen genauso in der Warteschlange wie alle anderen auch. Sind die Container abgeladen und ge&#246;ffnet, geht die Verteilung los. Jeder Karton ist gekennzeichnet, mit Namen der Adressaten versehen und wird einzeln aufgerufen. Die geduldig wartenden Menschen ratschen miteinander, essen und trinken, keiner dr&#228;ngelt sich vor, keiner meckert, alles verl&#228;uft friedlich, obwohl das Prozedere Stunden dauert. Die beiden Frachter Taporo VIII und Nikuhau haben dann den &#246;rtlichen Bauschutt, schwere Baumaschinen und Containern geladen. Der Atomschutzbunker f&#252;r das Milit&#228;r ist dem Erdboden gleichgemacht und der aufblasbare f&#252;r die Bev&#246;lkerung ist ebenfalls abgebaut worden. Die Bev&#246;lkerung sieht es gelassen, solange Frankreich weiter zahlt. Die Haupteinnahmequelle der Gambier Inseln sind die schwarzen Perlen, die hier auf den Perlenfarmen gez&#252;chtet und nach Tahiti und &#220;bersee verkauft werden.</p>
<p>Diese schwarzen Perlen, das Symbol und der Exportschlager von Franz&#246;sisch Polynesien, haben uns besonders interessiert. Ihren Namen haben sie von der schwarzlippigen Perlenauster in der sie gez&#252;chtet werden. Der wissenschaftliche Name Pinata margaritefa. Die Zuchtmethode wurde von den Japanern Tatsuhei Mise und Tochi Nishikawa im fr&#252;hen 1900 Jahrhundert entwickelt und wird auch heute noch von den Perlenz&#252;chtern angewendet. Bevor die eigentliche Perlenzucht beginnt, m&#252;ssen die Perlenaustern aufgezogen werden. Dieser Prozess, vom Laich bis Mutterperle dauert im Schnitt drei Jahre. In den Lagunen werden hierf&#252;r zun&#228;chst Kunststoffgirlanden ausgelegt, an denen sich die Larven der Muschel sammeln. Ab dem 6. Monat werden die jungen Austern in h&#228;ngende K&#246;rbe gef&#228;delt und w&#228;hrend der weiteren Wachstumsphasen st&#228;ndig kontrolliert, sortiert und gepflegt. Je gr&#252;ndlicher die Austerschalen von darauf wachsenden Algen befreit werden, desto besser ist ihr Wachstum. In den Gambier Inseln erfolgt diese S&#228;uberungsaktion alle sechs Monate mit riesigen K&#228;rchern, die von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang im Einsatz sind. Eine gro&#223;e Rolle spielt auch der Aufzuchtsort, die Kinderstube, denn die Wassertemperatur, die Wasserqualit&#228;t, die Flora und die Fauna haben einen gro&#223;en Einfluss auf die Ern&#228;hrung und die Gesundheit der Auster. Die Gambier Inseln mit ihren vom Riff gesch&#252;tzten Gew&#228;ssern scheinen diese Voraussetzungen zu erf&#252;llen. Wir haben 40 Perlenfarmen gez&#228;hlt, die in den Lagunen, im Schutz der Motus ihre Perlenzucht betreiben. Die auf Stelzen ins Wasser gebauten H&#228;user sind h&#228;ufig Arbeits- und Wohnort zugleich.</p>
<p>Der Hauptarbeitgeber und Perlenk&#246;nig der Gambier Inseln ist Robert Wan. Ein Chinese, der hier das Z&#252;chten der schwarzen Perlen 1974 etabliert hat und heute 8 Perlenfarmen besitzt. Seine Perlenfarmen in Taku, Aukena und in der Lagune von Marutea bilden eigene D&#246;rfer auf dem Wasser und sind das ganze Jahr &#252;ber besetzt. Allein 20 Millionen mother-of-pearl, also Austern, die f&#252;r die Perlenzucht eingesetzt werden, wachsen in der Lagune von Marutea. Wie funktioniert die Zucht? Hat die Perlenauster die Zuchtgr&#246;&#223;e erreicht, verl&#228;sst sie die Kinderstube und wird von geschickter Menschenhand behandelt.  Dabei wird von einer MOP (mother-of-perls) ein Gewebeteilchen aus dem schwarzlippigen Saumrand entnommen und zusammen mit einem Fremdk&#246;rper, dem sogenannten Nucleus, in den Genitalbereich der Zuchtauster implantiert.</p>
<p>Dieser Nucleus ist eine perfekt geschliffene runde S&#252;&#223;wasserperle aus dem Mississippi. Das pr&#228;parierte Gewebeteilchen aus der Austernlippe der Mutterauster soll f&#252;r eine st&#246;rungsfreie Produktion sorgen und gibt au&#223;erdem die F&#228;rbung an den Nucleus ab. Die so behandelte Auster sondert in micro d&#252;nnen Schichten das irisierende Perlmutt ab, das sich konzentrisch um den Nucleus legt. Dieser Vorgang dauert zwei Jahre.</p>
<p>Das Implantieren des Nucleus und das Einbringen des Gewebeteilchens gleichen einer Operation. Mit einem  scharfen Messer werden die vorher ges&#228;uberten Hartschalen wenige Millimeter ge&#246;ffnet und in einer speziell entwickelten Halterung fixiert. Nun sind geschickte H&#228;nde und ausgezeichnete Augen erforderlich. In der linken Hand der Spreizer, um die Muschel&#246;ffnung zu gew&#228;hrleisten und in der rechten Hand die Pinzette f&#252;r den Nucleus und das Gewebeteilchen. Beides mu&#223; nun in den Genitalbereich implantiert werden und zwar in sekundenschnelle. Die Auster darf nicht absterben. Im Imperium von Robert Wan wird dieser schwierige Arbeitsprozess von jungen Chinesinnen ausgef&#252;hrt. Die Ernte der Perle verl&#228;uft &#228;hnlich, wenn die Auster weiter zur Z&#252;chtung verwertet wird. Schalen aufschlitzen, im Halter fixieren, mit Spreizer arretieren und mit einem langen Griff – mit einer kreisrunden &#214;ffnung am Ende – die Perle heraussch&#228;len und einen neuen Nucleus plus Gewebeteilchen einf&#252;hren. Die Geburtszeit der neuen Perle verk&#252;rzt sich auf 16 Monate. Erntezeit ist immer.</p>
<p>Nachdem wir nun so viele Informationen gesammelt haben, hat mich der Perlenkauf interessiert. Schmuckgesch&#228;fte gibt es keine und auf den lizenzierten Perlenfarmen werden keine Perlen an Privatpersonen verkauft. In den Privath&#228;usern der Perlenfarmer ist er au&#223;erordentlich gut organisiert. Dank Fritz mache ich die Bekanntschaft mit seinem alten Freund Henry, Juwelier im Ruhestand. Bei ihm habe ich mich schlau gefragt. Die Bewertung und damit auch der Preis der Perlen erfolgt nach 5 Kriterien: Nach dem Glanz, nach der Form, nach der Reinheit, nach der Gr&#246;&#223;e und nach der Farbe.</p>
<p>F&#252;r den <strong>Glanz</strong> hat Henry gleich zwei Begriffe, L&#252;ster und Orient. L&#252;ster ist die Lichtreflexion auf der Perlenoberfl&#228;che in der man sich spiegeln kann, stumpfe Perlen sind minderwertig, sagt Henry. Orient bezeichnet den farbigen Schimmer der Perle. Dieses Strahlen ist eine Interaktion von Licht und der kristallinen Struktur der Perle. Haben die einzelnen Perlmuttschichten Fehler, wie Rillen oder Pickel, st&#246;rt das den Glanz der Perle. Je intensiver der Glanz umso wertvoller die Perle.</p>
<p>Die <strong>Form </strong>wird an ihrer Kugelform und der Symmetrie gemessen. Die Stars der schwarzen Perlen sind die perfekten runden. Tropfen-, birnen-, knospenf&#246;rmig bis hin zu oval geformten Perlen werden als Semi - Barockperlen verkauft, sie sind symmetrisch aber nicht mehr rund. Unregelm&#228;&#223;ige Perlen, h&#228;ufig in Stabsform ohne Symmetrie, bezeichnet der Fachmann als Barockperle. Der Wert der Perle wird durch die Rundheit und das Ebenma&#223; bestimmt, je runder je gleichm&#228;&#223;iger, je wertvoller.</p>
<p>Die <strong>Reinheit</strong> der Perle wird durch die Makel bestimmt. Das kann ich als Laie sogar erkennen, denn makellose Perlen tragen die Bezeichnung AA und sind 100% rein und &#228;u&#223;erst selten. A Perlen haben 1 bis 2 Makel und haben eine Reinheit von 90 %. B Perlen haben 2 bis 5 Makel = 67% Reinheit, C Perlen haben mehr als 5 Makel und besitzen nur noch eine Reinheit von 33%. Die Bedeutung der Reinheit ist sehr wichtig f&#252;r das &#228;u&#223;ere Erscheinungsbild der Perle und f&#252;r die sp&#228;tere Form der Verarbeitung. Juweliere k&#246;nnen minimale Makel bei der Verarbeitung kaschieren.</p>
<p>Die <strong>Gr&#246;&#223;e</strong> der Perle wird durch den Durchmesser bestimmt. Eine gro&#223;e Perle hat einen Durchmesser von mehr als 11,5mm, die durchschnittliche Perle 9,5mm bis 11,5 mm, die kleine 8,0 bis 9,5mm. Je gr&#246;&#223;er der Durchmesser, desto teuer die Perle. Gr&#246;&#223;ere Perlen ben&#246;tigen sehr viel gr&#246;&#223;ere Mutterperlenaustern (Mother of Pearls). Nur diese haben das Volumen f&#252;r das n&#246;tige Wachstum. Die Zucht der MOP ist schwierig und sehr teuer. Die gr&#246;&#223;te perfekt runde Perle der Welt hat einen Durchmesser von 22,92mm und wiegt 12,5g. Gez&#252;chtet von Robert Wan auf dem Tuamotu Atoll Nengo Nengo, 50sm s&#252;dwestlich von Hao, der Preis ist unbekannt. Zu besichtigen in einer Perlenvitrine seines Perlenmuseums in Papeete, Tahiti. Eine Kette mit 54 runden Perlen im Durchmesser von 14mm bis 19mm kostet 160.000 US$, eine Perle im Durchschnitt 2.963 US$.</p>
<p>Die <strong>Farbe </strong>der Perlen ist nicht nur eine emotionale Angelegenheit, sondern auch ein Verkaufskriterium. Schwarze Perlen sind nicht unbedingt schwarz. Sie changieren in vielen Farben, je nachdem wie viele Chromanteile vorhanden sind. Die F&#228;rbung definiert den spektralen Bereich und gibt der Farbe den Namen. Chrom bestimmt die Intensit&#228;t und die Reinheit der Farbe. Wei&#223;, Grau und Silber haben wenig Chromanteil, Aubergine, Violett, Blau und Gr&#252;n dagegen viele Chromanteile. Die Standardfarben bei den schwarzen Perlen sind gr&#252;n, blau und violett. Unterhalb des Standards sind wei&#223;e, graue und silberfarbene Perlen. Seltene F&#228;rbungen neben Schwarz sind Regenbogen, Aubergine und Pfauenfedergr&#252;n (flywing green). F&#252;r den Perlenkauf kann man sich merken, je seltener die Farbe, je h&#246;her der Wert, desto teurer die Perle.</p>
<p>Alle f&#252;nf Kriterien zusammengefasst ergeben den Wert einer Perle und es ist wirklich spannend und lehrreich sch&#246;ne schwarze Perlen zu entdecken und zu kaufen. In den Juweliergesch&#228;ften in Papeete habe ich mehr silberfarbene Perlen als Schmuck verarbeitet gesehen, als dunkle. Eine dunkel gef&#228;rbte Perle, perfekt im Glanz,  im Durchmesser 10mm und 99% rein kostet in Papeete im Fachgesch&#228;ft 450,00 Euro. Auf den Gambierinseln 45,00 Euro. Wer durch die Inselwelt von Franz&#246;sisch Polynesien segelt und schwarze Perlen f&#252;r ein Schmuckst&#252;ck kaufen m&#246;chte, der sollte seine Entscheidung auf den Gambiers oder auf den Perlenfarmen in den Tuamotus treffen. In Papeete ist das untere Level mindestens doppelt so teuer und bei der oberen Kategorie verzehnfacht sich der Preis. Keine Yacht verl&#228;sst Franz&#246;sisch Polynesien ohne schwarze Perlen und so w&#252;nschen wir allen Seglerinnen und Seglern viel Spa&#223; bei der Suche nach der ganz pers&#246;nlichen Perle.</p>
<p>Nach 3 ½ Wochen hei&#223;t es Abschiednehmen, eigentlich w&#228;ren wir gerne l&#228;nger geblieben, aber die Inselwelten von Franz&#246;sisch Polynesien sind so vielf&#228;ltig und 90 Tage ein knapp bemessener Zeitraum. Die Seestrecken sind  lang und bis Anfang August wollen wir noch viele Buchten und H&#228;fen in diesem Revier anlaufen. Unser n&#228;chstes Ziel sind die Korallenriffe und Lagunen der Tuamotus.</p>
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		<title>Der Passat - vom Winde verweht - von Galapagos zu den Gambier Islands</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Apr 2008 01:27:32 +0000</pubDate>
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