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	<title>Logbuch der Kira von Celle</title>
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	<pubDate>Mon, 26 Jan 2009 04:48:41 +0000</pubDate>
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		<title>DAS WETTER WURDE 69 JAHRE ALT!</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jan 2009 01:45:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KvC</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Logbuch]]></category>

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&#8220;Anna Maria&#8221; auf 10090 kHz, gibt es eine Meldung vorab und wie komme ich durch?? Es ist 20.00UTC und es ist Zeit bei Winfried einzuchecken. Seit Jahren schon t&#228;glich das gleiche Ritual und dann gibt es Wetter: Die Gro&#223;wetterlage im Pazifik,  das Regionale von Australien, den Salomonen &#252;ber Vanuatu, Neukaledonien, Fidschi, Tonga bis nach [...]]]></description>
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<p><a href="http://www.kira-von-celle.de/Logbuch/wp-photos/20090126-024511-1.jpg"><img src="http://www.kira-von-celle.de/Logbuch/wp-photos/thumb.20090126-024511-1.jpg" alt="TOTreffen (Medium).jpg" /></a></p>
<p>&#8220;Anna Maria&#8221; auf 10090 kHz, gibt es eine Meldung vorab und wie komme ich durch?? Es ist 20.00UTC und es ist Zeit bei Winfried einzuchecken. Seit Jahren schon t&#228;glich das gleiche Ritual und dann gibt es Wetter: Die Gro&#223;wetterlage im Pazifik,  das Regionale von Australien, den Salomonen &#252;ber Vanuatu, Neukaledonien, Fidschi, Tonga bis nach Neuseeland, gerne auch noch franz&#246;sisch Polynesien, die Cooks und Samoa. F&#252;r diejenigen die unterwegs sind, ist auch noch ein Routing drin. T&#228;glich &#252;ber eine Stunde Funk auf der 10090, danach auf der 14770, der 6464, der 4140 und zur&#252;ck auf 10090.</p>
<p>Schon Stunden vorher hat Ute auf der Anna Maria die Daten auf den Computern  gesammelt. Es wird ausgewertet, interpretiert und gemittelt.  Kaum ein Segler der nicht auf Frequenz ist und auf die geballte Ladung Wetterinformationen verzichtet. Wer die Anna Maria  mal nicht h&#246;rt, findet immer ein Relais.</p>
<p>Am 7. Januar wurde der Geburtstag von TO-Mitglied Winfried gro&#223;  gefeiert. 40 G&#228;ste, &#252;berwiegend TO-Mitglieder  genossen den schon traditionellen Schweinebraten bei Klaus und Erika in Paihia, unserem TO St&#252;tzpunktleiterehepaar. Bei  Null/achtel  Bew&#246;lkung und sommerlichen Temperaturen startete das  Fest, begleitet von Country und Rock Live - Musik, um 18.00 Ortszeit und endete nach Tanz und vielen Gespr&#228;chen unter einem klaren Sternenhimmel tief in der Nacht. Da hat  wohl selbst das Wetter gratulieren wollen.  <strong>Die Liste der feiernden TO- Mitglieder liest sich so:</strong><br />
Klaus und Erika - TO-St&#252;tzpunktleiter<br />
Winfried und Ute - SY Annamaria<br />
Walter- SY Cinderella<br />
Peter - SY Dakota<br />
Edmund - SY Felicitas<br />
Wolfgang und Gertrude - SY Golden Tilla<br />
Beate und Detlev - SY Kira von Celle<br />
Doris und Albin- SY Kiwi Kiwi<br />
Vera und Ernesto  - SY LiberTee<br />
Volker und Evelyn - SY Loh<br />
Renate und Helmut - SY Nukualofa<br />
Renate und Hartmut - SY Renahara<br />
Evi und Wolfgang - SY Sleipnier<br />
Sylvia und Michael- SY Tanoa<br />
Maja und Axel - SY Tulivej<br />
Andrea - SY Vivaci<br />
G&#252;nter und Ute- SY Y-Not<br />
Wenn so viele TO-Mitglieder zusammenkommen, dann wird nat&#252;rlich auch &#252;ber den TO gesprochen. Einige diskutierten vor allem &#252;ber ein Schreiben unseres Vorsitzenden Herrn<br />
<!--[if gte mso 9]&amp;gt;     Normal   0   21         false   false   false                             --><!--[if gte mso 9]&amp;gt;     --> <!--  /* Font Definitions */  @font-face 	{font-family:Calibri; 	mso-font-alt:"Century Gothic"; 	mso-font-charset:0; 	mso-generic-font-family:swiss; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:-1610611985 1073750139 0 0 159 0;}  /* Style Definitions */  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-parent:""; 	margin-top:0cm; 	margin-right:0cm; 	margin-bottom:10.0pt; 	margin-left:0cm; 	line-height:115%; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:11.0pt; 	font-family:Calibri; 	mso-fareast-font-family:Calibri; 	mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-language:EN-US;} @page Section1 	{size:612.0pt 792.0pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:36.0pt; 	mso-footer-margin:36.0pt; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} --> <!--[if gte mso 10]&amp;gt;   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-ansi-language:#0400; 	mso-fareast-language:#0400; 	mso-bidi-language:#0400;}  -->Bernd Luetgebrune an die TO-St&#252;tzpunktleiter. Auch wir sind der Meinung,  dass es lohnt dar&#252;ber nachzudenken  und stellen den Text hier vor.  Unser Dank gilt vor allem Klaus und Erika die wieder einmal ihr traumhaftes Anwesen zur Verf&#252;gung stellten, um den TO-Mitgliedern und anderen G&#228;sten einen geeigneten Platz anzubieten, ohne den ein solch gelungenes Fest nicht zustande kommt.<br />
<strong>Der TO Vorsitzende schrieb am 11.Dez.2008</strong><br />
An die St&#252;tzpunkte<br />
Liebe St&#252;tzpunktleiterinnen, liebe St&#252;tzpunktleiter<br />
Verzeihen Sie mir zun&#228;chst, dass ich nicht jeden pers&#246;nlich anspreche, bei 190 St&#252;tzpunkten, die &#8220;Trans-Ocean&#8221; derzeit rund um die Weil hat, ist dies mit ehrenamtlicher Arbeit - von der Sie ja eine Menge verstehen - nicht machbar.<br />
Auch wenn wir Ihnen in diesem Jahr kein Pr&#228;sent &#252;bersenden k&#246;nnen, haben wir doch nicht vergessen, dass Sie ein ganz wesentliches Element des Vereins sind und wollen Ihnen auch auf diesem Wege Dank sagen f&#252;r Ihren Einsatz, Ihre Hilfsbereitschaft und Ihnen ein frohes besinnliches Weihnachtsfest und ein gl&#252;ckliches, erfolgreiches und insbesondere gesundes neues Jahr w&#252;nschen.</p>
<p>Ihr Erfolg ist dabei nat&#252;rlich immer ein Gewinn f&#252;r unsere Segler, die gro&#223;e Familie, die dem &#8220;Trans-Ocean&#8221; angeh&#246;ren!<br />
Ich m&#246;chte die Gelegenheit aber auch benutzen, Sie zu bitten, mit darauf zu achten, dass die Yachten und Besatzungen, die Ihre Hilfe als &#8220;TO&#8221;- St&#252;tzpunkt in Anspruch nehmen, auch zum Verein geh&#246;ren, also insbesondere einen TO-Standerschein vorweisen k&#246;nnen.<br />
Dies, um es Nichtmitgliedern zu erschweren, Ihre f&#252;r TO aufgewandte Zeit zu belegen, aber auch zu Ihrem ganz eigenen Schutz und in Ihrem eigenen Interesse: F&#252;r Hilfeleistungen, Dienstleistungen, die Sie gegen&#252;ber Vereinsangeh&#246;rigen als TO-Mitglieder erbringen, die also im Vereinsverband erfolgen, gilt ein anderer Haftungsma&#223;stab, als wenn die gleichen Leistungen Dritten gew&#228;hrt werden.<br />
Im Vereinsverband haftet jeder grunds&#228;tzlich nur f&#252;r die Sorgfalt, die er in eigenen Angelegenheiten zu beachten pflegt. (Diligentia quam in Suis), gegen&#252;ber Dritten gilt ein anderer, ein objektiver Haftungsma&#223;stab f&#252;r Sorgfaltspflichten.<br />
Ich wei&#223;, dass diese juristischen Hinweise Sie vielleicht &#252;berraschen, gerade in einer Weihnachts- und Neujahrsbotschaft, bin aber sicher, dass Sie diese Grundlagen kennen sollten, um Ihren segensreichen Einsatz f&#252;r den Verein und seine Mitglieder auch rechtlich f&#252;r Sie zum Erfolg und zur Freude werden lassen und Ihnen keinen Kummer bereitet.<br />
In diesem Sinne also noch einmal ein gutes, erfolgreichen neues Jahr 2009, viele Anl&#228;ufe von freundlichen dankbaren Yachten und Besatzungen des &#8220;Trans-Ocean&#8221; w&#252;nscht<br />
B. Luetgebrune</p>
<p><strong>Der obenstehende Bericht wurde dem Trans-ocean mit nachfolgendem Schreiben &#252;bermittelt:</strong></p>
<p><!--[if gte mso 9]&amp;gt;     Normal   0   21         false   false   false                             --><!--[if gte mso 9]&amp;gt;     --> <!--  /* Font Definitions */  @font-face 	{font-family:Calibri; 	mso-font-alt:"Century Gothic"; 	mso-font-charset:0; 	mso-generic-font-family:swiss; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:-1610611985 1073750139 0 0 159 0;}  /* Style Definitions */  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-parent:""; 	margin-top:0cm; 	margin-right:0cm; 	margin-bottom:10.0pt; 	margin-left:0cm; 	line-height:115%; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:11.0pt; 	font-family:Calibri; 	mso-fareast-font-family:Calibri; 	mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-language:EN-US;} @page Section1 	{size:612.0pt 792.0pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:36.0pt; 	mso-footer-margin:36.0pt; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} --> <!--[if gte mso 10]&amp;gt;   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-ansi-language:#0400; 	mso-fareast-language:#0400; 	mso-bidi-language:#0400;}  --></p>
<p>Lieber Helmut,</p>
<p>wir w&#252;nschen Dir ein frohes und gesundes Jahr 2009. Im April werden wir f&#252;r einige Wochen in Deutschland sein und w&#252;rden uns freuen Dich auf eine Tasse Kaffee besuchen zu d&#252;rfen. Schreibe uns doch bitte Deine Adresse und eine Telefonnummer. Der beiliegende Bericht liegt uns am Herzen, um die zu ehren, die auch ehrenamtlich mehr leisten als &#252;blich ist. Winfried ist mit seinem Wetternetz f&#252;r die Segler im westlichen Pazifik praktisch nicht zu ersetzen und Klaus tr&#228;gt auf seine Weise dazu bei unseren Zusammenhalt zu festigen.  Wir haben den Abend auch genutzt um &#252;ber das erw&#228;hnte Schreiben zu sprechen, das die Segler besonders zur Kenntnis genommen haben, denen auch das Vereinsleben des TO etwas bedeutet. Wir stehen mit einigen TO-St&#252;tzpunktleitern im nicht europ&#228;ischen Ausland in Verbindung und wagen daher zusammenzufassen, dass der Brief nicht in allen Einzelheiten verstanden wurde. Gerne w&#252;rden wir  Herrn Luetgebrune direkt ansprechen, doch dieser Weg ist vermutlich erfolglos, nachdem der Vorsitzende unser letztes mail g&#228;nzlich unbeantwortet gelassen hat und wir nicht einmal einen Eingangshinweis des Sekretariats bekamen.</p>
<p>Der Hinweis auf die besondere Haftungslage im Vereinsverband ist f&#252;r Deutschland sicherlich richtig und mag auch in Europa auf dem Wege der Vereinheitlichung sein. Dies gilt aber mit Sicherheit nicht f&#252;r das &#252;brige Ausland, insbesondere nicht f&#252;r die L&#228;nder der zweiten und dritten Welt. Das hie&#223;e, dass  der Vorsitzende stets von einem Gerichtsstand in Deutschland ausgeht, egal wo auf der Welt ein Problem zwischen einem TO St&#252;tzpunktleiter  und einem Mitglied zu verhandeln w&#228;re.  Es ist zur Kenntnis zu nehmen , dass viele &#252;berseeische L&#228;nder von einem so fein strukturierten Rechtssystem wie in Deutschland weit entfernt sind und wenn sie es h&#228;tten von Verbreitung und Anwendung keine Rede sein kann.  Hier ist jetzt mehr Aufkl&#228;rung n&#246;tig als vor dem Schreiben.</p>
<p>Der Hinweis an die TO-St&#252;tzpunktleiter, die Mitgliedschaft der sie kontaktierenden (TO) Yachten zu beachten, hat das Zeug heftige Reaktionen auszul&#246;sen. Es wird betont, dass vor allem der Standerschein die Mitgliedschaft dokumentiert. Unser Standerschein ist im August 2007 abgelaufen, wir waren seit dieser Zeit nicht in Deutschland um ihn zu erneuern. Wir sind auf Reisen und wollen uns nicht einengen lassen, indem wir irgendwo warten um einen neuen Standerschein der mit irgendeiner entweder teuren oder unzuverl&#228;ssigen Post vielleicht abgeschickt wird. Das gleiche Problem haben wir mit dem j&#228;hrlich neuen Nachweis zur Haftpflichtversicherung. Da lassen wir uns eine e-mail schicken, wenn notwendig. Den Eigentumsnachweis f&#252;r die Yacht liefern wir durch unseren Eintrag in das Seeschifffahrtsregister. Der TO bucht unseren Jahresbeitrag f&#252;r zwei Personen regelm&#228;&#223;ig ab und wenn die vor ca. 20 Jahren von Beate Schmandt begr&#252;ndete Mitgliedschaft nicht   bei der Einrichtung der EDV beim TO f&#252;r „verloren gegangen“ w&#228;re und neu beantragt werden musste, h&#228;tte sie fr&#252;her das Anrecht auf eine dieser Ehrennadeln.</p>
<p>Stattdessen d&#252;rfen wir uns jetzt erst mal nicht mehr als Mitglieder ansehen. D&#252;rfen wir dann noch f&#252;r den TO schreiben?  Polemik beiseite, das Thema Standerschein geh&#246;rt behandelt, aber sicher nicht so, auf diesem Weg gibt es keinen Erfolg, da sind wir sicher. In den Gespr&#228;chen mit TO Seglern wird klar, dass die engagierten unter ihnen beim Nachdenken &#252;ber diesen Hinweis Best&#252;rzung empfinden und  vielen TO-St&#252;tzpunktleitern  geht es wohl &#228;hnlich. Der Vorsitzende hat recht, wenn er den St&#252;tzpunktleitern freundliche und dankbare Yachten w&#252;nscht und so denken die  w i r k l i c h  ehrenamtlichen TO-St&#252;tzpunktleiter auch. Dann ist es aber f&#252;r die TO-St&#252;tzpunktleiter, um die es dem Vorsitzenden ja geht, vermutlich von geringer  Bedeutung, ob da nun ein g&#252;ltiger Standerschein vorhanden ist, oder nicht. Es gelingt  offensichtlich nicht die lange schon vorhandenen Unterschiede in der Vereinssicht zwischen Seglern und dem Vorstand abzubauen.  Wer sich auskennt, staunt &#252;ber die Art der Adressverwaltung, auf die der Vorsitzende in seinem ersten Satz Bezug nimmt. Es gibt  schlichte Programmierungen, die bei Serienbriefen f&#252;r die richtige Anrede und die Eingaben der Anschrift im Briefkopf sorgen, gesucht wird ein kundiger Anwender. Kann denn da nicht mal jemand helfen?</p>
<p>Viele liebe Gr&#252;&#223;e aus dem sonnigen Opua, Bay of Islands, Neuseeland.                                                                                                                                          Beate und Detlev Schmandt</p>
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		<title>SY Kira von Celle - unsere Besuche bei den Trans-ocean St&#252;tzpunktleitern</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Jan 2009 06:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Logbuch]]></category>

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Ausgel&#246;st durch das Weihnachtsschreiben unseres Vorsitzenden erinnern wir uns an unseren seit Jahren schwelenden Eindruck, dass wir, die Segler, die TO-St&#252;tzpunktleiter und der Vorstand unseres Vereins m&#246;glicherweise nicht genug voneinander wissen. Es gibt 190 St&#252;tzpunkte, schrieb der Vorsitzende, wir kennen nur einen Bruchteil davon und &#252;ber diese Begegnungen wollen wir berichten.  Zun&#228;chst ist ein [...]]]></description>
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<p><a href="http://www.kira-von-celle.de/Logbuch/wp-photos/20090121-070016-1.jpg"><img src="http://www.kira-von-celle.de/Logbuch/wp-photos/thumb.20090121-070016-1.jpg" alt="KiraCrew (Medium).jpg" /></a></p>
<p>Ausgel&#246;st durch das Weihnachtsschreiben unseres Vorsitzenden erinnern wir uns an unseren seit Jahren schwelenden Eindruck, dass wir, die Segler, die TO-St&#252;tzpunktleiter und der Vorstand unseres Vereins m&#246;glicherweise nicht genug voneinander wissen. Es gibt 190 St&#252;tzpunkte, schrieb der Vorsitzende, wir kennen nur einen Bruchteil davon und &#252;ber diese Begegnungen wollen wir berichten.  Zun&#228;chst ist ein TO-St&#252;tzpunkt eine Adresse im TO-Heft. Wer und was sich dahinter verbirgt wird erst deutlich, liest man Reiseberichte im TO-Heft. Unterwegs erh&#228;lt man Informationen von anderen Seglern am Steg, am Funk, per mail. Besucht man dann die TO-St&#252;tzpunkte wird einem bewusst, das sie unterschiedlicher nicht sein koennten.</p>
<p>Da der St&#252;tzpunkt Porto Santo bedauerlicherweise nicht besetzt war, lernten wir auf Lanzarote als ersten TO-St&#252;tzpunktleiter Erhard Granicky kennen. Seine Einladung in der Vorweihnachtszeit 2004 zum Bratapfel mit Gl&#252;hwein in lustiger Seglerrunde werden wir nicht  vergessen. Wegen einer schweren Krankheit von Beate blieben wir 11 Monate in der Marina Rubicon. Wir haben uns &#246;fter am Steg zum Kloenen getroffen. Sein Mitgefuehl und das seiner Frau haben mir sehr geholfen, da Beate in Deutschland im Krankenhaus lag.  Erhard hat f&#252;r sein Engagement beim TO keinen geschaeftlichen Hintergrund, er ist TO-St&#252;tzpunktleiter und Segelkamerad von Herzen. Eine Dienstleistung haben wir meiner Erinnerung nach von ihm nicht erbeten, Marina und Serviceumfeld waren gut ausgepraegt.</p>
<p>Auf Gomera blieben wir ohne Kontakt zum TO-Stuetzpunkt.  Danach trafen wir Karl-Heinz Lange. Wir wollten nicht auf die Kapverden, nicht nach Sal. Es waren Segelfreunde vom TO, die uns per Funk baten unbedingt zu kommen und eine gr&#246;&#223;ere Menge Zahnkitt aus Gomera mitzubringen. Karl Heinz hatte darum gebeten,  der Zahnarzt der Insel brauchte das f&#252;r Bed&#252;rftige, die kein Geld hatten daf&#252;r zu bezahlen, und Karl-Heinz brauchte es dringend, hatte er doch seine Best&#228;nde l&#228;ngst verteilt. Es war eine gute Entscheidung das Zahnkitt nach Sal zu bringen. Wir lernten einen v&#246;llig  uneigennuetzig handelnden TO-St&#252;tzpunktleiter kennen der, selber nicht mit Reichtuemern gesegnet,  gab,  was er hatte und in der Dorfgemeinschaft wegen seines sozialen Engagements hoch angesehen ist. Er ist mit uns jeden Weg durch das Dorf gegangen, zum Einklarieren, zum Einkaufen, zum  Wasserholen. Sind wir mal an einem Laden vorbei gekommen, hielt er auch gerne an um mit uns einen Rumpunsch zu trinken.  Wir haben Kleidung, Verbandsmaterial und Medikamente gespendet und &#252;ber den TO und Intermar die Segler aufgerufen  Medikamente und vieles Andere  zum “Carlos” nach Sal zu schaffen.  Sein Haus war stets offen, klingeln und eintreten, und es war nie verkehrt eine Flasche Roten dabei zu haben. Ein Ort f&#252;r Seelen.</p>
<p>Henny Kusters ist St&#252;tzpunktleiter des TO auf Sao Nicolau. Auch er ist sozial engagiert. In seinem „Restaurant“ was auch sein Wohnzimmer ist, wird unter einem  Kronleuchter gro&#223; aufgetischt. Henny bildet junge M&#228;nner zu K&#246;chen, Kellnern und Reiseleitern aus. Wir haben mit ihm einen Tag verbracht, die Insel kennen gelernt, gut zu Mittag gegessen und am Abend ein f&#252;nf g&#228;ngiges Men&#252;  genossen. Es war hervorragend zubereitet und  stilvoll serviert. Henny ist f&#252;r uns ein Original, einer, den es nicht zweimal gibt. Er war bestens bekannt bei den Indios im Hochland, kannte vor allem die Flora  perfekt, und wo uns in den Sandalen die F&#252;&#223;e weh taten, lief Henny barfu&#223; herum.  Er hat auch die Besten Kontakte zu den Beh&#246;rden und ist bem&#252;ht den Hafen sauber zu halten von den Kinder-Gangs. Es war ein teurer Tag, aber wir wussten, dass er das Geld in sein Projekt steckt.  Zum Ausklang sa&#223;en wir auf seiner Terrasse direkt am Meer, einen guten Rum im Glas und h&#246;rten den Erz&#228;hlungen aus seinem Leben zu. &#220;ber den TO wurde nicht gesprochen.</p>
<p>In der Karibik haben wir die St&#252;tzpunkte  auf Martinique, St. Lucia, Union Islands, Grenada und Bequia nicht aufgesucht. Wir waren schnell unterwegs und kannten die Inseln von etlichen Chartert&#246;rns. Leider sahen wir damals keine M&#246;glichkeit als TO-Mitglieder den TO-Stander auf einem Charterschiff zu setzen, schade.</p>
<p>Sint Maarten war neu f&#252;r uns und wir brauchten technische Hilfe, ein Hol out, die Schraube musste verstellt werden, zu schwer waren wir inzwischen f&#252;r den alten Steigungswinkel. Michael  Glatz hat   den Kontakt zu einem Techniker hergestellt und zur Werft. Wir haben uns bei ihm wohlgef&#252;hlt, waren fast jeden Abend zur„Happy-hour“ und zum Dinner in seinem Lokal, haben unsere W&#228;sche in seinem Salon waschen lassen, und ein Auto von Ihm zum Sondertarif gemietet. Wir sind Ihm und er uns nichts schuldig geblieben.</p>
<p>Den Sommer des Jahres 2006 haben wir auf Trinidad in Chaguarama verbracht.  Trinidad zeigt dem Segler viele h&#246;chst unterschiedliche Gesichter. Ist man erst mal einklariert, wird man mit Informationen &#252;berhaeuft. Das „Boaters Directory“ ist ein umfangreicher  F&#252;hrer  zu allem, was den Skipper in Chaguaramas interessieren k&#246;nnte. Nat&#252;rlich gibt es jeden morgen ein VHF-Netz und zahlreiche Happy-hours am Abend, gespickt mit Informationen. Erst als wir nach einigen Tagen uns etwas auskannten, besuchten wir  den TO-St&#252;tzpunktleiter Andreas Kretzmar in seinem Gesch&#228;ft f&#252;r Electronic. Wir hatten einen Auftrag, den nur er erledigen konnte. Wir haben danach mehrmals  bei einem Drink nach Feierabend zusammengesessen und viel erfahren &#252;ber Trinidad und Tobago. Er ist ein exzellenter  Kenner der lokalen Probleme. Wir vertraten unterschiedliche Auffassungen zur Kriminalitaetslage. F&#252;r Andreas war vieles l&#228;ngst Normalit&#228;t, was auf uns Segler wie ein Schock wirkte. Durch diese Gespr&#228;che wurde aber unser Verst&#228;ndnis f&#252;r das Land und seine Probleme gest&#228;rkt.  Einige Statements der vergangenen Jahre, die Andreas im TO ver&#246;ffentlicht hat, kennen wir und sie sollten ernst genommen werden. Wir haben in seinem Stammlokal bei der Tropical Marina einmal einen Abend organisiert, an dem ca. 18 TO-Segler zusammenkamen, da war  auch  er ein wenig stolz darauf. Wir sind ihm und er uns nichts schuldig geblieben.</p>
<p>Cartagena darf man auf der Reise nach Westen nicht auslassen und Manfred Alwardt war da, bevor wir &#252;berhaupt angekommen waren.  Via sailmail haben wir ihm unsere Schiffs-und Personendaten &#252;bermittelt und die Einklarierung war vorbereitet. Manfred nimmt daf&#252;r Geld, er ist ein Agent. Seine Dienste stehen jedem Segler zur Verf&#252;gung, egal in welchem Verein und von welcher Nationalit&#228;t er ist. Wer seine Dienste nicht in Anspruch nehmen will  und einen Tag mit Beh&#246;rdeng&#228;ngen verleben will, den ber&#228;t er trotzdem und kostenlos. Wir haben seine Dienste auch anderweitig in Anspruch genommen. Er hat uns durch die Stadt gefahren auf der Suche nach Ersatzteilen. Wir waren mit Ihm beim Segelmacher, beim Schlosser und wohl auch an der Bar. Wenn wir mit Ihm im Yachtclub verabredet waren,  dann war P&#252;nktlichkeit  nicht  das oberste Ziel. Wir sind in einem fremden Land und  Manfred  ist dort zu Hause. Sein Rhythmus ist kolumbianisch und wir sind die G&#228;ste. Wir haben uns fair behandelt und sind als gute Bekannte auseinandergegangen.</p>
<p>Es sollte fast  1 1/2 Jahre dauern bis zum n&#228;chsten Kontakt, zum TO-St&#252;tzpunkt Panama. Wir haben Herrn Beume nie kennengelernt. Sein Lokal mit fr&#228;nkischer Kueche wird von einem Gesch&#228;ftsfuehrer geleitet, er soll nur noch selten anzutreffen sein. Wir haben uns einmal einen nicht ganz billigen Abend mit Bratkartoffeln, fr&#228;nkischer Wurst und deutschen Bieren geleistet, es war f&#252;r uns etwas Besonderes. Erst, als wir l&#228;ngst auf dem Weg zu den Gambier Islands  waren, hat uns Herr Beume  einen gro&#223;en Gefallen getan. Es gab ein Missverstaendnis  bez&#252;glich der Kaution f&#252;r die Kanalpassage. Herr Beume hat dies Dank seiner guten Verbindungen und seiner der Mentalit&#228;t des Landes angepassten Hartn&#228;ckigkeit kl&#228;ren k&#246;nnen.</p>
<p>Der bekannteste TO-St&#252;tzpunktleiter im Jahr 2008 im Pazifik, war Herr Johnny Romero. Kein Tag verging, an dem sein Name nicht auf dem Netz von G&#252;nter/Contadora fiel. Er ist auch ein Hafenagent, nur fair-play war nicht seine Sache. Wir haben ihn nie getroffen und er ist nicht mehr TO-St&#252;tzpunktleiter, beides ist gut.</p>
<p>Was wir jetzt &#252;ber Fritz Didier Schmack schreiben, den TO-St&#252;tzpunktleiter in Rikitea-Gambier, daf&#252;r haben wir sein Einverst&#228;ndnis.  Fritz Didier Schmack ist das, was wir kauzig  nennen, und er ist alkoholkrank und er ist sich dar&#252;ber voll bewusst. Beate hat &#252;ber drei Tage mit ihm zusammengesessen und seine Lebensschilderung  aufgeschrieben und darf dar&#252;ber schreiben. Fritz hat das sehr gerne getan, es war f&#252;r Ihn eine M&#246;glichkeit &#252;ber sein Leben zu sprechen, wir haben ihn ernst genommen, er hat das gesp&#252;rt. In den Nachkriegswirren begann seine Odyssee durch Deutschland und Frankreich, auf der Suche nach Familie und Halt. Beides hat er nicht gekannt und erst sehr sp&#228;t und nur f&#252;r kurze Zeit gefunden, als er in Rikitea eine Einheimische heiratete und mit ihr sechs Kinder zeugte. F&#252;nf leben noch, aber seine Frau ist gestorben und dar&#252;ber ist er bis heute nicht hinweggekommen.  Sein Leben wurde bestimmt von der franz&#246;sischen Fremdenlegion und die Zeiten waren rau. Es war die Legion, die die Infrastruktur f&#252;r die Atombombenatolle Frankreichs im Pazifik zu errichten hatte. Fritz ist dabei gewesen und h&#228;ngen geblieben. Heute lebt er von einer kleinen Pension, die er vor allem f&#252;r seine Krankheit ausgibt. Er wohnt in einem einfachen Holzhaus direkt am Meer. Er freut sich &#252;ber Besuch, vor allem am Vormittag, sp&#228;ter geht das oft nicht mehr. Segler waschen ihre W&#228;sche in seiner Waschmaschine, ein kleines, sehr kleines Gesch&#228;ft. Fritz ist in Rikitea sozial isoliert, er ist nicht beliebt. Nur ein paar Freunde aus alten Zeiten,  seit ca. 17 Jahren ist Fritz in Rikitea, besuchen  ihn noch. Und dann sind da ein paar Segler die sich Zeit f&#252;r Ihn nehmen, die anderen wollen nur mal schnell die W&#228;sche waschen und ein paar Pampelmusen und Zitronen aus seinem wilden Garten nehmen. Der Umgang mit ihm ist nicht leicht und er wei&#223; das. Sieht man ihn vor dem Hintergrund seiner Herkunft und seines Schicksals,  ist da der Mensch Fritz, einer wie DU und ich. Wir freuen uns, dass er beim TO ist, es macht ihn stolz. Wer dort hinsegelt, sollte ihm unbedingt eine CD mit alter deutscher Volksmusik  (Schunkellieder) mitbringen.</p>
<p>Ohne weitere Kontakte zu TO-St&#252;tzpunkten im Pazifik  ging es nach Opua, Bay of Islands, Neuseeland. Hier haben wir Klaus und Erika Wesche kennengelernt. Klaus backt Holzofenbrot, zweimal in der Woche kann man es zu &#252;blichen Preisen kaufen, nur das es viel besser ist,  als alles andere was hier Brot genannt wird. Er h&#228;lt gerne Kontakt zu den Seglern, die sich hier oft  sechs Monate im Sommer aufhalten. Seine Schweinebratenessen sind schon legend&#228;r und so einige Partys werden auf seinem Grundst&#252;ck gefeiert und Erika und Klaus feiern gerne mit. Wieder einmal brauchen wir einen TO St&#252;tzpunktleiter als Informanten eher selten. Alle verf&#252;gbaren Informationen sind vorhanden. Das &#252;bliche VHF Netz, Segler, die seit Jahren im S&#252;dwestpazifik unterwegs sind, das Internet. Rund um die Marina gibt es H&#228;ndler f&#252;r Bootszubeh&#246;r und alle Gewerke, die mit dem Sportboot zu tun haben, wir sind in Neuseeland. Aber ohne Erika und Klaus w&#252;rde uns etwas fehlen und nat&#252;rlich kann jedes TO- Mitglied (oder doch nicht jedes?) Post und Pakete nach Absprache an Klaus schicken. Es kommt nur nicht mehr so oft vor.</p>
<p>Es gab aber noch einen Kontakt zu einem Trans-ocean St&#252;tzpunkt. Wir erw&#228;hnen den erst an dieser Stelle, weil er eigentlich  ganz am Anfang gestanden h&#228;tte und seine Schatten auf unseren Bericht geworfen h&#228;tte. Es war der erste Kontakt unserer Reise und es war der TO-St&#252;tzpunkt Cuxhaven. Am 03.08.2004 haben wir  im Sekretariat unseren Standerschein abgeholt und uns f&#252;r die lange Reise verabschiedet, wir waren dort ca. 45 Minuten. Es hat gehei&#223;en, das sich noch jemand am Steg bei uns meldet um uns gute Fahrt zu w&#252;nschen. Dies geschah nicht. Im n&#228;chsten TO-Heft wurde ein kurzer Artikel &#252;ber unsere Reise ver&#246;ffentlicht, mit dem Hinweis das man seitens des TO entt&#228;uscht ist, das wir uns nicht auf der Gesch&#228;ftsstelle gemeldet h&#228;tten und man die Information &#252;ber unsere Abfahrt aus den Cuxhavener Nachrichten h&#228;tte entnehmen m&#252;ssen. Man schrieb, das es uns nicht Wert gewesen sei, den TO-St&#252;tzpunkt Cuxhaven zu besuchen.  Das kam f&#252;r uns einer &#246;ffentlichen Hinrichtung gleich. Wir haben unverz&#252;glich protestiert und um eine Gegendarstellung gebeten. Der nun eher kleinlaute Redakteur hat sich bei uns entschuldigt und uns gebeten  auf eine &#246;ffentliche Richtigstellung zu verzichten, da das dem Ansehen des Trans-ocean abtr&#228;glich sei. Wir haben  eingewilligt, glaubten wir doch zu der Zeit noch, unterm Teppich sein nichts los.</p>
<p>Wir m&#246;chten hier einmal die Anregung des Vorsitzenden Bernd Luetgebrune an die Trans-ocean St&#252;tzpunktleiter betrachten, auf das Vorhandensein einer Mitgliedschaft, insbesondere  eines  Standerschein,  zu  achten. Wir bekommen das in unsere Begegnungen nicht so recht eingebracht. Die Adressen der TO-St&#252;tzpunkte stehen im Internet, sind allgemein zug&#228;nglich. Die St&#252;tzpunktleiter werden sich die Entscheidung dar&#252;ber, wie sie mit Seglern umgehen nicht aus der Hand nehmen lassen, wo doch auch etliche wirtschaftlichen Nutzen aus den Begegnungen ziehen.  So nehmen wir an, dass der besagte Hinweis eher kontraproduktiv war und die Stimmung belastet. Es geh&#246;rt nach wie vor zum guten Ton, Mitglied im Trans-ocean zu sein. Fast alle Pazifiksegler auf dem Weg von Panama nach Westen zeigten im vergangenen  Jahr den TO-Stander.  Das ist gut und damit kann man die Sache auf sich beruhen lassen. F&#252;r zus&#228;tzliche Kontrollen fehlen schlicht die Voraussetzungen.</p>
<p>Der Vorsitzende Herr Bernd Luetgebrune betont in seinem Schreiben an die TO-St&#252;tzpunktleiter, das es ihm um deren Schutz und deren Interesse geht, wenn es  Nichtmitgliedern  erschwert wird ihre TO-Zeit zu besetzen. Dann geht es also nicht um die Sicherstellung von Einnahmen. Das ist erfreulich.</p>
<p>Nat&#252;rlich k&#246;nnen wir nicht wissen, ob es z.B. im Mittelmeer oder anderen Revieren Probleme zwischen Seglern, TO-St&#252;tzpunktleitern und dem Verein gibt.  W&#252;rde das dann auch im TO-Heft stehen?</p>
<p>Wir w&#252;rden uns &#252;ber weitere  Berichte freuen und hoffen nicht unfair gewesen zu sein.</p>
<p><strong>Der Trans-ocean Vorsitzende Herr Bernd Luetgebrune schrieb am 11.Dez.2008 folgenden Brief:</strong></p>
<p>An die St&#252;tzpunkte</p>
<p>Liebe St&#252;tzpunktleiterinnen, liebe St&#252;tzpunktleiter</p>
<p>verzeihen Sie mir zun&#228;chst, dass ich nicht jeden pers&#246;nlich anspreche, bei 190 St&#252;tzpunkten, die“Trans-Ocean“ derzeit rund um die Welt hat, ist dies mit ehrenamtlicher Arbeit – von der Sie ja eine Menge verstehen – nicht machbar.</p>
<p>Auch wenn wir Ihnen in diesem Jahr kein Pr&#228;sent &#252;bersenden k&#246;nnen, haben wir doch nicht vergessen, dass Sie ein ganz wesentliches Element des Vereins sind und wollen Ihnen auch auf diesem Wege Dank sagen f&#252;r Ihren Einsatz, Ihre Hilfsbereitschaft und Ihnen ein frohes besinnliches Weihnachtsfest und ein gl&#252;ckliches, erfolgreiches und insbesondere gesundes neues Jahr w&#252;nschen.</p>
<p>Ihr Erfolg ist dabei nat&#252;rlich immer ein Gewinn f&#252;r unsere Segler, die gro&#223;e Familie, die dem „Trans-Ocean“ angeh&#246;ren!</p>
<p>Ich m&#246;chte die Gelegenheit aber auch benutzen, Sie zu bitten, mit darauf zu achten, dass die Yachten und Besatzungen, die Ihre Hilfe als „TO“-St&#252;tzpunkt in Anspruch nehmen, auch zum Verein geh&#246;ren, also insbesondere einen TO-Standerschein vorweisen k&#246;nnen.</p>
<p>Dies, um es Nichtmitgliedern zu erschweren, Ihre f&#252;r TO aufgewandte Zeit zu belegen, aber auch zu Ihrem ganz eigenen Schutz und in Ihrem eigenen Interesse: F&#252;r Hilfeleistungen, Dienstleistungen, die Sie gegen&#252;ber Vereinsangeh&#246;rigen als TO-Mitglieder erbringen, die also im Vereinsverband erfolgen, gilt ein anderer Haftungsma&#223;stab, als wenn die gleichen Leistungen Dritten gew&#228;hrt werden.</p>
<p>Im Vereinsverband haftet jeder grunds&#228;tzlich nur f&#252;r die Sorgfalt, die er in eigenen Angelegenheiten zu beachten pflegt. (Diligentia quam in Suis), gegen&#252;ber Dritten gilt ein anderer, ein objektiver Haftungsma&#223;stab f&#252;r Sorgfaltspflichten.</p>
<p>Ich wei&#223;, dass diese juristischen Hinweise Sie vielleicht &#252;berraschen, gerade in einer Weihnachts- und Neujahrsbotschaft, bin aber sicher, dass Sie diese Grundlagen kennen sollten, um Ihren segensreichen Einsatz f&#252;r den Verein und seine Mitglieder auch rechtlich f&#252;r Sie zum Erfolg und zur Freude werden lassen und Ihnen keinen Kummer bereitet.</p>
<p>In diesem Sinne also noch einmal ein gutes, erfolgreichen neues Jahr 2009, viele Anl&#228;ufe von freundlichen dankbaren Yachten und Besatzungen des „Trans-Ocean“ w&#252;nscht</p>
<p>B. Luetgebrune</p>
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		<title>35 Grad 18 Minuten S&#252;d und 174 Grad 07 Minuten Ost !!!!</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Dec 2008 04:26:08 +0000</pubDate>
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		<title>9 Wochen Segelspa&#223; im K&#246;nigreich von Tonga</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Nov 2008 03:57:02 +0000</pubDate>
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		<title>Was bedeutet eigentlich Faa Samoa?</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Sep 2008 03:37:11 +0000</pubDate>
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		<title>Tahiti, Moorea, Huahine, Taaha &#38; Bora Bora – die Stars der Touristikmanager !</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Aug 2008 03:00:35 +0000</pubDate>
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		<title>Tuamaotus – S&#252;dseetr&#228;ume unterm Kreuz des S&#252;dens</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Jun 2008 03:45:11 +0000</pubDate>
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Die Tuamotus, auf dem &#220;bersegler sehen sie aus wie Stecknadelk&#246;pfe, sind winzige Atolle in den endlosen Weiten des Pazifiks. Wir haben gro&#223;en Respekt vor diesem Revier und haben intensiv die Pilotb&#252;cher und die nautische Literatur studiert. Diese Atolle sind im Ozean versunkene Vulkane, auf deren Kraterr&#228;ndern Korallen wachsen bis sie die Wasseroberfl&#228;che erreichen. Eine [...]]]></description>
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<p><a href="http://www.kira-von-celle.de/Logbuch/wp-photos/20081204-044511-1.jpg"><img src="http://www.kira-von-celle.de/Logbuch/wp-photos/thumb.20081204-044511-1.jpg" alt="Anse 0690.jpg" /></a></p>
<p>Die Tuamotus, auf dem &#220;bersegler sehen sie aus wie Stecknadelk&#246;pfe, sind winzige Atolle in den endlosen Weiten des Pazifiks. Wir haben gro&#223;en Respekt vor diesem Revier und haben intensiv die Pilotb&#252;cher und die nautische Literatur studiert. Diese Atolle sind im Ozean versunkene Vulkane, auf deren Kraterr&#228;ndern Korallen wachsen bis sie die Wasseroberfl&#228;che erreichen. Eine tolle Leistung der Natur. Sie erheben sich selten h&#246;her als ein paar Meter &#252;ber den Meeresspiegel und der Abstand betr&#228;gt nur wenige Meilen, bis man die brechenden Wellen der Riffkante erkennen kann. Die Wellen lagern den Korallensand an, auf dem sich Kokospalmen ansiedeln und flache Inseln bilden, diese Motus bilden aneinandergereiht das Riff. Hat dieses Bollwerk einen Pass kann man in die gesch&#252;tzte Lagune einlaufen. Ein spannendes Segelrevier, fr&#252;her von den Seefahrern gef&#252;rchtet, doch heute Dank GPS, Radar, elektronischen sowie Papierseekarten ein Gebiet, wo Fahrtenseglers S&#252;dseetr&#228;ume Realit&#228;t werden. 78 Atolle liegen zwischen den Gambier Inseln und Tahiti, da f&#228;llt die Entscheidung nicht leicht. Nachdem wir Pilotb&#252;cher und nautische Literatur gesichtet haben, steht unsere Route fest.</p>
<p><strong>1. Atoll - Amanu </strong>(17&#730;49&#8242;S., 140&#730;46&#8242;W.) is an atoll located 10 miles NNE of Hao; it is wooded on all sides. There are two passes on the W side of the atoll which lead into the lagoon; they are 4.5 and 5.5 miles N of the S extremity. The S pass has a width of 45m between the 5m lines. A spit, with a depth of 0.6m on its outer end, extends 0.1 mile S from the N side of the inner end of the pass. The pass 1 mile further NE is deeper but narrower and is not recommended. A village, with a church which is not overly visible, lies on the W side of the lagoon. A conspicuous white tower stands on the coast to the W of the village. <strong>Pilotage.—</strong>Pilotage is available and recommended as currents may reach 10 knots in the passes, causing violent eddies and overfalls.</p>
<p><strong>2. Atoll - Tahanea </strong>(16&#730;53&#8242;S., 145&#730;47&#8242;W.) is about 25 miles long E-W and up to 9 miles wide. It is wooded along its N side, but is bare on its S and SE sides. The lagoon is encumbered by coral heads, but there is deep water between them. Three passes lead into the lagoon from the NE side of the atoll. A green church is reported to be visible from the entrance of all three passes. Passe Otaho, the farthest E of the three passes, is for small vessels with local knowledge. Passe Teavatapu (Passe Manino), 1.5 miles W of Passe Otaho, is practicable for large vessels, but difficult for small craft. The pass is about 0.2 mile wide, with a depth of 13m; however, an 11m depth exists at the S end of the pass. There is a reef 0.6 mile S of the S extremity of the island that forms the W shore of Passe Teavatapu. There is anchorage W of the island; good anchorage can also be obtained 1.5 miles E of the visible reef located 0.6 mile SSW of Passe Teavatapu. Passe Motu Puapua, 1 mile NW of Passe Teavatapu, is dangerous.</p>
<p><strong>3. Atoll -Fakarava </strong>(16&#730;18&#8242;S., 145&#730;35&#8242;W.) is about 31 miles long NW and SE and about 14 miles wide; it is almost rectangular in shape. <strong>Aspect.—</strong>On the SW side of the atoll the reef is low-lying, and has some small islets on it; they stand about 1 mile from the outer edge of the reef. Only two or three of the islets can be seen simultaneously. The N and E coasts are wooded. There are several landmarks in Rotoava that are visible from seaward, including an unfinished light structure which has been abandoned. A conspicuous gray tower stands 0.3 mile N of Rotoava. A marker lighthouse 30m high, was erected 1.5 miles NE of Garuae Pass. <strong>Anchorage.— </strong>Large vessels anchor, in depths of 20 to 25m, with the flagstaff bearing 055&#730; and about 0.7 mile distant. Small vessels anchor about 0.4 mile W of the flagstaff. Both anchorages offer good holding ground, sand and coral, with shelter from winds of WSW through N to SSE. Winds of the SSE to WSW may raise a heavy swell here. <strong>Directions.— </strong>Two passes that may be used lead into the lagoon of Fakarava. Passe Tuamakohua is suitable for vessels drawing less than 2.6m and requires local knowledge. The pass intersects the atoll on the SE. Passe Garuae is entered 6 miles WSW of the N extremity of Fakarava. The pass is about 0.9 mile wide and it has been swept to a depth of 10m, over a width of 0.2 mile. Recife Pufana, marked by a lighted beacon, is located 0.9 mile ESE of the E entrance point of the pass. Vessels can enter the pass on a course of 147&#730;. When the lighted beacon on Recife Pufana bears less than 070&#730;,steer with the flagstaff at Rotoava ahead bearing 067&#730;.When about 2 miles from the village steer as necessary to the anchorage. The channel is marked by buoys and beacons, which have been reported to be unreliable. The outgoing tidal current follows the axis of the pass and is sometimes strong; a line of breakers appears to extend across the entrance; however, a vessel with a speed of over 8 knots can enter at anytime</p>
<p><strong>4. Atoll -Toau </strong>(15&#730;55&#8242;S., 146&#730;02&#8242;W.) is about 20 miles long in a SE-NW direction, and about 10 miles wide. The NW and NE sides are wooded, but the SE and SW sides are bare and dangerous. There are two passes into the lagoon on the E side. Passe Otungi (Passe Otugi), about 3.5 miles N of the atoll&#8217;s E extremity, is 350m wide and has a depth of 6m. The current in the pass is strong and causes eddies up to 2 miles outside the entrance. The best anchorage in the lagoon is about 1 mile S of the pass, about 0.2 mile W of a masonry tank, partially covered by vegetation, in a depth of 14m. Passe Nepo (Passe Fakatahuna), 1 mile NW of Passe Otungi, is about 150m wide, but is only practicable for small vessels with local knowledge and should be entered at slack water. Anse Amyot is a small inlet in the reef on the NW side of Toau that provides shelter for small vessels.</p>
<p>Schlag auf Schlag ein neues Paradies so die Planung. Von S&#252;dosten kommend entdecken wir am dritten Tag, in den fr&#252;hen Morgenstunden, unser erstes Atoll Pinaki und gleich darauf Nukutavake. Wir segeln im Abstand von 6sm vorbei und k&#246;nnen bei sehr guter Sicht nur die Palmenwedel ausmachen. Es ist ein gutes Gef&#252;hl die theoretischen Kenntnisse praktisch zu erleben. Traumsegeln, das Warten auf das richtige Wetterfenster zahlt sich nun aus. Tags&#252;ber Sonnenschein mit Passatbew&#246;lkung und nachts funkeln und glitzern unz&#228;hlbare Sterne im gro&#223;en Luftozean. Das Kreuz des S&#252;dens an Backbord und der gro&#223;e Wagen an Steuerbord, so segeln wir bei 10 bis 15kn Wind aus Ost durch die N&#228;chte. Am f&#252;nften Tag stehen wir nach 520sm um 10:30 Uhr vor Amanu und unserem ersten Pass, der Name Harokuma Pass. Der Pass ist eine Unterbrechung des Saumriffes und die Einfahrt in die Lagune. Die Kirche an der Einfahrt haben wir im Auge, die Einfahrt selber noch nicht. Im Abstand von 2sm sehen wir eine Unterbrechung der sich am Riff brechenden Wellen und h&#246;ren das Tosen der Brandung. Es sieht gigantisch aus, wenn sich die Wellen an Riffkante brechen. Die Passbreite mit 45 Meter angegeben, wirken aus der Entfernung reichlich eng. Wir packen die Segel ein und fahren unter Motor an den Pass heran. Theoretisch funktioniert ein Pass ganz einfach. Bei Flut flie&#223;t das Wasser des Meeres durch die Engstelle in die Lagune hinein und bei Ebbe aus der Lagune heraus. Setzen sich die Abermillionen Wassermolek&#252;le in Bewegung verursachen sie eine Str&#246;mung, die kann in diesem Pass bis zu 10 Knoten betragen. F&#252;r uns unm&#246;glich bei solchen Str&#246;mungsverh&#228;ltnissen einzufahren. Laut Handbuch hei&#223;t es bei Slackwater (Stillwasser) einzufahren. Das l&#228;sst sich an Hand der Tidentabellen berechnen. Das Ergebnis stimmt selten, denn die Windverh&#228;ltnisse k&#246;nnen alles durcheinander wirbeln. Stehen 20-25Kn auf dem Pass kann das Wasser nicht auslaufen, es werden die Wassermassen nur hineingedr&#252;ckt. Das ablaufende Wasser sucht sich bei zu hohem Wasserstand in der Lagune, einen Weg &#252;ber das Riff. Am einfachsten ist es, vor den Pass zu fahren und zu beobachtet was vor Ort passiert. Detlev im Mast und ich am Ruder so steckt die Kira den Bug in den Pass. Keine Welle aber kleine Stromwirbel zeigen die Str&#246;mung an. Die Logge zeigt 3,5 kn Fahrt durchs Wasser, der GPS 6,5 &#252;ber Grund, 3 Knoten Strom. Ich steuere die Kira im 5m Tiefenbereich nach Detlev´s Anweisungen per Augapfelnavigation. Am Ende (nach 600m) nochmals Achtung, liegt ein Riff und wir m&#252;ssen scharf nach rechts abbiegen. Aufatmen, wir haben das ruhige Gew&#228;sser der Lagune erreicht.</p>
<p>In der N&#228;he der Ortschaft Ikitake f&#228;llt nach abkreisen des Ankerplatzes der Anker, 17°50.993S - 140°51.152W, Wassertiefe 18m, traditionell. Das Ankern in den Lagunen hat hin und wieder auch seine T&#252;cken. Bereits in der ersten Nacht kommen wir bei schwachen Winden und wenig Welle kurzstag. Die Kette hatte sich bereits unter dem Schiff verhakt. Am n&#228;chsten Tag nahm der Wind weiter zu, wir gaben den Rest Kette und steckten noch 40 Meter Leine. So lagen wir zwar ruhig und sicher, aber ohne Ankerkette auf an Bord. Das haben wir noch nie gemacht. Am n&#228;chsten Morgen brauchten wir zu Dritt drei Stunden um den Anker zu bergen. Zun&#228;chst profitierten wir davon, das wir zwei 40 Meter Leinen drau&#223;en hatten. Die dicken Festmacher zur Sicherheit und eine d&#252;nnere Leine, die man um die Genuawinsch legen konnte. An der zogen wir uns ran, bekamen aber das Ende der Kette nicht an Bord, es fehlten drei Meter. Die Leine lief &#252;ber den Kettenweg, durch den Schotwagen auf die Winsch und wurde dicht geholt. Dann wurde das Man&#246;ver unter Motor gefahren. 2200 Umdrehungen voraus, bis der Bug der Yacht sich nach unten neigte, Gang raus und volle Kraft r&#252;ckw&#228;rts. Die Koralle gab nach, schnell wurde gewinscht bis wir wieder kurzstag waren und dann das Ganze noch einmal und noch einmal und die Kette war mit vier Metern an Bord. Jetzt wurde umger&#252;stet. Die Kette &#252;ber die Nuss und wieder im Ankerkasten gesichert, zwei Festmacher von den Mittelklampen bis unmittelbar vor die Winsch gef&#252;hrt, jeder mit einem Palstek. Eine kurze Leine verbindet die Festmacher und wird auf der Kette soweit vorne wie m&#246;glich aber auf dem Schiff belegt. Wir haben einen Kettenhaken genommen, weil der schnell zu l&#246;sen ist, und darauf kam es dann an. Die Motorman&#246;ver wiederholten sich, war der Erfolg mit Vorausfahrt nicht da, versuchten wir es nach Steuerbord oder Backbord. Der Erfolg trat zun&#228;chst immer nur bei R&#252;ckw&#228;rtsfahrt auf, nachdem die Yacht vorw&#228;rts eingeruckt war und dann nach hinten schoss und Kraft entwickelte, unterst&#252;tzt durch voll Zur&#252;ck der Maschine. Die Kette sprang frei. Alle waren im Cockpit, zwei liefen nach vorne, l&#246;sten den Kettenhaken und nahmen mit der Winsch die freie Kette an Bord bis sie wieder steif kam. Das ging alles mit der Winsch, das Schiff wurde nicht zus&#228;tzlich nach vorne bewegt, da sonst die Kette schnell wieder abgesunken und erneut verhakt w&#228;re. Rechts, links, geradeaus und immer wieder Einrucken und R&#252;ckw&#228;rts, die Beschl&#228;ge halten das aus, auch der Kettenhaken, nur keinen Druck auf die Winsch kommen lassen. Alles wird einfacher, wenn man so tief tauchen kann, dass man den Verlauf der Kette erkennen kann oder gleich ein Taucher vor Ort ist und hilft. Das ist hier nicht der Fall gewesen.</p>
<p>Nach diesen Erfahrungen sind wir zum Ballon-Ankern &#252;bergegangen. Liegt der Anker z.B. in 20 Meter Tiefe auf Korallengrund, dann ist der erste Fender bei 30 Meter, der zweite bei 40 Meter und der dritte bei 50 Meter gesetzt, 60 Meter Kette sind drau&#223;en. Der Anker wird mit 2200 Umdrehungen eingefahren, bzw. hinter eine Koralle gesetzt, der letzte Fender schwimmt bei Leichtwind noch auf, wird bei st&#228;rkeren Winden dann unter Wasser gezogen. Noch besser als Fender sind Ankerbojen, mit denen die Fischernetze gekennzeichnet sind. Die werden in den Tuamotus angeschwemmt und keiner k&#252;mmert sich darum. Erfahrene Korallen-Ankerlieger haben sie an Bord.</p>
<p>Amanu, abgelegen und vom organisierten Tourismus noch nicht erreicht und nur selten von Seglern besucht, nimmt uns mit offenen Armen auf. Die Kinder stehen lachend und winkend an der Einfahrt und die Fischer, grade vom Fischfang zur&#252;ckgekehrt, &#252;berreichen uns einen Tunfisch. Herzlich willkommen auf Amanu! Wir revanchieren uns mit Pampelmusen aus Rikitea. Die ersten Kontakte sind geschlossen und viele sollten folgen. Im kleinen Dorf Ikitake leben ungef&#228;hr 100 Menschen, ein Drittel sind Kinder. Auf unseren Dorfrundg&#228;ngen entdeckten wir die Grundschule, den Kindergarten, die Kirche, den Friedhof, die Ambulanz, das B&#252;rgermeisterhaus, einen kleinen Tante Emma Laden und ganz wichtig f&#252;r die Bewohner, das Generatorenhaus. Die Stromversorgung erfolgt mit Diesel- und Solarenergie, Wasser wird in gro&#223;en Regentonnen gesammelt. Regnet es nicht genug, haben sie hier ein Problem. Verlassene H&#228;user und verwilderte Grundst&#252;cke zeigen, dass nicht jeder Atollbewohner hier sein ganzes Leben verbringen will. Wir gewinnen den Eindruck, dass viele Familien von der Sozialhilfe leben. Einmal im Monat kommt ein Versorgungsschiff aus Tahiti und bringt Lebensmittel und alle die Dinge, die zum t&#228;glichen Leben ben&#246;tigt werden. Jede Familie wohnt im eigenen H&#228;uschen, einige Familien haben einen Fernseher, alle ein Radio, sie verf&#252;gen &#252;ber K&#252;hlschr&#228;nke und Handys. Kinder zeigen keine Scheu und begleiten uns bei den Dorfspazierg&#228;ngen. Von den &#228;lteren Erwachsenen sehen wir anfangs wenig, sie halten sich im Schatten ihrer H&#228;user auf. Mit den j&#252;ngeren treffen wir uns unter den Palmen am Pass. Sie k&#246;nnen nicht verstehen, warum wir freiwillig auf so einem kleinen Boot leben und nicht im Haus an Land. Ihr Traum hei&#223;t Papeete, aber daf&#252;r reichen weder das Geld noch die Ausbildung. Wer Familie gegr&#252;ndet hat, der f&#252;hlt sich wohl auf dem Atoll und zeigt das auch.</p>
<p>Geld wird auf Amanu mit Kokosn&#252;ssen verdient und wir sind eingeladen bei der Kokosnu&#223;ernte mithelfen. Die reifen Kokosn&#252;sse einsammeln, sch&#228;len, aufschlagen und in der Sonne trocknen. In S&#228;cke verpackt wird das getrocknete wei&#223;e Fleisch als Kopra nach &#220;bersee verkauft und zu &#214;l, Kosmetika und Kokosflocken verarbeitet. Fr&#252;her waren die Kokosnusspalmen die Haupteinnahmequelle und sie bedeuteten Reichtum f&#252;r die Bev&#246;lkerung. Heute wird die Arbeit von staatlicher Seite subventioniert. 50,00 US Dollar pro Sack ist der Weltmarktpreis und die Polynesier erhalten 110,00 US Dollar, damit sie weiter auf den Atollen leben und arbeiten. Beim Einsammeln von unbekannten Muscheln, Krabben, Seeigeln und Lobstern am Au&#223;enriff haben wir gerne die Rolle der Zuschauer &#252;bernommen, die Str&#246;mung hat uns die F&#252;&#223;e weggerissen und das Vertrauen zu den Riffhaien war noch nicht entwickelt. Mit den selbstgebauten Holzbooten, mit 25 PS Au&#223;enborder, zum Fischen aufs offene Meer zu fahren ein besonderes Erlebnis und immer erfolgreich. Unser polynesischer Freund Etienne holte mit der Angel gro&#223;e Tunfische, Golddoraden oder Waahoo Waahoo aus dem Meer. Der Fang wurde am Schulhaus ges&#228;ubert und portionsweise an die Familien verteilt. Ich kann euch sagen, der Yellowfin Tuna, mit seinem muskul&#246;sen Fleisch, ist das Beste was wir bislang an Fisch probiert haben.</p>
<p>Unser zweiter Ankerplatz 17°61.600 S - 140°51.353 W ein Traumplatz mit Blick auf den tintenblauen Pazifik und mit Blick in die Lagune mit ihren unterschiedlich schimmernden Blau- und mannigfaltigen T&#252;rkis-Schattierungen. Diese Lagune ist der magischste Moment unserer Reise. Vorher hatten wir h&#228;ufig das Gef&#252;hl, uns in der Weite Ozeaniens zu verlieren, im grenzenlosen Pazifik vollkommen bedeutungslos zu sein. Doch hier befinden wir uns pl&#246;tzlich in der Mitte eines ringf&#246;rmigen Universums. Blau der Himmel, wei&#223; bis sonnengelb die Str&#228;nde, gr&#252;n die Palmen, wir sind begeistert. Unter der glitzernden Oberfl&#228;che des glasklaren Wassers, liegen Korallenteppiche in Lila und Malve, mit gelben, roten, orangefarbenen, schwarzen und rosaroten Tupfer. In diesen Unterwasserg&#228;rten flitzen die vielen bunten tropischen Fische hin und her. Die Zeit verliert an Bedeutung, die Kira liegt fast bewegungslos vor Anker und wir genie&#223;en unsere kleine Kirawelt. Schwimmen unsere Bahnen rund ums Schiff, schnorcheln an den Riffen, beobachten immer noch ganz fasziniert die postkartenreifen Sonnenunterg&#228;nge und das grandiose Sternenmeer am schwarzblauen Nachthimmel, leisten Denkarbeit bei anspruchsvoller Literatur und haben viel Spa&#223; beim ausprobieren neuer Kochrezepte. Nachtwachen entfallen und wir k&#246;nnen die N&#228;chte durchschlafen, welch ein Luxus. Bei strengem Passat kann aus dem Traumplatz ein Alptraum werden, denn wir liegen auf Legerwall. Ein slippender Anker und die Yacht endet auf dem Riff. Sicher und gesch&#252;tzt ankert man dann auf der S&#252;dostseite vor einem kleinen Motu auf 17°52,9 S /140°47,2 W. Auch hier wunderbare Schnorchelriffe in unmittelbarer Umgebung, viele Trinkn&#252;sse und bei einer verlassenen Perlenfarm (Richtung SW) gibt es gutes Zisternenwasser f&#252;r W&#228;sche, Dusche, etc. Bei der Fahrt &#252;ber die Lagune guten Ausguck halten, es gibt viele Korallenk&#246;pfe, in dem kristallklaren Wasser alle gut sichtbar. Wer sich nicht zutraut &#252;ber die Lagune zu fahren, wendet sich an die Einheimischen, die kennen die Lagune wie ihre Westentasche und sind gerne bereit voraus zu fahren.</p>
<p>Drei Wochen vergehen wie im Flug und wir nutzen das n&#228;chste Wetterfenster und segeln weiter. Unsere Segelfreunde laufen von den Maquesas kommend die Atolle Kauehi, Fakarawa und Toau an, der Treffpunkt die Anse Amyot von Toau. Die Wetterverh&#228;ltnisse sind instabil, keine weiteren Segler f&#252;r die Weiterreise zu dem unbewohnten urspr&#252;nglichen Atoll Tahanea und auch keine ankernden Yachten vor Ort. Wir w&#228;gen ab und der Bordbeschluss lautet, bei den unsicheren Wetterbedingungen kein Risiko eingehen. Von Amanu setzen wir direkt Kurs auf die Anse Amyot Toau ab.</p>
<p><strong>Toau - Eine Muring mit Familienanschlu&#223;</strong><br />
Nach der Passdurchfahrt empf&#228;ngt uns ein Ostwind mit n&#246;rdlicher Komponente 15 bis 20 Kn. Mit Gro&#223; und Genua im 1. Reff segeln wir unserem Ziel entgegen. 372 sm liegen vor uns und wir hoffen, dass die angek&#252;ndigten Wetterverh&#228;ltnisse stabil bleiben. Nach 24 Stunden Windzunahme 25- 30 Kn, wir reffen weiter. Nach 48 Stunden zus&#228;tzliche Regenb&#246;en in regelm&#228;&#223;igen Abst&#228;nden, Welle geht auf 4m und wir werden kr&#228;ftig durchgeschaukelt. Um 03:30 Uhr des dritten Tages segeln wir im Abstand von 6 sm an der Luvseite von Fakarawa entlang. Um 06:00 Uhr morgens erreichen wir die nordwestliche Seite von Toau und m&#252;ssen zur Anse Amyot aufkreuzen. Wind 15 -20 kn auf die Nase und Welle 3,00m, 6/8tel Bew&#246;lkung und Regenschauer. Die Bekanntschaft mit dem gleichm&#228;&#223;igen S&#252;dostpassat mit 15 bis 20kn, dazu Passatbew&#246;lkung und Sonnenschein findet nicht statt. Entweder ist es schwachwindig max. 10kn oder es bl&#228;st, so &#252;ber 25kn. Wir geben die Hoffnung nicht auf, irgendwann wird er sich durchsetzen, der S&#252;dostpassat.</p>
<p>Toau und die Anse Amyot werden zwar in den offiziellen F&#252;hrern erw&#228;hnt, die n&#228;heren Umst&#228;nde aber nicht. Die Anse Amyot hat einen „Pseudo-Pass“ und liegt im Norden des Atolls. Man kann nur in den Pass, nicht aber in die Lagune, der Koralleng&#252;rtel hat keinen vollst&#228;ndigen Durchbruch. Die Einfahrt zum Paradies ist &#252;berdeutlich betonnt und es gibt sogar Richtbaken um den idealen Einfahrtswinkel zu sehen. Der Pass ist breit und da er an einer Sandbank endet hat er keine nennenswerte Str&#246;mung und ist jederzeit anzulaufen, sogar nachts, denn alles ist beleuchtet. Nachts ist zwar nicht ideal, aber man kommt in der Mitte der Einfahrt rasch auf 12 Meter und k&#246;nnte da Anker werfen. Die hier lebende Familie Taupiri hat 10 Murings f&#252;r die Segler ausgelegt und betreibt neben einem kleinen Restaurant auch eine Perlenfarm.</p>
<p>Wir rufen Matariva, auf VHF Kanal 16. Gaston kommt uns sofort mit seinem Motorboot entgegen und &#252;berreicht uns mit einem strahlenden L&#228;cheln eine Muring. Die Sonne scheint und wir bewundern die traumsch&#246;nen Wasserfarben und die vielen bunten Tropenfische, die um die Kira herumschwimmen. Wir liegen mitten in einem gro&#223;en Aquarium. Hier wollen wir 2 bis3 Tage verweilen, es werden 12 Tage. Am n&#228;chsten Tag lernen wir Valentine kennen, sie ist die Chefin des Familienclans. Strahlend begr&#252;&#223;t sie uns die stattlich gerundete Polynesierin und verteilt Tipps f&#252;r einen ausgedehnten Inselrundgang, nachdem sie alle Familienmitgliedern vorgestellt hat. Au&#223;er den Menschen wohnen hier Schweine, H&#252;hner, die Hunde Nicki und Baloo, der aus dem Nest gefallende Fregattjungvogel und direkt vor der Haust&#252;r der riesige Napoleonfisch, der sich auf Zuruf seine Mahlzeiten abholt. Matariva ist ein Motu mit einem Durchmesser von ungef&#228;hr 800 Meter. Es ist platt wie eine Flunder und bewaldet, vor allem mit ganz vielen Palmen. Auf der Westseite stehen sie in Reih und Glied, wie auf einer Plantage. Auf Nachfrage erfahren wir, dass die Familie fr&#252;her Kopra produziert hat, aber sich das Gesch&#228;ft nicht mehr lohnt. Gaston und Valentine und auch Schwester Elisa mit Familie verdienen ihr Geld als Gastgeber. Elaisa vermietet drei einfache H&#228;uschen an die Taucher direkt am Strand gelegen und Gaston und Valentine k&#252;mmern sich um die Segler. Ihr G&#228;stehaus ist ein kleines Restaurant mit einer kreativen K&#252;cheneinrichtung mit Blick in den Garten. Einem Terrassenanbau auf Pf&#228;hlen mit Traumblick auf die Lagune, das Dach aus Wellblech, die Seitenw&#228;nde aus geflochtenen Palmmatten, dekoriert mit Muschelschalen, und der Fu&#223;boden aus Holzbohlen. Abends geht es dann bunt zu. Lilian von der Schweizer Segelyacht Shiva feiert ihren 50. Geburtstag und alle Segler und die Familie feiern mit. Die zauberhaft eingedeckten Tische k&#246;nnen die vielen verschiedenen Speisen kaum aufnehmen. Valentine serviert: Poisson cru, (roher Fisch in W&#252;rfel geschnitten mit feingehackten Zwiebel und Limettensaft in Kokosmilch), frischgebackenes Kokosbrot, Sashimi vom roten Tunfisch, Papageienfischfilet in Kokosnussraspeln und Ei gebraten, gegrillten Tuna, Fischcurry mit Reis, gegrillte H&#252;hnerbr&#252;stchen mit verschiedenen S&#246;&#223;chen, Bananenkuchen und eine leckere Geburtstags - Kokostorte, dekoriert mit zwei Frangipanibl&#252;ten und zwei schwarzen Perlen. Ein gelungener Abend unter Freunden, der sicher nicht vergessen wird.</p>
<p>Valentine und Gaston und die weiteren Familienmitglieder lassen uns an ihrem Inselleben teilhaben. Tags&#252;ber ist die schattige Terrasse ein Treffpunkt zum Schw&#228;tzen und zur Schmuckherstellung. Aus kleinen Muscheln und schwarzen Perlen werden Ketten und Armb&#228;nder gezaubert und aus Haifischz&#228;hnen Anh&#228;nger gebastelt. Wer Lust hat, kann Valentine bei der Zubereitung des Abendessens helfen und dabei viel &#252;ber die polynesische Atollk&#252;che lernen. Wir sind schwer beeindruckt &#252;ber die Vielf&#228;ltigkeit der Gerichte bei so wenigen Zutaten. Mit Gaston geht es zum Fischen und zum Muscheltauchen. Wenn er mit Harpune ausger&#252;stet auf 10 bis 15 Meter abtaucht kommt er selten ohne Fang wieder an die Oberfl&#228;che. Wenn ihn das Jagdfieber packt, bewegt er sich selber wie die Fische und taucht nur mit Maske ab. F&#252;r den t&#228;glichen Fischbedarf sind Reusen ausgelegt, die &#252;ber einen abgesteckten Maschendrahtzaun vor Haien gesch&#252;tzt werden. Wir liegen in Rufweite und werden eines Morgens durch einen Urschrei geweckt. R&#228;uber in der Reuse haben den Fischbestand weggenascht. Drei 1,50m lange Grauspitzenhaie h&#228;ngen in der sich verj&#252;ngende Reuse fest und Gaston hat gro&#223;e M&#252;he die Fische zu t&#246;ten und in sein Beiboot zu katapultieren. Ein Haifischgebiss befindet sich nun auf der Kira. Fisch als Hauptgericht gibt es an diesem Tag nicht mehr, daf&#252;r wird ein Schwein oder besser gesagt ein Ferkel geschlachtet. Eigentlich sollte es auf den Grill, aber das Wetter spielt nicht mit. 25 bis 30kn Wind und dicke Regenschauer erfordern eine andere Zubereitung. So wandert es in mundgerechten St&#252;cken gut gew&#252;rzt in einen gro&#223;en Kochtopf und k&#246;chelt vor sich hin, polynesisches Schweinegulasch, dazu Reis und Nudeln aus Bordbest&#228;nden. Als Vorspeise genie&#223;en wir Pizza, Coconutcrabs sowie gratinierte Clam-Muscheln und einen kalorienreichen Kokos- Schokoladenkuchen als Dessert. Wir sind eingeladen und feiern ausgelassen den 11. Hochzeitstag von Valentine und Gaston mit Musik und Tanz. Wenn das Wetter es zul&#228;sst tanzt Gaston nachts barfu&#223; auf dem Riff. Auf dem R&#252;cken eine Kiepe, in der linken Hand eine starke Taschenlampe und mit der rechten sammelt er die aufgescheuchten Lobster ein, ihre Gr&#246;&#223;e Unterarml&#228;nge. Dieser Lobstertanz ist einmalig.</p>
<p>Helfende H&#228;nde bei der Arbeit auf der Perlenfarm werden nicht abgelehnt. Mit dem Motorboot geht es zu einem kleinen Motu mitten in der Lagune. An Bord vier Familienmitglieder, sechs Segler und jede Menge Taschen und Kisten mit allen Utensilien f&#252;r einen Tag unter freiem Himmel. Schon die Fahrt durch die blaut&#252;rkise Lagune ist ein Erlebnis. Vor Ort angekommen wird erst das Motu von Bl&#228;ttern und Baumfr&#252;chten befreit, ein Urwald ist hier unerw&#252;nscht. Dann sch&#252;ttet Gaston die gez&#252;chteten Perlenaustern auf den langen selbstgebauten Tisch. Wir s&#228;ubern die Schalen, sortieren nach Gr&#246;&#223;e, z&#228;hlen die gesunden und kranken Austern, f&#228;deln die gr&#246;&#223;eren Austern auf und packen sie zur&#252;ck in die Zuchtk&#228;sten. Dank guter Anweisungen von Gaston und Valentine k&#246;nnen alle Segler mit viel Spa&#223; und ohne Verletzungen mitarbeiten. Die geordneten Zuchtk&#228;sten wandern zur&#252;ck in die Lagune. Mama Violette k&#252;mmert sich derweil in der Freiluftk&#252;che um das leibliche Wohl: Vorspeise &#252;ber Kokosschalen ger&#228;ucherten Fisch, Hauptgericht Spagetti Carbonara aus den Bordbest&#228;nden der Segler, Dessert Mango und Papaya. Eine Gro&#223;familienidylle auf einem kleinen Motu, an so eine ausgelassene und fr&#246;hliche Atmosph&#228;re haben wir in unseren k&#252;hnsten Tr&#228;umen nicht gedacht. Am Nachmittag gibt es Unterricht zum Thema Perlenzucht. Stolz sitzt Valentine an ihrem Arbeitstisch, den die Crew der Risho Maru 2007 gebaut hat, und Gaston reicht ihr die aufgeschlitzten Austern zur weiteren Bearbeitung. Den Perlenzuchtvorgang habe ich ausf&#252;hrlich in meinem Bericht: Gambierinseln- Die Kinderstube der schwarzen Perlen, geschildert und m&#246;chte mich nicht wiederholen. Wir bewundern die gez&#252;chteten Perlen, die zwar alle nicht den h&#246;chsten Qualit&#228;tsanspr&#252;chen gen&#252;gen, aber wundersch&#246;n sind. Nebenbei erz&#228;hlt Valerie Geschichten. Die polynesischen Frauen und M&#228;dchen haben sich schon vor Urzeiten mit den schwarzen Naturperlen geschm&#252;ckt. Diese Perlen wurden als Geschenk der G&#246;tter gesehen. Die Bewohner wussten noch nicht, dass ein zuf&#228;llig eingedrungener Fremdk&#246;rper z.B. ein Sandkorn, in der schwarzlippigen Austernmuscheln, eine Perle hervorzaubert.</p>
<p>Auch der Sonntag ist auf Matariva ein unvergessliches Erlebnis. Valentine hat zum Gottesdienst eingeladen. Wir sind etwas perplex, aber nein sagen geht nicht, wenn man so viele gemeinsame fr&#246;hliche Stunden verbracht hat. Der Gottesdienst f&#252;r die Familienmitglieder findet in einer eigens gebauten kleinen Kirche statt. Sechs Segler/innen und die Familie lauschen den f&#252;r uns nicht ganz verst&#228;ndlichen Worten der Pfarrerin, Valentine. Diese Frau ist ein Allroundtalent – K&#246;chin, Perlenz&#252;chterin, liebenswerte Gastgeberin und Entertainerin im Restaurant und in der Kirche. Rudy von der SY Shiva verlas Bibeltexte in franz&#246;sischer und englischer Sprache und gemeinsam unterst&#252;tzen wir den Familienchor beim Singen. Die Pfarrerin war zufrieden.</p>
<p>Wir sind begeistert von diesem kleinen Paradies am falschen Pass und seinen fr&#246;hlichen, offenen und warmherzigen Bewohnern. Es gibt nur entspannte Gesichter auch bei B&#246;en &#252;ber 35 Knoten, die wir hier erlebten. Die Murings sind stark und kostenlos! Es wird erwartet, das man zum Essen kommt, aber nicht etwa jeden Tag, vielleicht ein oder zweimal und sie kochen auch nicht t&#228;glich. Alles hat sensationell geschmeckt und war &#252;berreichlich, der Preis mit CPF 2.500,00 pro Person. (119,33 CFP = 1,00 Euro) nicht billig aber angemessen. Wer auf Strecke ist, sollte bei Valentine und Gaston vorbei schauen und das Leben auf einem Atoll n&#228;her kennenlernen. Es lohnt sich. Wir verabschieden uns mit einem Schmankerl aus Valentines K&#252;che und setzen die Segel Richtung Tahiti.</p>
<p><strong>„Le Gateau Coco de Valentine“</strong></p>
<p>400 g               Mehl<br />
1 P&#228;ckchen      Backpulver<br />
200-300 g       Zucker<br />
1 P&#228;ckchen      Vanillezucker<br />
1 Schuss          Rum<br />
150 g               Butter<br />
3                      Eier<br />
1,25 Gl&#228;ser      Milch<br />
1 Glas              Cocosraspeln<br />
1 Glas              Bananen zerdr&#252;ckt</p>
<p>Zucker und folgende zutaten mischen; zum Schluss Mehl und Backpulver zuf&#252;gen!<br />
50 – 60 Minuten Backzeit, bei 200 Grad C<br />
Ist der Kuchen abgek&#252;hlt, wird er mit einer Kaffeecreme dekoriert.                                 2 EL                Zucker<br />
2 EL                Butter<br />
1 Tasse            Caro-Kaffee</p>
<p>Alles aufkochen und den erkalteten Kuchen damit bestreichen, Kokosraspeln dar&#252;ber streuen und mit einer Bl&#252;te dekorieren. Guten Appetit!</p>
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		<title>Gambier Inseln - Die Kinderstube der &#8221; Schwarzen Perlen&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 30 May 2008 01:45:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Logbuch]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	

01.05.2008 wir sind im S&#252;dseewunderland angekommen, unser Ankerplatz 23°07.04 S - 134°58.04W, Ankertiefe 17m, Ankergrund Sand. Die Passeinfahrt, wir segelten durch den Westpass, ist betonnt, Betonnungssystem A, aber Achtung nicht alle Tonnen sind vorhanden. Wie vorgeschrieben haben wir die franz&#246;sische Flagge und die Q Flagge unterhalb der Steuerbordsailing gesetzt. Die sogenannte inoffizielle Einklarierung in [...]]]></description>
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<p><a href="http://www.kira-von-celle.de/Logbuch/wp-photos/20081006-034511-1.jpg"><img src="http://www.kira-von-celle.de/Logbuch/wp-photos/thumb.20081006-034511-1.jpg" alt="Ankerbucht.JPG" /></a></p>
<p>01.05.2008 wir sind im S&#252;dseewunderland angekommen, unser Ankerplatz 23°07.04 S - 134°58.04W, Ankertiefe 17m, Ankergrund Sand. Die Passeinfahrt, wir segelten durch den Westpass, ist betonnt, Betonnungssystem A, aber Achtung nicht alle Tonnen sind vorhanden. Wie vorgeschrieben haben wir die franz&#246;sische Flagge und die Q Flagge unterhalb der Steuerbordsailing gesetzt. Die sogenannte inoffizielle Einklarierung in Franz&#246;sisch Polynesien verl&#228;uft problemlos. Wir gehen in Rikitea auf der Insel Mangareva zur Gendamarie und melden uns bei Immigration und Customs. Nach einem sehr freundlichen Empfang f&#252;llen wir die Formulare aus und werden weitergeleitet zur Post. Hier tauschen wir Geld &#252;berreichen der Dame, mit Blumen im Haar und einem breiten L&#228;cheln im Gesicht die „arrival declaration“, zahlen 70Cent f&#252;r die Briefmarke und werden Herzlich Willkommen gehei&#223;en. Die Einklarierungspapiere gehen mit der Post nach Papeete und f&#252;r uns beginnt der Count down f&#252;r die n&#228;chsten 90 Tage. Alle EU B&#252;rger sowie Andorra, Austalien, Brasilien, Honkong, Liechtenstein, Macao, Malta, Monaco, Norwegen, San Marino und Schweiz ben&#246;tigen f&#252;r diesen Zeitraum kein Visum. Die Schweizer Yachten mussten trotz Schengener Abkommen einen Bond in H&#246;he von 2.300,00 US Dollar bei der Bank hinterlegen. Die Auszahlung erfolgt bei Ausklarierung aus Franz&#246;sisch Polynesien. Wer l&#228;nger als 90 Tage in Franz&#246;sisch Polynesien bleiben will,  wendet sich in Papeete an den Haute Commissaire (DRCL)und beantragt ein Visum (résidents temporaires). Adresse: rue Jeanne d`Arc, Tel. (689) 54 27 00, Fax (689) 43 63 91, Bearbeitungszeit vier Wochen, Bearbeitungskosten 150 US$.  &#220;ber Funk verfolgen wir die Einklarierung auf den Marquesas. Port of Entry sind: Taihae auf Nuku Hiva, Hakahau auf Ua Pou und Atuona auf Hiva Oa. Von Anfang Mai bis Mitte Juli patrolliert ein Zollboot aus Papeete auf den Marquesas. Wer ohne Einklarierungspapiere ankerte, es betraf in erster Linie die Yachten auf  Fatu Hiva, wurde zur Kasse (100 US$) gebeten, musste sofort die Bucht (Hanavave- Jungfrauenbucht) verlassen und umgehend einen Port of Entry anlaufen. Alle Yachten haben sich bei Ankunft in Papeete zuerst beim Zoll und dann bei der Immigration zu melden. Beide Beh&#246;rden befinden sich im Bureau de Yachts am Quai des Paquebots, ganz in der N&#228;he des Fremdenverkehrsb&#252;ros OPATI.</p>
<p>Wir bleiben 3 ½ Wochen auf den Gambier Inseln, die so gar nicht dem S&#252;dseeklischee entsprechen und nur von wenigen Yachten angelaufen werden. Die kleinen h&#252;geligen Berginseln und flachen Koralleninsel vulkanischen Ursprungs liegen emotional gesehen am Ende der Welt. Spektakul&#228;res gibt es hier nicht zu entdecken, daf&#252;r viel Authentisches und sehr ruhige schwellfreie Ankerpl&#228;tze. Uns gef&#228;llt es sehr gut hier, so abseits der Segelrouten und ohne touristische H&#246;hepunkte. Wir genie&#223;en die Urspr&#252;nglichkeit, die Beschaulichkeit und die fr&#246;hlichen Kontakte zur einheimischen Bev&#246;lkerung. Schnell stellen wir fest, das wir sehr gute Sichtverh&#228;ltnisse ben&#246;tigen, um die Ankerpl&#228;tze auf den Inseln und Inselchens – Aukena, Akamaru, Mekiro,<em> </em>Kamaka, Totegie, anzulaufen. Die Lagune ist mit Riffen und Korallenb&#228;nken gespickt und erfordert die entsprechende Navigation, am Besten ist immer einer im Mast.  Der Ankerplatz auf Ile Mekiro ist nur f&#252;r Yachten mit geringem Tiefgang geeignet. Die flachste Stelle, 1m, liegt in H&#246;he der Einfahrt zur Lagune. Totegie ist ein langgestrecktes Motu mit der Landebahn f&#252;r kleine Flugzeuge und Ruinen der ehemaligen Milit&#228;rbasis, einem wundersch&#246;nem wei&#223;en Sandstrand, vielen Kokosnu&#223;palmen und guten Schnorchelm&#246;glichkeiten am Au&#223;enriff. Akamau ist eine h&#252;gelige bewohnte Vulkaninsel. Die Familien leben von der Landwirtschaft. Es werden Papaya und Bananen angebaut und Kopra erzeugt. Auch hier ist die schneewei&#223;e aus Korallenstein gebaute katholische Kirche, mit dem gepflegten, palmenges&#228;umten Weg, der Treffpunkt der Bewohner. Die Insel Aukena ebenfalls eine Vulkaninsel mit gesch&#252;tzten Ankerpl&#228;tzen bei Passat, geh&#246;rt zur H&#228;lfte dem Perlenk&#246;nig Robert Wan und seiner Famile. Von hier aus hat man einen sagenhaften Blick auf die Lagune und auf den rautenf&#246;rmigen Riffg&#252;rtel der alle Inseln umgibt.  Wer die Gambier Inseln anlaufen m&#246;chte, kann sich einen super &#220;berblick bei Google earth verschaffen.</p>
<p>Rikitea, das Verwaltungszentrum, ist sehr &#252;bersichtlich. Gemeindehaus, Polizei und Immigration, Krankenstation, zwei Schulen, Sportpl&#228;tze und eine handvoll Tante-Emma-L&#228;den, fast alle in chinesischer Hand, ein Restaurant, die Wetterstation von Meteo France und der Hafen. Die imposante 1848 erbaute Kathedrale Saint Michel ist wegen Einsturzgefahr geschlossen und die gro&#223;e Sporthalle umfunktioniert zur Kirche.  Das Leben verl&#228;uft hier ganz langsam, so langsam wie eine Schildkr&#246;te und auch wir entdecken die Langsamkeit. Die gelassenen Polynesier machen es uns vor. Nach Holzh&#252;tten mit Pandanusbl&#228;ttern geflochtenen W&#228;nden und mit Palmenwedeln gedeckten D&#228;chern suchen wir  vergeblich. Die meisten Einfamilienh&#228;user zeigen einen modernen Baustil mit europ&#228;ischem Touch, aber dem Klima angepasst, keine dicken Steinmauern, keine isolierte Fenster. Einige wenige alte Steinh&#228;user, teilweise blau-wei&#223; gestrichen erinnern an die Provence. Die angelegten G&#228;rten quellen &#252;ber vor bunten Blumen und die Tiare-, Frangipani- und Hibiskusbl&#252;ten verstr&#246;men einen bet&#246;renden Duft. Blumen spielen eine wichtige Rolle in der S&#252;dsee-Kultur, denn sie sind ein Symbol f&#252;r die Lebensfreude. &#220;berall wachsen all die leckeren Fr&#252;chte, Pampelmusen, Bananen, Mangos, Papaya und Zitronen f&#252;r die wir in Deutschland viel Geld bezahlen m&#252;ssen. T&#228;glich bekommen wir eine Vitaminbombe geschenkt. In der Lagune werden mit dem ersten Licht die Pirogen zu Wasser gelassen. Es wird vor und nach der Arbeit flei&#223;ig trainiert. In Einer-, Zweier-, Vierer- und Achterauslegerkanus bereiten sich die Freizeitsportler auf die Wettfahrten zur Heiva in Papeete vor. Sehr schnell und synchron paddeln sie mehrere Meilen durch die Gew&#228;sser, egal ob es regnet, stark windet oder die Sonne scheint. Ab 17:00 ert&#246;nen die Pahus (Trommeln), die Ukulele und tahitianische Melodien, es ist Feierabend und die Freizeitgestaltung beginnt. Unter den gro&#223;en alten B&#228;umen rechts und links der Dorfstrasse spielen die Kinder mit Glasmurmeln und die alten M&#228;nner Boule. In der Sporthalle &#252;bt der Kirchenchor, auf dem Sportplatz wird Fu&#223;ball gespielt, die jungen M&#228;dchen flanieren durch den Ort und &#252;berall steigen Rauchschwaden auf. Das gemeinsame Abendessen liegt auf dem Grill, die beliebteste Art der Essenszubereitung in der Trockenzeit. Sonntags treffen sich fast alle Inselbewohner festlich gekleidet und mit Bl&#252;ten geschm&#252;ckt in der gro&#223;en Sporthalle zum katholischem Gottesdienst. Der kraftvolle mehrstimmige Gesang weht &#252;ber die Lagune und wir genie&#223;en das Konzert beim Sonntagsfr&#252;hst&#252;ck mit R&#252;hreiern und Speck im Cockpit.  </p>
<p>Einen Flughafen f&#252;r kleine Maschinen gibt es auch. Er befindet sich auf der Insel Totegegie. Tahiti Air fliegt die Gambiers 1x pro Woche und bei Bedarf an. Fremde aus aller Welt begegnen uns nur auf den Ankerpl&#228;tzen. Es sind vor allem die Patagonien Segler, die hier ihren Segelt&#246;rn durch Franz&#246;sisch Polynesien beginnen. Acht Yachten (Kanada 1, Neuseeland 1, USA 1, Schweden 1, Frankreich 2, und wir) ankerten in den Buchten der Inseln und die Gemeinschaft war erstklassig. Fritz Didier Schmack, pensonierter Fremdenlegion&#228;r, Seglerfreund und Transocean - St&#252;tzpunktleiter, war unser Mann f&#252;r alle F&#228;lle. Fritz lebt schon seit 1975 auf Mangareva, spricht perfekt franz&#246;sisch und kennt sich aus mit den hiesigen Sitten und Gebr&#228;uchen. Sein H&#228;uschen, gekennzeichnet mit einem Fahnenmast, ist vom Ankerplatz vor Rikitea gut auszumachen. Ein gut gek&#252;hltes Bier, die Waschmaschine, die W&#228;scheleine, die Dusche ein Segen f&#252;r die Segler, der runde Tisch das Kommunikationszentrum und der t&#228;gliche Treffpunkt. Ob Inselrundfahrt, Besuch bei den Perlenfarmern, Kontakte zur einheimischen Bev&#246;lkerung, Inselwanderungen, Proviant einkaufen, Fitz hatte immer einen guten Tipp parat. Lieber Fritz herzlichen Dank f&#252;r deine Gastfreundschaft. Bleib gesund, damit noch viele Segler vorbei schauen k&#246;nnen. Ein Hinweis f&#252;r die Segler, die die Gambier Inseln anlaufen: Fritz liebt deutsche Volksmusik und den deutschen Schlager. Nichts Modernes sondern Altes, so richtig zum Mitsingen, gebrannt auf CD. Mit Heino ist er ausreichend versorgt, also lasst euch was einfallen.</p>
<p>Einmal die Woche soll hier ein Versorgungsschiff aus Tahiti anlegen und die Inselbev&#246;lkerung  mit allen Dingen des t&#228;glichen Lebens versorgen. Klappt aber nicht immer und so kann es sein, dass 14 Tage kein Schiff einl&#228;uft und dann in der dritten Woche kurz hinter einander  zwei Frachter einlaufen. Wir konnten dieses Szenario aus n&#228;chster N&#228;he beobachten und waren h&#246;chst erstaunt, was alles so ausgeladen wurde. Baumaschinen, Baumaterialien, Autos, Motorroller, Fernseher, Waschmaschinen, Tiefk&#252;hltruhen, M&#246;bel, Fahrr&#228;der, Kinderspielzeug, Lebensmittel, ja selbst das Baguette wird Kistenweise aus Papeete angeliefert. Der ganze Ort versammelt sich auf dem Hafengel&#228;nde, ein Stelldichein f&#252;r Jung und Alt. Die Tante-Emma-L&#228;den haben dann geschlossen, denn die Besitzer stehen genauso in der Warteschlange wie alle anderen auch. Sind die Container abgeladen und ge&#246;ffnet, geht die Verteilung los. Jeder Karton ist gekennzeichnet, mit Namen der Adressaten versehen und wird einzeln aufgerufen. Die geduldig wartenden Menschen ratschen miteinander, essen und trinken, keiner dr&#228;ngelt sich vor, keiner meckert, alles verl&#228;uft friedlich, obwohl das Prozedere Stunden dauert. Die beiden Frachter Taporo VIII und Nikuhau haben dann den &#246;rtlichen Bauschutt, schwere Baumaschinen und Containern geladen. Der Atomschutzbunker f&#252;r das Milit&#228;r ist dem Erdboden gleichgemacht und der aufblasbare f&#252;r die Bev&#246;lkerung ist ebenfalls abgebaut worden. Die Bev&#246;lkerung sieht es gelassen, solange Frankreich weiter zahlt. Die Haupteinnahmequelle der Gambier Inseln sind die schwarzen Perlen, die hier auf den Perlenfarmen gez&#252;chtet und nach Tahiti und &#220;bersee verkauft werden.</p>
<p>Diese schwarzen Perlen, das Symbol und der Exportschlager von Franz&#246;sisch Polynesien, haben uns besonders interessiert. Ihren Namen haben sie von der schwarzlippigen Perlenauster in der sie gez&#252;chtet werden. Der wissenschaftliche Name Pinata margaritefa. Die Zuchtmethode wurde von den Japanern Tatsuhei Mise und Tochi Nishikawa im fr&#252;hen 1900 Jahrhundert entwickelt und wird auch heute noch von den Perlenz&#252;chtern angewendet. Bevor die eigentliche Perlenzucht beginnt, m&#252;ssen die Perlenaustern aufgezogen werden. Dieser Prozess, vom Laich bis Mutterperle dauert im Schnitt drei Jahre. In den Lagunen werden hierf&#252;r zun&#228;chst Kunststoffgirlanden ausgelegt, an denen sich die Larven der Muschel sammeln. Ab dem 6. Monat werden die jungen Austern in h&#228;ngende K&#246;rbe gef&#228;delt und w&#228;hrend der weiteren Wachstumsphasen st&#228;ndig kontrolliert, sortiert und gepflegt. Je gr&#252;ndlicher die Austerschalen von darauf wachsenden Algen befreit werden, desto besser ist ihr Wachstum. In den Gambier Inseln erfolgt diese S&#228;uberungsaktion alle sechs Monate mit riesigen K&#228;rchern, die von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang im Einsatz sind. Eine gro&#223;e Rolle spielt auch der Aufzuchtsort, die Kinderstube, denn die Wassertemperatur, die Wasserqualit&#228;t, die Flora und die Fauna haben einen gro&#223;en Einfluss auf die Ern&#228;hrung und die Gesundheit der Auster. Die Gambier Inseln mit ihren vom Riff gesch&#252;tzten Gew&#228;ssern scheinen diese Voraussetzungen zu erf&#252;llen. Wir haben 40 Perlenfarmen gez&#228;hlt, die in den Lagunen, im Schutz der Motus ihre Perlenzucht betreiben. Die auf Stelzen ins Wasser gebauten H&#228;user sind h&#228;ufig Arbeits- und Wohnort zugleich.</p>
<p>Der Hauptarbeitgeber und Perlenk&#246;nig der Gambier Inseln ist Robert Wan. Ein Chinese, der hier das Z&#252;chten der schwarzen Perlen 1974 etabliert hat und heute 8 Perlenfarmen besitzt. Seine Perlenfarmen in Taku, Aukena und in der Lagune von Marutea bilden eigene D&#246;rfer auf dem Wasser und sind das ganze Jahr &#252;ber besetzt. Allein 20 Millionen mother-of-pearl, also Austern, die f&#252;r die Perlenzucht eingesetzt werden, wachsen in der Lagune von Marutea. Wie funktioniert die Zucht? Hat die Perlenauster die Zuchtgr&#246;&#223;e erreicht, verl&#228;sst sie die Kinderstube und wird von geschickter Menschenhand behandelt.  Dabei wird von einer MOP (mother-of-perls) ein Gewebeteilchen aus dem schwarzlippigen Saumrand entnommen und zusammen mit einem Fremdk&#246;rper, dem sogenannten Nucleus, in den Genitalbereich der Zuchtauster implantiert.</p>
<p>Dieser Nucleus ist eine perfekt geschliffene runde S&#252;&#223;wasserperle aus dem Mississippi. Das pr&#228;parierte Gewebeteilchen aus der Austernlippe der Mutterauster soll f&#252;r eine st&#246;rungsfreie Produktion sorgen und gibt au&#223;erdem die F&#228;rbung an den Nucleus ab. Die so behandelte Auster sondert in micro d&#252;nnen Schichten das irisierende Perlmutt ab, das sich konzentrisch um den Nucleus legt. Dieser Vorgang dauert zwei Jahre.</p>
<p>Das Implantieren des Nucleus und das Einbringen des Gewebeteilchens gleichen einer Operation. Mit einem  scharfen Messer werden die vorher ges&#228;uberten Hartschalen wenige Millimeter ge&#246;ffnet und in einer speziell entwickelten Halterung fixiert. Nun sind geschickte H&#228;nde und ausgezeichnete Augen erforderlich. In der linken Hand der Spreizer, um die Muschel&#246;ffnung zu gew&#228;hrleisten und in der rechten Hand die Pinzette f&#252;r den Nucleus und das Gewebeteilchen. Beides mu&#223; nun in den Genitalbereich implantiert werden und zwar in sekundenschnelle. Die Auster darf nicht absterben. Im Imperium von Robert Wan wird dieser schwierige Arbeitsprozess von jungen Chinesinnen ausgef&#252;hrt. Die Ernte der Perle verl&#228;uft &#228;hnlich, wenn die Auster weiter zur Z&#252;chtung verwertet wird. Schalen aufschlitzen, im Halter fixieren, mit Spreizer arretieren und mit einem langen Griff – mit einer kreisrunden &#214;ffnung am Ende – die Perle heraussch&#228;len und einen neuen Nucleus plus Gewebeteilchen einf&#252;hren. Die Geburtszeit der neuen Perle verk&#252;rzt sich auf 16 Monate. Erntezeit ist immer.</p>
<p>Nachdem wir nun so viele Informationen gesammelt haben, hat mich der Perlenkauf interessiert. Schmuckgesch&#228;fte gibt es keine und auf den lizenzierten Perlenfarmen werden keine Perlen an Privatpersonen verkauft. In den Privath&#228;usern der Perlenfarmer ist er au&#223;erordentlich gut organisiert. Dank Fritz mache ich die Bekanntschaft mit seinem alten Freund Henry, Juwelier im Ruhestand. Bei ihm habe ich mich schlau gefragt. Die Bewertung und damit auch der Preis der Perlen erfolgt nach 5 Kriterien: Nach dem Glanz, nach der Form, nach der Reinheit, nach der Gr&#246;&#223;e und nach der Farbe.</p>
<p>F&#252;r den <strong>Glanz</strong> hat Henry gleich zwei Begriffe, L&#252;ster und Orient. L&#252;ster ist die Lichtreflexion auf der Perlenoberfl&#228;che in der man sich spiegeln kann, stumpfe Perlen sind minderwertig, sagt Henry. Orient bezeichnet den farbigen Schimmer der Perle. Dieses Strahlen ist eine Interaktion von Licht und der kristallinen Struktur der Perle. Haben die einzelnen Perlmuttschichten Fehler, wie Rillen oder Pickel, st&#246;rt das den Glanz der Perle. Je intensiver der Glanz umso wertvoller die Perle.</p>
<p>Die <strong>Form </strong>wird an ihrer Kugelform und der Symmetrie gemessen. Die Stars der schwarzen Perlen sind die perfekten runden. Tropfen-, birnen-, knospenf&#246;rmig bis hin zu oval geformten Perlen werden als Semi - Barockperlen verkauft, sie sind symmetrisch aber nicht mehr rund. Unregelm&#228;&#223;ige Perlen, h&#228;ufig in Stabsform ohne Symmetrie, bezeichnet der Fachmann als Barockperle. Der Wert der Perle wird durch die Rundheit und das Ebenma&#223; bestimmt, je runder je gleichm&#228;&#223;iger, je wertvoller.</p>
<p>Die <strong>Reinheit</strong> der Perle wird durch die Makel bestimmt. Das kann ich als Laie sogar erkennen, denn makellose Perlen tragen die Bezeichnung AA und sind 100% rein und &#228;u&#223;erst selten. A Perlen haben 1 bis 2 Makel und haben eine Reinheit von 90 %. B Perlen haben 2 bis 5 Makel = 67% Reinheit, C Perlen haben mehr als 5 Makel und besitzen nur noch eine Reinheit von 33%. Die Bedeutung der Reinheit ist sehr wichtig f&#252;r das &#228;u&#223;ere Erscheinungsbild der Perle und f&#252;r die sp&#228;tere Form der Verarbeitung. Juweliere k&#246;nnen minimale Makel bei der Verarbeitung kaschieren.</p>
<p>Die <strong>Gr&#246;&#223;e</strong> der Perle wird durch den Durchmesser bestimmt. Eine gro&#223;e Perle hat einen Durchmesser von mehr als 11,5mm, die durchschnittliche Perle 9,5mm bis 11,5 mm, die kleine 8,0 bis 9,5mm. Je gr&#246;&#223;er der Durchmesser, desto teuer die Perle. Gr&#246;&#223;ere Perlen ben&#246;tigen sehr viel gr&#246;&#223;ere Mutterperlenaustern (Mother of Pearls). Nur diese haben das Volumen f&#252;r das n&#246;tige Wachstum. Die Zucht der MOP ist schwierig und sehr teuer. Die gr&#246;&#223;te perfekt runde Perle der Welt hat einen Durchmesser von 22,92mm und wiegt 12,5g. Gez&#252;chtet von Robert Wan auf dem Tuamotu Atoll Nengo Nengo, 50sm s&#252;dwestlich von Hao, der Preis ist unbekannt. Zu besichtigen in einer Perlenvitrine seines Perlenmuseums in Papeete, Tahiti. Eine Kette mit 54 runden Perlen im Durchmesser von 14mm bis 19mm kostet 160.000 US$, eine Perle im Durchschnitt 2.963 US$.</p>
<p>Die <strong>Farbe </strong>der Perlen ist nicht nur eine emotionale Angelegenheit, sondern auch ein Verkaufskriterium. Schwarze Perlen sind nicht unbedingt schwarz. Sie changieren in vielen Farben, je nachdem wie viele Chromanteile vorhanden sind. Die F&#228;rbung definiert den spektralen Bereich und gibt der Farbe den Namen. Chrom bestimmt die Intensit&#228;t und die Reinheit der Farbe. Wei&#223;, Grau und Silber haben wenig Chromanteil, Aubergine, Violett, Blau und Gr&#252;n dagegen viele Chromanteile. Die Standardfarben bei den schwarzen Perlen sind gr&#252;n, blau und violett. Unterhalb des Standards sind wei&#223;e, graue und silberfarbene Perlen. Seltene F&#228;rbungen neben Schwarz sind Regenbogen, Aubergine und Pfauenfedergr&#252;n (flywing green). F&#252;r den Perlenkauf kann man sich merken, je seltener die Farbe, je h&#246;her der Wert, desto teurer die Perle.</p>
<p>Alle f&#252;nf Kriterien zusammengefasst ergeben den Wert einer Perle und es ist wirklich spannend und lehrreich sch&#246;ne schwarze Perlen zu entdecken und zu kaufen. In den Juweliergesch&#228;ften in Papeete habe ich mehr silberfarbene Perlen als Schmuck verarbeitet gesehen, als dunkle. Eine dunkel gef&#228;rbte Perle, perfekt im Glanz,  im Durchmesser 10mm und 99% rein kostet in Papeete im Fachgesch&#228;ft 450,00 Euro. Auf den Gambierinseln 45,00 Euro. Wer durch die Inselwelt von Franz&#246;sisch Polynesien segelt und schwarze Perlen f&#252;r ein Schmuckst&#252;ck kaufen m&#246;chte, der sollte seine Entscheidung auf den Gambiers oder auf den Perlenfarmen in den Tuamotus treffen. In Papeete ist das untere Level mindestens doppelt so teuer und bei der oberen Kategorie verzehnfacht sich der Preis. Keine Yacht verl&#228;sst Franz&#246;sisch Polynesien ohne schwarze Perlen und so w&#252;nschen wir allen Seglerinnen und Seglern viel Spa&#223; bei der Suche nach der ganz pers&#246;nlichen Perle.</p>
<p>Nach 3 ½ Wochen hei&#223;t es Abschiednehmen, eigentlich w&#228;ren wir gerne l&#228;nger geblieben, aber die Inselwelten von Franz&#246;sisch Polynesien sind so vielf&#228;ltig und 90 Tage ein knapp bemessener Zeitraum. Die Seestrecken sind  lang und bis Anfang August wollen wir noch viele Buchten und H&#228;fen in diesem Revier anlaufen. Unser n&#228;chstes Ziel sind die Korallenriffe und Lagunen der Tuamotus.</p>
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		<title>Der Passat - vom Winde verweht - von Galapagos zu den Gambier Islands</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Apr 2008 01:27:32 +0000</pubDate>
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		<title>Buntes Treiben auf Galapagos</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Apr 2008 00:00:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
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Mittwoch, der 26.03.2008, Kira von Celle liegt auf der Ankerposition.00°57.942 S und 090° 57.735 W, Wassertiefe 4,70m, Ankergrund Sand, sicher und gesch&#252;tzt hinter Riffen vor der Isla Isabella. Es ist 17.00 Ortszeit, Essenszeit. Die Blaufu&#223;t&#246;lpel und die Fregattv&#246;gel st&#252;rzen sich aus 30 bis 40 Meter H&#246;he zielgenau und pfeilschnell in das t&#252;rkisblaue Wasser und [...]]]></description>
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<p><a href="http://www.kira-von-celle.de/Logbuch/wp-photos/20081001-020017-1.jpg"><img src="http://www.kira-von-celle.de/Logbuch/wp-photos/thumb.20081001-020017-1.jpg" alt="Galapagos11.JPG" /></a></p>
<p>Mittwoch, der 26.03.2008, Kira von Celle liegt auf der Ankerposition.00°57.942 S und 090° 57.735 W, Wassertiefe 4,70m, Ankergrund Sand, sicher und gesch&#252;tzt hinter Riffen vor der Isla Isabella. Es ist 17.00 Ortszeit, Essenszeit. Die Blaufu&#223;t&#246;lpel und die Fregattv&#246;gel st&#252;rzen sich aus 30 bis 40 Meter H&#246;he zielgenau und pfeilschnell in das t&#252;rkisblaue Wasser und tauchen nach Fischen, oft mit Erfolg. Die „Einschl&#228;ge“ sind nur wenige Meter neben dem Boot und sehr nahe an dem seit Stunden umherschweifenden Seel&#246;wen, keine Angst, man kennt sich ja. Werden wir nicht gerade vom Seel&#246;wen ausgesp&#228;ht, n&#228;hert sich ein Schwarm der kleinen Galapagos Pinguine und taucht unter dem Kiel lang. Der Raum zwischen den  beiden  Schwimmerenden unseres Dingis, sonst vom Au&#223;enborder besetzt, ist Daueraufenthalt f&#252;r einen braunen Pelikan. Galapagos privat f&#252;r uns.</p>
<p>Am Morgen dieses Tages konnten wir ein anders „Buntes Treiben“ erleben, in dem B&#252;ro des Hafenkapit&#228;ns. Das ganze Geb&#228;ude war „besetzt“ von der Marine (Naval), die die Dauerabwesenheit des Hafenkapit&#228;ns f&#252;r ihre Interessen ausnutzt. Wir waren ohne Einklarierung am Vortag eingelaufen und Isabella ist kein Port of Entry. Dennoch war man bereit uns zu dulden, da wir vor der Weiterfahrt unseren Wassermacher reparieren mussten. 150 US$ hatte sich der diensthabende Offizier so vorgestellt. Da dieses aber nicht den &#252;blichen Geb&#252;hren entsprach, lehnten wir ab mit dem Hinweis, dann lieber zur&#252;ck nach Santa Crux zu segeln. Das gefiel ihm aber auch nicht und so einigten wir uns auf 100,00US$. Wir sollten, das war Vorraussetzung f&#252;r den Deal, aber  auf  keinen Fall sp&#228;ter in einen Port of Entry auf Galapagos fahren und wom&#246;glich jemanden die Quittung zeigen. Drei Tage durften wir bleiben, acht waren wir dort, keiner sprach uns mehr an.</p>
<p>Was immer offizielles Recht  in den Einklarierungsangelegenheiten auf Galapagos ist, niemanden scheint das zu interessieren, au&#223;er Segler. Da die Bedingungen und Geb&#252;hren sich h&#228;ufig &#228;ndern, hier nur in K&#252;rze worum es geht. Ecuador unterscheidet zwischen besuchenden und durchreisenden Yachten. Erstere ben&#246;tigen eine Fahrterlaubnis (Autografo) und k&#246;nnen damit alle f&#252;r Yachten ausgewiesenen Ankerpl&#228;tze und H&#228;fen w&#228;hrend der Dauer von 60 Tagen anlaufen. Das Autografo, erteilt vom Verteidigungsministerium, ist kostenlos und kann bei jeder Botschaft Ecuadors beantragt werden, hei&#223;t es. Vor Ort kann das nur ein Agent und der nimmt  200,00US Dollar. - Stand 03/2008. Nun zahlt man die Einklarierungsgeb&#252;hren, die sich aus verschiedenen Einzelgeb&#252;hren zusammensetzen einmalig und erlebt, wie man in jedem anderen Hafen die &#246;rtlichen Hafen- und weitere Geb&#252;hren immer wieder aufs Neue zu entrichten hat. Das Einklarieren geht wie &#252;blich vor sich, man f&#252;llt die Formulare aus, dann zahlt man zwischen 100,00 und 180,00US$ f&#252;r einen Agenten, der das eigentlich machen sollte. Die besuchenden Yachten d&#252;rfen mit weit &#252;ber 1000,&#8211;US$ rechnen, denn es kommen noch 100,00US$ pro Erwachsenen und 50,00 US$ f&#252;r Kinder bis 12 Jahren an Nationalparkgeb&#252;hren verpflichtend hinzu. Auch hierzu eine kleine Episode: eine franz&#246;sische Yacht berichtet, dass sie die Nationalparkgeb&#252;hr einem Agenten der Agentur Naugala in San Cristobal  gezahlt haben, aber daf&#252;r keine Marke bzw. kein K&#228;rtchen bekommen haben, sondern lediglich eine Rechnung. Diese Rechnung wurde von Mitarbeitern des Nationalparks in Isabella nicht anerkannt, sie wurden nicht hineingelassen. Einziger Ausweis ist die namentlich ausgef&#252;llte Karte.</p>
<p>Die meisten Yachten erhalten den Status der durchreisenden Yacht. Es kann nur ein Hafen angelaufen werden, alle Geb&#252;hren sind jetzt einmalig zu zahlen und summieren sich auf ca. 120,00 US$, zus&#228;tzlich  Agentengeb&#252;hren in H&#246;he von 100,00 bis 180,00US$. Die Aufenthaltsdauer betr&#228;gt maximal 20 Tage, je nach Gutd&#252;nken des Hafenkapit&#228;ns. Die Kammer f&#252;r Touristik in San Christobal hat im M&#228;rz 2008 eine aufkl&#228;rende Hochglanzbrosch&#252;re herausgegeben, in der alle Regeln und Geb&#252;hren vollst&#228;ndig gelistet sind. Danach ist die Einklarierung einer durchreisenden Yacht ohne Agentent&#228;tigkeit und Agentengeb&#252;hr seitens des Hafenkapit&#228;ns vorzunehmen. In San Christobal wurde allen Yachten die Einreise ohne Agentenhilfe untersagt. Kurz nach dem Einlaufen kommt hier ein Offizieller des Milit&#228;rs an Bord und nimmt die Schiffsdaten auf. Weiter erkl&#228;rt er, dass f&#252;r alle weiteren Schritte (An- und Abmeldung beim Hafenkapit&#228;n und Stempeln der P&#228;sse bei der Polizei - Immigration) ein Agent angeheuert werden muss, der f&#252;r seinen Job 120,00 US-Dollar bekommt. Bei unserem Kurzaufenthalt in San Christobal haben wir mit den Skippern von 8 Yachten gesprochen, die jeder 180,00 US Dollar an Agentengeb&#252;hren bezahlt haben. Nach massiver Beschwerde hat dieser Superagent 50,00 US Dollar an die einzelnen Yachten zur&#252;ckgezahlt. In Santa Crux gab es f&#252;r einige Wochen (01.04 bis 15.06.2008) einen Hafenkapit&#228;n, der sich an die Gesetze hielt, er wurde abgel&#246;st, danach zahlte man auch dort den gesetzlich nicht vorgesehenen Agenten.</p>
<p>Wir ankerten 24 Stunden auf der Reede von Puerto Baquerizo Moreno San Christobal, mit vorgeschriebener Q-Flagge, kein Offizieller hat sich blicken lassen. Im Ort besuchten wir den Markt und kauften frisches Obst, Gem&#252;se, Eier und  Ziegenk&#228;se. Das Angebot ist erstaunlich gut und die Preise vern&#252;nftig. F&#252;r den georderten Diesel in F&#228;ssern, an Bord gebracht und getankt, zahlten wir 2.50 US$ pro Gallone, mit Kanistern, selber von der Tankstelle geholt kostet er  1,02 pro Gallone, die Taxifahrt 1,00 US$ und das Wassertaxi 0,50 US$. Die Aussage, dass der Tankstellendiesel nur an die Einheimischen verkauft werden darf und die Segler &#252;ber den Agenten Diesel ordern m&#252;ssen, stimmt nicht.</p>
<p>Wir haben auf die Entrichtung einer Agentengeb&#252;hr verzichtet, also nicht einklariert und hatten auf Isla Isabella einen der spannendsten Ankerpl&#228;tze unserer Reise. Die Gesetze und die Hoheitsakte des gastgebenden Landes zu achten war uns immer wichtig und wird es bleiben. Das sollte das gastgebende Land personalisiert durch seine Beamten aber auch tun. Am Besten haben wir Galapagos durch folgende Begebenheit verstanden: Morgens auf Isabella kommt ein netter junger Mann mit seinem Boot an unser Schiff und bietet uns h&#246;flich ein Ticket f&#252;r den Nationalpark an, 100,00US$ pro Person. Er kl&#228;rt uns dar&#252;ber auf, dass hier alles Nationalpark sei und wir nicht einmal am gegen&#252;ber liegenden Riff Schnorcheln d&#252;rften. Wir erkl&#228;ren, dass wir das auch nicht tun werden und nur vorhaben in die Stadt zu gehen. Am Nachmittag kommt derselbe junge Man mit demselben Boot und bietet uns eine Schnorcheltour zu Haien und Pinguinen an, gleich in der N&#228;he. Er nennt einen fairen Preis und f&#252;gt hinzu, dass hierf&#252;r keine Nationalpark Geb&#252;hr erhoben wird. Vormittags in Diensten des Touristikministeriums, nachmittags selbst&#228;ndiger Unternehmer, alles kein Problem und das sollte auch f&#252;r uns Segler gelten. Willkommen auf Galapagos.</p>
<p>Buntes Treiben auch auf dem Pacific Island Net 14135 kHz, alle eingecheckten Yachten teilten im Zeitraum vom 28.02. bis 30.06. 2008 ihre Informationen und Erfahrungen auf dem Netz mit. G&#252;nter HP1 XX, hat sie alle gelistet und sich mit dem Konsulat der Deutschen Botschaft in Quito, mit dem Konsulat der Botschaft von Ecuador in Berlin und mit dem ecuadorianischen Ministerium f&#252;r Touristik in Verbindung gesetzt, um Klarheit f&#252;r die Segler zu schaffen. Der Schriftverkehr l&#228;uft noch. Stand 09/2008. Lieber G&#252;nter ganz herzlichen Dank f&#252;r Dein Engagement!  <strong>Eine Tatsache ist gekl&#228;rt: Alle einlaufenden Privatyachten, die nur einen Hafen anlaufen, ben&#246;tigen zum Einklarieren keinen Agenten. Die Aufenthaltsdauer ist auf 20 Tage festgelegt. </strong>Ob sich die Amtspersonen – Immigration (Polizei), Custom, Health, Hafenmeister - und die „autorisierten“ Agenten sich daran halten, ist fraglich. In der Segelsaison 2008 hatten die bestehenden Gesetze in San Cristobal keine G&#252;ltigkeit, darin waren sich alle beteiligten Amtspersonen und der abgesetzte TO St&#252;tzpunktleiter J.G. Romero mit seiner Naugala – Agentur einig. Als Segler sind wir G&#228;ste des Landes und haben keine Chance gegen dieses gesetzwidrige Verhalten vor Ort zu protestieren. Wir gehen davon aus, dass unser Trans Ocean e.V. mit seinen 1000senden von Mitgliedern, alle nur m&#246;glichen Verbindungen nutzen wird,  die reisenden Yachten mit aktuellen Galapagosinformationen auszustatten. Der Seglergeneration 2009 empfehlen wir, sich fr&#252;hzeitig um die entsprechenden Papiere (z.B. Autografo) bzw. Informationen (z.B. Namen und Emailadressen der autorisierten Agenten) zu k&#252;mmern und w&#252;nschen allen einen spannenden und relaxten Aufenthalt auf den Inseln im Galapagos Archipel.</p>
<p>Zum Abschluss unsere gesammelten Infos 2008, die 2009 erfahrungsgem&#228;&#223; wohl keine G&#252;ltigkeit mehr haben.</p>
<p><strong>Sailing in Galapagos: Isla San Cristobal</strong><br />
Non commercial private yachts are only allowed to anchor in Puerto Baquerizo Moreno of San Christobal Island, except in case of emergency.<br />
Vessels should not have more than 10 people on bord. Length of stay cannot exceed 20 days, if the boat is in a sailing condition and does not have a permit.<br />
With an appropriate permit from the respective embassies to carry out tourism, investigations,<br />
Volunteering or work in the islands, one can stay for up to 90 days and may receive per permission to visit other ports within the archipelago<br />
Privat yachts have to pay harbour fees and a police (immigration) fee. Fees listed below are for vessels with less than 500 gross tonnage</p>
<ol>
<li>Channel access: US$ 0,22 x      Gross Tonnage (ONE time payment)</li>
<li>Anchorage: US$ 2.21 x Gross Tonnage (ONE time      payment PER PORT)</li>
<li>Lighthouse and buoys: US 3,00 x      Gross Tonnage (ONE time payment)</li>
<li>On international arrival  or departure: US$ 0,021 x Gross Tonnage (US$ 10,63 minimum) US$ 0,042 x Gross Tonnage (on weekend or public holidays – US$ 21,26 minimum)</li>
<li>On inter Island      arrival or departure: For vessels up to 100 gross tonnages: US$ 3,53 ; US$ 7,06 (on weekend or public holidays)</li>
<li>Frequency  use: US$ 11,63 (ONE time payment)</li>
<li>Format: US$ 0,80 (for each      island)</li>
<li>Environmental Control /      Contamination: US$ 7,95 (paid on each arrival)</li>
<li>Entering Country: US$ 15,00 per      vessel (paid to immigration police)</li>
<li>Leaving Country: US$ 15,00 per      vessel (paid to immigration police)</li>
</ol>
<p><strong>Port Captains Information - Isla San Cristobal</strong><br />
We would like to inform you about the rules that must be observed while you are here:</p>
<p><!--[if !supportLists]-->1.Fees to be paid see list price list above</p>
<p><!--[if !supportLists]-->2.      <!--[endif]-->It is prohibited to move your vessel in order to <strong>visit other islands </strong>unless you first obtain fully documented  permission from the <strong>relevant government agencies.</strong></p>
<p>3.      <!--[endif]-->You can arrange for trash pick-up through the municipal government. For more information: UGA Telf: 2520119, ext 124 or visit our office at Av. Charles Darwin and Manuel J. Cobos.</p>
<p><!--[if !supportLists]-->4.      <!--[endif]-->Immediately after checking in at the Port Captains office you must check in at the Immigration Police office – Ave. Charles Darwin and Espanola, Tel. (05) 252 0101)</p>
<p><!--[if !supportLists]-->5.      <!--[endif]-->When using dinghies, you must wear a life jacket and avoided speeding in the bay.</p>
<p><!--[if !supportLists]-->6.      <!--[endif]-->You must turn your anchor light on at night.</p>
<p><!--[if !supportLists]-->7.      <!--[endif]-->To visit any of the Galapagos  National Park areas you must pay the entrance fees und comply with all National Park rules and regulations. Adults must pay US$ 100 tax to the National Park and children, up to the age of 12 years US$ 50.</p>
<p><!--[if !supportLists]-->8.      <!--[endif]-->Any tour you decide to make must be acquired at one of the travel agencies here in town or from a registered tour operator, not from any taxi driver or person who may offer you one. This is prohibited.</p>
<p><!--[if !supportLists]-->9.      <!--[endif]-->You must have a fumigation certificate from the last port; if not you will have to have your vessel fumigated here.</p>
<p><strong>Sailing in Galapagos – Information from SESA-GAL – Isla Santa Cruz</strong><br />
The Ecuadorian Service for plant and animal health in the Galapagos (SESA-GAL) is responsible for inspection and quarantine control enforcement in order to prevent exotic species, plagues and diseases from being introduced and spread on the islands.</p>
<p>Vessels arriving in Galapagos entering the protection zone established by law, i.e. 40 nautical miles from the baseline, are subject to regulations governing the transport of products that may endanger Galapagos.These regulations are as follows:</p>
<p>1. To allow visits and inspections by credited inspectors of SESA-GAL.</p>
<p>2. No plant or animal is to be taken ashore during your visit to the islands.</p>
<p>3. Pets on board are not to be taken anywhere ashore.</p>
<p>4. Should your pet be sick or die, please inform SESA-GAL at once.</p>
<p>5. Garbage and waste must be kept in tightly sealed containers.</p>
<p>Please follow these rules applicable to vessels!<br />
We wish you a pleasant stay in the Galapagos.<br />
PLEASE HELP US TO PRESERVE THE GALAPAGOS!<br />
SESA Offices in Galapagos: (05) 527-023 Santa   Cruz;<br />
(05) 521-100 San Cristóbal; Offices at every island’s wharf.</p>
<p><strong> 2.)SESA Galapagos</strong><br />
Non-commercial private yachts are allowed to anchor in any of the four inhabited Galapagos Islands’ harbors, as long as they have no more than 10 persons on board. The length of stay in the Galapagos  Islands should not exceed 20 days.<br />
Note that it is strictly forbidden to carry out any tourist activities on your vessel.<br />
Yacht owners and captains must take care to comply with all of the Galapagos Islands Rules and Regulations.<br />
Any person on board wishing to visit the Galapagos  National Park areas has to pay an entrance fee of US$ 100 for foreigners over 12 years of age and US$ 50 for those under 12. In Puerto Ayora, taxi boats (locally known as &#8220;pangas&#8221;) are available to take you ashore.</p>
<p>Private yachts have to pay harbour fees and a police (immigration) fee:</p>
<p><!--[if !supportLists]-->1.      <!--[endif]-->Channel access: US$ 0.20 x Gross tonnage</p>
<p><!--[if !supportLists]-->2.      <!--[endif]-->Anchorage: US$ 2.02 x Gross tonnage</p>
<p><!--[if !supportLists]-->3.      <!--[endif]-->Lighthouse and buoys: US$ 3.00 x Gross tonnage</p>
<p><!--[if !supportLists]-->4.      <!--[endif]-->On international arrival or departure: US$ 0.013 x Gross tonnage (US$ 0.026 on weekends and public holidays)</p>
<p><!--[if !supportLists]-->5.      <!--[endif]-->On inter island arrival or departure: US$ 1.50 (US$ 3.00 on weekends and public holidays)</p>
<p><!--[if !supportLists]-->6.      <!--[endif]-->Frequency use: US$ 9.48</p>
<p><!--[if !supportLists]-->7.      <!--[endif]-->Format US$ 0.28</p>
<p><!--[if !supportLists]-->8.      <!--[endif]-->Environmental Control US$ 4.00</p>
<p><!--[if !supportLists]-->9.      <!--[endif]-->Entering the Country US$ 15.00 per vessel</p>
<p><!--[if !supportLists]-->10.  <!--[endif]-->Leaving the Country US$ 15.00 per vessel</p>
<p><!--[if !supportLists]-->11.  <!--[endif]-->National Park entry fee, one sole payment per person, applicable if you leave the inhabited ports for visits to the National Park areas. Adults US$ 100.00 Children under 12 years US$ 50.00</p>
<p><!--[if !supportLists]-->12.  <!--[endif]-->Approximate costs for gasoline US$ 1.11 per gallon (plus tax) Approximate costs for diesel US$ 0.93 per gallon (plus tax) All prices are subject to change.</p>
<p><!--[if !supportLists]-->13.  <!--[endif]-->A fumigation certificate from the last port visited before Galapagos must be presented.<br />
3.)<strong>Galapagos Port´s Capitan Information – Isla Santa Cruz</strong></p>
<p>We would like to inform you about the rules that must be observed while you are here:</p>
<ol>
<li>Fees to be paid: See price list      above.</li>
<li>It is prohibited to move your      vessel in order to visit any of the other islands unless you first obtain      fully documented permission from the relevant government agencies.</li>
<li>Someone will pass by your boat      and pick up the garbage. You can not bring garbage ashore; this is also      prohibited.</li>
<li>Immediately after checking in      at the port captain’s office you must check in at the police immigration      office.</li>
<li>While using your dinghy, you      must wear a life jacket and avoid speeding in the bay.</li>
<li>You must turn on your anchor      lights at night.</li>
<li>To visit any of the Galapagos National Park areas adults must pay      US$ 100 tax to the National Park and children, up to the age of 12 years      US$ 50.</li>
<li>Any tour you decide to make      must be acquired at one of the travel agencies here in town or from a      registered tour operator, not from any taxi driver or person who may offer      you one. This is prohibited.</li>
<li>You must have a fumigation      certificate from the last port; if not you will have to have your vessel      fumigated her.</li>
</ol>
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