Rumpf, Ruder und Unterwasserschiff

Der Rumpf
Innen mit Spezialreiniger gesäubert, entfettet und mit Yachtlack 2x weiß gestrichen.
Tunnel für Bugstrahlruder gebaut und Bugstrahlruder von Vetus eingebaut.
Rumpf geschliffen, Eigenarbeit, neues Gelcoat und Primer aufgebracht sowie 6x mit Awlgrip majestic blue
lackiert Firma Peter Wrede, Wedel
Bugbeschlag in Edelstahl bis zur Wasserlinie erweitert, mit Edelstahlwippe versehen, Schutzbleche - Edelstahl - im oberen Bugbereich erneuert
Seitliche Scheuerleisten aus Messing abgebaut und in Edelstahl erneuert.
Unterwasserschiff ( Osmoseprohylaxe) gesandstrahlt, gespachtelt, geschliffen, geprimert mit 5 Lagen Epxydharz und mit neuem Antifouling versehen
Ruderblatt ausgebaut + neu gelagert
Ruderskeg gesandstrahlt, mit Glasfasermatten verstärkt und 6 Lagen Epoxydharz versehen
Kielsohle repariert
Neue Windsteueranlage Pacific plus montiert
2 Badeplattformen - Edelstahl mit Teakleisten gefertigt und montiert
Badeleiter zum Gebrauch an der Badeplattform umgebaut
Fertigung Tunnel für Bugstrahlruder Firma Vetus - und Einbau
Bugstrahlruderschotten aus Edelstahl
Stripper auf Ruderwelle
Sämtliche Borddurchlässe - Seeventile in Messing, Auspufföffnungen und Entlüftungen in Edelstahl - erneuert.


Unterwasserschiff
Auch das Unterwasserschiff haben wir nach genauem Studium diverser Produktbeschreibungen und etlichen Telefonaten selber gemacht. Perfekt beraten und betreut hat uns dabei die Firma von der Linden. Verwendetes Material Westsystem. Unser Zeitaufwand 4 Wochen bei einem 8 bis 10 stündigen Arbeitstag.

Beim Abziehen des alten Antifoulings tauchen überall winzigste Löchlein auf. Schock! Osmose? Der herbeigerufene Gutachter gibt Entwarnung. Völlig normal, diese Löchlein sind werkseitig eingeschlossene Lufteinschlüsse, die sich im Laufe der Jahre geöffnet haben und nun sichtbar geworden sind, weil die Schutzschicht fehlt. Sie sind allerdings die Vorstufe für die Seuche Osmose, Inkubationszeit unbekannt. Einfach neues Antifouling aufrollen, Fehlanzeige.

Empfehlung: Osmoseprophylaxe. Zur Vorbereitung wird das Schiff gesandstrahlt, dann leicht anschleifen und das ganze staubfrei machen, nun die winzigsten Löchlein (Stecknadelkopf) mit epoxydharzigen Filler zuspachteln. Dazu wird ein Mix aus 5 Teilen Epoxydharz Westsystem 105, 1Teil Härter Westsystem 206 schön gleichmäßig auf den Unterwasserschiffsbereich aufgerollt, nächster Mix wieder 5:1 alles schön verrühren und den Filler Mircrolight 410 untermischen, bis das ganze eine Konsistenz wie Erdnussbutter hat. Nun alles flächenmäßig verstreichen bis alle Unebenheiten und Löchlein verschwunden sind. Wegen der Oberflächenspannung des Gemisches dringt der Mix nicht überall ein, mit Spritzen und Kanülen aus der Medizintechnik haben wir auch dieses Problem gelöst. Nachdem alles ausgehärtet ist, kommt die Festo mit 80ziger Schleifpapier wieder zum Einsatz. Für den nächsten Arbeitsgang muß das Unterwasserschiff staubfrei und trocken sein. Um längere Wartezeiten zu vermeiden haben wir das Schiff nicht abgespritzt, sondern mit Baumwolltüchern entstaubt.

Es folgt eine Tränkschicht Harz/Härter und weiter geht's mit der Oberflächenbeschichtung. Die hat die Aufgabe eine ausreichend grosse Schichtstärke an Epoxydharzen aufzubauen, die gleichzeitig eine wirkungsvolle Dampfsperre darstellt. Dazu Harz, Härter gut miteinander verrühren, die Masse hat jetzt eine sirupähnliche Konsistenz und Barrier Coat 422 - Alupulver - nach Produktanleitung einrühren, alles in die Ausrollwanne geben und los geht's. Es wird angemixt und aufgerollt bis eine Schichtstärke von 500my erreicht ist. In unserem Fall 6 Schichten.

Nachdem die Beschichtung vollständig ausgehärtet ist, wird zur Vorbereitung des Antifoulings das Unterwasser gewaschen, geschliffen und staubfrei gemacht.

Unser Antifouling ist eine Epoxydharz - Kupferpulver - Mixtur aus England. Material: Coppershield Die Arbeitsgänge sind identisch mit der schon beschriebenen Oberflächenbeschichtung.

Nach der Tränkschicht weitere 5 Schichten und der angeblich beste Wert von 500my ist erreicht. Wenn alles ausgehärtet, alles leicht anschleifen, damit das Kupfer wirken kann. Es soll Segler geben, die 10 Jahre keine neue Beschichtung aufgebracht haben. Wir werden auf unserer Weltumsegelung unser Unterwasserschiff sehr genau beobachten und über die Wirksamkeit berichten.

zurück